German Valley Week: Start-up-Reise ins Silicon Valley – im Windschatten von Philipp Rösler

Im Mai reist Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler erneut ins Silicon Valley – diesmal nimmt er sogar einige Start-ups mit. Parallel zur offiziellen Delegationsreise plant der Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) eine eigene Start-up-Reise. “Im Mittelpunkt […]
German Valley Week: Start-up-Reise ins Silicon Valley – im Windschatten von Philipp Rösler

Im Mai reist Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler erneut ins Silicon Valley – diesmal nimmt er sogar einige Start-ups mit. Parallel zur offiziellen Delegationsreise plant der Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) eine eigene Start-up-Reise. “Im Mittelpunkt beider Reisen stehen Events vor Ort, zum Beispiel eine Veranstaltung mit renommierten VCs, wahrscheinlich inklusive Gelegenheit zum Pitch”, sagt Florian Nöll vom BVDS.

Der Hintergrund der zweiten Reise, die in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium stattfindet, ist eindeutig: Die offizielle Reise ist quasi überbucht. “Wir gehen aktuell davon aus, dass auf jeden Platz mehr als fünf Bewerber kommen. Das wird eine sehr schwere Entscheidung für das Ministerium”, berichtet Nöll. Für alle, die nicht in den offiziellen Flieger kommen oder wollen, ist deswegen die German Valley Week der richtige Ort. “Neben den gemeinsamen Terminen mit der Delegation von Bundeswirtschaftsminister Rösler umfasst das Programm viele spannende Treffen mit hochkarätigen Start-ups, VCs und Gründern von Mountain View bis San Francisco. Doch auch in unserem Basislager wird es mit Vorträgen, Workshops und Barbecues nicht langweilig. Trotzdem ist genug Luft im Programm, damit jeder auch eigene Termine wahrnehmen kann”, beschreibt Nöll das Programm der German Valley Week.

Der wichtigste Unterscheid zur offiziellen Delegationen, ist sicherlich der Freiraum, den die Teilnehmer haben: “Der Zeitplan der Delegation von Minister Rösler ist eng getaktet und lässt eigentlich keinen Raum für private Termine. Das ist bei der BVDS-Delegation anders, schon weil wir ein paar Tage länger vor Ort sind”. Die BVDS-Delegation startet am 18 Mai und ist bis zum 26 Mai unterwegs. Die offizielle Delegation ist vom 20. bis 24. Mai unterwegs. Die Anmeldung für die BVDS-Delegation ist ab sofort möglich. Für Start-ups wird die Tour etwa 1.000 Euro plus Flug kosten. “Das sind insbesondere die Selbstkosten für Unterkunft, Verpflegung und Transfers vor Ort”, sagt Nöll. Für 25 Teilnehmer ist Platz bei der German Valley Week.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Dieter

    Ich hoffe die Sitzplätze werden ordentlich verteilt und man hat ein ausgeklügeltes System, nicht dass noch jemand Verfassungklage gegen die Sitzverteilung einreicht. ;)

  2. Silicon Valley… da bin ich doch dabei ;-)
    Was ich aber immer interessant finde ist das man fast immer nur von den Amis Berichte hört aber hier aus Deutschland kaum obwohl es auch hier zu lande coole Firmen gibt.
    LG



  3. Friedrich Günther

    Gleiches bei Gründerszene gepostet, das gleiche gilt für Alexander Hüsing:

    So ein krasses und unseriöses PR-Gebullshitte von dem “Deutschen Startup-Verband”. Wird das eher zum “Deutschen Profilierungs Verband”?

    Laut dem Wirtschaftsministerium (telefonische Auskunft) findet eine geschlossene Delegationsreise von Rösler von 21. bis 22. Mai im Silicon Valley statt. Das Programm steht größtenteils nur von denen (Wirschaftsministerium) ausgewählten Teilnehmern offen. Diese German Valley Week ist völlig separat und hat mit der Rösler Reise rein gar nichts zu tun.

    Wer hierfür also 1000 Euro auf den Tisch legen will, sollte sich vorher mal informieren (was für Meetings bekommt man genau? Gibt es relevante Top-Kriterien für Auswahl oder ist das stupide Akquise von dummen Köpfen für den Profilierungs-Verband?) und vielleicht Georg Räth / Gründerszene mal bitten, etwas genauer zu recherchieren.

    Gruß aus NY
    Friedrich

  4. Friedrich, du hast mit den falschen Leuten telefoniert. Die Reise ist mit dem BMWi abgesprochen und wird dort sehr begrüßt. Und es wird definitiv gemeinsame Termine mit Philipp Rösler geben.

    Wir verdienen auch nichts an der Reise, die 800-1000€ sind lediglich zur Deckung der Kosten gedacht.



  5. PP

    @Thomas Bachem: Naja, es ist ja schon so formuliert, dass der Leser denken könnte, dass Eure Reiseteilnehmer bei den ganzen Terminen der Delegation teilnehmen würden. Und nicht, dass es gemeinsame Termine mit Herrn R. geben wird.

  6. @PP: Das ist natürlich nicht gewollt. Auf der Website schreiben wir “It also includes joint meetings with the German Federal Minister of Economics and Technology Philipp Rösler”, und so ist es auch gemeint.

    Wie im Artikel beschrieben sehen wir es sogar als Vorteil, nicht bei allen Terminen der Delegationsreise (z.B. in Washington) dabei sein zu müssen.

  7. Die Bebilderung mit dem Regierungsflieger ist sehr unglücklich und steht schon in einem gewissen Widerspruch zum Text.

    Die Veranstalter solch einer Reise könnten ruhig etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen. Eine USA-Reise mit Treffen verschiedener Macher – das ist doch prima. Da braucht es Röslers Windschatten nicht.



  8. Patrick

    Weshalb genau ist die Seite eigentlich nur auf Englisch?

  9. Ich denke, der Impuls, Wagniskapital auch in Deutschland willkommen zu heißen ist der richtige. Dass sich der Bundesverband dt. Startups der Delegation in Teilen anschließt, ist wohl eher zu begrüßen, wenn man so manche Äußerungen von Rösler & co. zur Digitalwirtschaft hört.

  10. Pingback: Springer und der Minister: Wo “Regierungsbeziehung” ein schmutziges Wort ist « Stefan Niggemeier

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