#Hintergrund Ein Startup, das auf mentales Wohlbefinden setzt

Evermood aus Berlin möchte das mentale Wohlbefinden von Firmenangestellten fördern. Point Nine Capital gefällt das Konzept der Jungfirma, die 2019 an den Start ging. In der Seedrunde konnte das Evermood-Team bereits 1,1 Millionen einsammeln.
Ein Startup, das auf mentales Wohlbefinden setzt

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Evermood. Das Berliner Startup ging aus Lytt, einem digitalen Assistenten, der Mitarbeitenden dabei helfen sollte, Feedback mitzuteilen. “Mit Lytt wollten wir Mitarbeitenden eine Stimme geben, um schwierige Themen ohne Angst vor Benachteiligung anonym und sicher ansprechen zu können. Zuvor habe ich im Rahmen eines Praktikums selbst Diskriminierung erfahren und festgestellt, dass es keinerlei konkrete Angebote für die anonyme und sichere Aufklärung derartiger Probleme gab”, sagt Lara von Petersdorff-Campen, die Lytt gemeinsam mit Marvin Homburg auf die Startbahn geschoben hat.

Während der Arbeit an Lytt kam in Gesprächen mit Kunden dann immer wieder der Wunsch nach vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen auf. “Im Laufe des Jahres haben wir den Funktionsumfang von Lytt deshalb weiter ausgebaut. Da wir künftig neben der Hilfe im Ernstfall zusätzlich auch präventive Unterstützung rund um das Thema mentales Wohlbefinden leisten, ist aus Lytt die Gesundheits-App Evermood geworden”, erzählt von Petersdorff-Campen weiter.

Mit der App können Nutzer “gesunde Routinen in ihren Arbeitsalltag integrieren, um Belastungen zu minimieren, die Produktivität zu steigern und das mentale Wohlbefinden zu stärken. So wollen wir für gesündere und produktivere Teams sorgen”, sagt Mitgründer Homburg. Evermood richtet sich insbesondere Unternehmen ab einer Größe von 100 Mitarbeitenden. “Unsere App kann auf monatlicher Basis durch die Unternehmen erworben werden und wird neben einer Grundgebühr gemessen an der Anzahl der Mitarbeitenden abgerechnet. So können kleine Unternehmen unsere Plattform bereits ab 250 Euro pro Monat nutzen”, führt Homburg weiter aus. Point Nine Capital gefällt das Konzept. In der Seedrunde konnte das Evermood-Team bereits 1,1 Millionen einsammeln.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.