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15 VCs, die jetzt Millionen in deutsche Startups investieren
Frisches Kapital für frische Ideen: Die Kapitaltöpfe vieler deutscher Investoren füllen sich weiter. Auch in den vergangenen Wochen haben sowohl junge als auch etablierte Venture-Capital-Unternehmen wieder neue Fonds aufgelegt.
Der Berliner Investor Merantix Capital legte zuletzt etwa einen neuen KI-Fonds in Höhe von 103 Millionen Euro auf. Der Münchner Frühphasen-Investor Senovo schloss zuletzt seinen vierten Fonds (100 Millionen US-Dollar). Und der Berliner Frühphasen-Investor Angel Invest verkündete zuletzt das Final Closing seines dritten Fonds (40 Millionen). Und auch E2D (500 Millionen), Lakestar (300 Millionen) und Fresenius Ventures (200 Millionen) sind mit Millionen im Spiel.
Hier ein schneller Überblick über alle neuen und etablierten Geldgeber sowie Inkubatoren und Brutkästen, die zuletzt neue Geldtöpfe oder ihren Start verkündet haben.
Neue und alte VCs mit fetten Geldtöpfen
E2D
Die Investoren Earlybird und AVP, seit 2024 unabhängig von AXA, starteten zuletzt mit E2D einen 500 Millionen Euro schweren Wachstumsfonds für europäische Defense- und Dual-Use-Startups. Wichtig dabei: E2D ist kein neuer Earlybird-Fonds, sondern ein unabhängiger Fonds, den Earlybird und AVP (Atlantic Vantage Point) als Advisor begleiten. Der neue Fonds möchte rund 20 Unternehmen mit durchschnittlich 25 Millionen Euro unterstützen und investiert in Technologien für Raumfahrt, Luft, Land, See und Unterwasser. Ziel ist es, Kapital, Talente und geistiges Eigentum in Europa zu halten und den Aufbau einer eigenständigen europäischen DefenseTech-Industrie zu beschleunigen. Mehr über E2D
Lakestar
+++ Der Schweizer Venture Capitalist Lakestar, hinter dem vor allem Klaus Hommels steckt, schloß kürzlich seinen im vergangenen Jahr angekündigten DefenseTech- und Dual-Use-Fonds (Resilience I Fund). Im Topf sind 300 Millionen US-Dollar. Der Geldgeber hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, keine weiteren generalistischen Fonds mehr aufzulegen und sich künftig auf DefenseTech- und Dual-Use-Investments zu konzentrieren. Zum Portfolio von Lakestar gehören bereits bekannte Unternehmen wie Helsing, Isar Aerospace, ARX Robotics, Auterion, SE3 Labs, Tytan Technologies und Swarm Biotactics. Der neue Resilience-Fonds von Lakestar zeigt einmal mehr, dass DefenseTech längst kein Nischenthema mehr ist, sondern zunehmend zu einem der wichtigsten Investmentsegmente Europas wird. Und Lakestar setzte schon auf das Segment, lang bevor es Trend wurde. Mehr über Lakestar
Fresenius Ventures
+++ Der Gesundheitskonzern Fresenius (Bad Homburg) legte mit Fresenius Ventures kürzlich einen eigenen Venture-Capital-Fonds auf. In den kommenden fünf Jahren sollen mindestens 200 Millionen Euro in Startups und Wachstumsunternehmen fließen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Segmente wie MedTech, Präzisionsernährung und digitale Gesundheitslösungen. Geleitet wird der neue Fonds von Thomas Michael Thestrup, zuletzt für Angelini Ventures tätig. Mehr über Fresenius Venture
Merantix Capital
Der Berliner Investor Merantix Capital legte zuletzt einen neuen KI-Fonds in Höhe von 103 Millionen Euro auf. Mit seinem AI Fund investiert das Team rund um Adrian Locher, Nicole Büttner und Rasmus Rothe künftig in frühphasige KI-Startups aus Bereichen wie Logistik, Fertigung, Energie, Finanzwesen, Gesundheitswesen, Life Sciences, Robotik, Enterprise-Software und Physical AI. Mit dem ersten, 30 Millionen Euro schweren Fonds, investierte Merantix, 2016 gestartet, ausschließlich in die im eigenen Venture Studio entstandenen Jungfirmen. Der neue Fonds verfolgt nun einen 50:50-Ansatz: Die Hälfte des Kapitals fließt weiterhin in gemeinsam mit Gründern aufgebaute Unternehmen, die andere Hälfte direkt in externe Startups in der Pre-Seed- und Seed-Phase. In der Regel investiert Merantix dabei zwischen 1 und 3 Millionen Euro. Zu den ersten Investments des neuen Fonds zählen Droidrun, Arqh und Outpost Bio. Mehr über Merantix Capital
Loom Ventures
Mit Loom Ventures schickte der österreichische Bauriese Strabag zuletzt seinen lange erwarteten Corporate-Venture-Arm an den Start. Im Topf des jungen Geldgebers sind 100 Millionen Euro. Initial investiert Loom Ventures 1 bis 5 Millionen (Seed, Series A). „We invest in European early-stage companies that make infrastructure more autonomous, capable, and resilient: emerging leaders in the category we call InfraTech“, heißt es zur Ausrichtung des Investors. „We invest purely financially, with no strategic mandate; any collaboration with Strabag is optional and never a condition of our investment“, teilt das Team rund um Ilja Aizenberg (zuletzt M Ventures) und Toba Spiegel (zuletzt Trill Impact) mit. Strabag investierte in der Vergangenheit bereits in das Gütersloher Baustellenlogistik-Unternehmen Schüttflix und CMBLU. Das DeepTech-Unternehmen aus Alzenau setzt auf eine Alternative zu Lithium-Ionen-Akkus. Mit Loom Ventures kann der Bauriese seine Aktivitäten nun gezielt ausbauen. Eine extrem gute Nachricht für alle jungen Firmen im ConTech-, EnergyTech- und IndustrialTech-Segment. Mehr über Loom Ventures
Uplift Ventures
Die vom Hamburger Intralogistik-Unternehmen Jungheinrich angeschobene Beteiligungsgesellschaft Uplift Ventures legte kürzlich ihren ersten Fonds auf. Im Topf sind 100 Millionen Euro. Das Team möchte diese Summe in bis zu 20 Startups sowie ausgewählte DeepTech-Fonds investieren. „Im Fokus stehen Unternehmen aus den Bereichen Physical AI, Energie, Enterprise AI und Logistik mit Investitionsschwerpunkten in Europa und den USA“, teilt der Geldgeber mit. Pro Startup stellt Uplift Ventures bis zu 5 Millionen Euro bereit, wobei der Fokus auf Late-Seed- und Series-A-Runden liegt. Geführt wird der neue Fonds von Christian Noske, der zuletzt für NGP Capital investierte und zuvor unter anderem bei BMW i Ventures unterwegs war Zu seinen bisherigen Investments von Uplift Ventures gehören The Exploration Company, ANYbotics und WeRide. Für das erst 2025 gestartete Uplift Ventures ist der 100-Millionen-Fonds ein ziemlich großer nächster Schritt – und zugleich ein gutes Signal für die gesamte Startup-Szene. Mehr über Uplift Ventures
Senovo
Der Münchner Frühphasen-Investor Senovo schloss zuletzt seinen vierten Fonds (100 Millionen US-Dollar). Anfang 2025 hatte der Investor zunächst ein First Closing über 80 Millionen Euro vermeldet. Senovo investierte in den vergangenen Jahren in aufstrebende Unternehmen wie Parloa, HiveMQ und Quantilope. Der B2B-Geldgeber investiert in der Regel zwischen 1 und 5 Millionen Euro (Seed und Series A). Das Team setzt vor allem auf KI- und Enterprise-Software für mittelständische und große Unternehmen. Mehr über Senovo
BW-Capital
+++ Baden-Württemberg brachte mit BW-Capital kürzlich eine neue Beteiligungsgesellschaft an den Start. Das Vehikel, eine hundertprozentige Landestochter, soll künftig gezielt in technologieorientierte Startups, Scaleups, innovative Mittelständler und Fonds investieren. Im Fokus stehen unter anderem Themen wie DefenseTech, KI und Life Sciences. Als Startkapital sind zunächst einmal 50 Millionen Euro vorgesehen. Mehr über BW-Capital
Angel Invest
Der Berliner Frühphasen-Investor Angel Invest verkündete zuletzt das Final Closing seines dritten Fonds (40 Millionen). Der Geldgeber, 2018 gestartet, investiert in der Regel bereits in der Angel-, Pre-Seed- und Seed-Phase und stellt jungen Startups dabei rund 125.000 Euro zur Verfügung. Allein aus dem dritten Fonds unterstützte das Team rund um die Founding Partner Jens Lapinski und Oliver Clasen bislang mehr als 110 Startups. Zu den jüngeren Beteiligungen zählen unter anderem Peec AI, fonio.ai und Feld.Energy. Insgesamt verwaltet Angel Invest, derzeit mehr als 200 Millionen Euro (AUM). Das Team tätigte bereits mehr als 250 Investments. Mit rund 75 Investments pro Jahr zählt Angel Invest ohne Frage zu den aktivsten Frühphasen-Investoren Europas. Mehr über Angel Invest
Auxxo Female Catalyst Fund
Der Berliner Investor Auxxo schloss kürzlich seinen zweiten Fonds (33,3 Millionen Euro). Beim First Closing im Juli 2025 waren erst 26 Millionen im Topf. Im Vergleich zum 19 Millionen schweren Vorgängerfonds legt Auxxo, 2021 gestartet, beim Fondsvolumen somit um rund 75 % zu. Zu den Geldgebern gehören neben Ankerinvestor Europäische Investitionsfonds (EIF) unter anderem Aurum Impact, EnBW New Ventures, Cherry Ventures und Speedinvest. Mehr als die Hälfte der Limited Partner sind Frauen. Mit dem neuen Fonds hat das Team rund um Bettine Schmitz und Gesa Miczaika inzwischen in elf Startups investiert, darunter Emidat, Resolutiion, Stanhope.ai, Marble Imaging, Delta Labs und Radiogenesis. Bemerkenswert: Während Diversity bei vielen Unternehmen zuletzt eher von der Agenda verschwand, sammelt Auxxo für genau diese Investmentthese deutlich mehr Kapital ein als beim ersten Fonds. Mehr über Auxxo Female Catalyst Fund
Robin Capital
Der Berliner Geldgeber Robin Capital, der von Robin Haak (Solo GP) geführt wird, verkündet das Second Closing seines zweiten Fonds. Dabei liegen inzwischen 12 der angepeilten 15 Millionen Euro bereit, das Final Closing soll später im Jahr folgen. Seit dem Start des Fonds Anfang 2026 investierte Robin Capital bereits in zehn Startups. Drei Beteiligungen wurden nach Angaben des Investors bereits höher bewertet. Robin Capital, 2022 gestartet, investierte bislang in mehr als 40 Startups – darunter ARX Robotics, Atmio, Kombo, Deltia, Naro und Phacet. Mehr über Robin Capital
CODE Capital
Die Berliner Gründerhochschule CODE legte zuletzt mit CODE Capital einen eigenen Frühphasen-Fonds (Zielvolumen: 10 Millionen Euro) auf. Der Fonds investiert als sogenannter First-Check-Investor zwischen 50.000 und 100.000 Euro in Startups aus dem Umfeld der privaten Hochschule, die 2017 gegründet wurde. Initiiert wurde CODE Capital von den Seriengründern Stephan Schambach und Younes Ouaqasse. Geführt wird der Fonds von Entrepreneurship-Professorin Julia Köhn. Im Fokus des Fonds, der europaweit investiert, stehen unter anderem KI-Software für Industrie und Gesundheitswesen, Infrastrukturtechnologien sowie Lösungen rund um quantensichere Verschlüsselung. Mehr über die Code University
Generation Tech Partners
Mit Generation Tech Partners starteten Sebastian Herfurth (Friendsurance), Daniel Szabo (Körber Digital) und Elias Bitzer (Afinum, Liqid) zuletzt eine neue Beteiligungsgesellschaft, die auf die Konsolidierung mittelständischer Unternehmen setzt. Die Gründer vereinen dabei Startup-, KI- und Private-Equity-Erfahrung. Für die geplanten Übernahmen im Mittelstand kann das Team auf mehr als 50 Millionen Euro zurückgreifen. Im Fokus stehen inhabergeführte B2B-Dienstleister mit einem EBITDA zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro. Nach der Übernahme sollen die Firmen durch KI-gestützte Prozesse und digitale Führungskonzepte weiterentwickelt werden. Mehr über Generation Tech Partners
Gaius Capital
Der Berliner Investor Gaius Capital verkündete zuletzt das First Closing seines ersten Fonds (Gaius Nachfolgekapital I). Im Topf sind zunächst 40 Millionen Euro. Zudem verkündet das Team das Final Closing von Gaius Unternehmerkapital I. Die Beteiligungsgesellschaft, 2025 von Jan Mickel, Joscha Radeck und Lukas Klipper gegründet, tritt an, um mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Regelung ihrer Nachfolge zu unterstützen. „Gaius Capital strebt Mehrheitsbeteiligungen an gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen an“, teilt das Team mit. Im Fokus stehen dabei insbesondere Versicherungs- und Finanzanlagevermittler, Prüf- und Zertifizierungsdienstleister, Umweltlabore sowie Unternehmen aus dem Bereich Aufzugswartung. Bis Ende 2026 möchte Gaius drei Unternehmensgruppen aufbauen, die durch Nachfolgelösungen und Zukäufe wachsen sollen. Mehr über Gaius Capital
High-Tech Gründerfonds
Der Bonner High-Tech Gründerfonds (HTGF) legte zuletzt seinen fünften Seedfonds auf. Das First Closing ist für Mitte 2027 geplant. Im vierten Fonds (Final Closing: 2023) des Frühphasen-Geldgebers waren 493,8 Millionen Euro. Im dritten Fonds waren 319,5 Millionen. In der Regel investierte der HTGF zwischen 1 und 3 Millionen in aufstrebende Jungfirmen. Zuletzt legte der Investor einen sogenannten Opportunity Fonds auf, der 660 Millionen schwer ist. Mit dem Beiboot kann der HTGF bis zu 30 Millionen Euro, in Ausnahmefällen auch bis zu 50 Millionen Euro in ausgewählte Portfolio-Unternehmen investieren. Zudem schlüpfte der DeepTech & Climate Fonds (DTCF) Ende 2025 unter das Dach des HTGF. Auf diese Weise kann das Team Startups „bei guter Entwicklung über den gesamten Finanzierungsweg hinweg verlässlich begleiten“. Mehr über den High-Tech Gründerfonds
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