Mit eReserve mal eben Termine bei lokalen Dienstleistern per App abmachen

Situationen wie diese kennt jeder: Die Zeiten, in denen einem einfällt, dass man dringend mal wieder einen Friseurtermin vereinbaren muss, liegen garantiert außerhalb dessen Öffnungszeiten. Und wenn man sowieso bei der Auto-Reparatur-Werkstatt seines […]
Mit eReserve mal eben Termine bei lokalen Dienstleistern per App abmachen

Situationen wie diese kennt jeder: Die Zeiten, in denen einem einfällt, dass man dringend mal wieder einen Friseurtermin vereinbaren muss, liegen garantiert außerhalb dessen Öffnungszeiten. Und wenn man sowieso bei der Auto-Reparatur-Werkstatt seines Vertrauens in der Gegend ist und schnell einen Termin für den Ölwechsel abmachen will, sind die bestimmt alle gerade in der Mittagspause. So was nervt. Und den lokalen Unternehmen geht so manche Einnahme verloren, weil der Kunde sich dann eben anderweitig entscheidet. Dank eReserve (www.ereserve.biz) gehen die Kunden vielleicht weiter regelmäßig zu ihrem Stamm-Frisör oder der Autowerkstatt, mit der sie bisher zufrieden waren.

Oder noch weiter gedacht: Vielleicht wechseln Kunden zukünftig sogar zu den lokalen Anbietern, die ihnen den Service von eReserve bieten.

Denn mit dieser App kann ein Kunde 24/7 Termine mit den Unternehmen vereinbaren. Voraussetzung natürlich, dass die Unternehmen eReserve nutzen.

eReserve funktioniert für den Nutzer einfach und gratis: Der Nutzer scannt einen QR Code mittels einer beliebigen QR Code App auf seinem Smartphone und wird durch diesen Code direkt weitergeleitet auf eine mobile Website, wo er dann seine Daten eingeben und unter den als frei angezeigten Terminen einen auswählen und verbindlich buchen kann. Zusatznutzen für den User: Der vereinbarte Termin wird automatisch in den eigenen Kalender eingetragen – gehen Aufpreis, den der anbietende Dienstleister zahlt, sogar in Outlook.

Den QR Code kann der anbietende Dienstleister als Kunde von eReserve zur Verfügung stellen und auf seiner Website, seiner Eingangstür, auf Flyern oder wo auch immer gut sichtbar platzieren.

Dem Dienstleister erleichtert eReserve die Terminplanung, indem alle Termine gleich in die computergestützten Terminplaner eingetragen werden – so denn vorhanden – so dass keine doppelte Arbeit durch manuelles Übertragen entsteht.

Bezahlt wird per monatlicher Flatrate plus einmaligen Einrichtungsgebühren für den Service an sich und den Outlook-Connector. Dabei gibt ein Professional-Paket für 49 Euro pro Monat und ein Premium-Modell für 99 Euro monatlich, das eine komplette Mobile App für das Dienstleistungsunternehmen enthält. Das noch existierende Basis-Modell, bei dem pro Buchung gezahlt wird, soll in Kürze wieder eingestellt werden.

Interessant ist eReserve für lokale Dienstleister wie Nagelstudios, Kosmetikstudios, Friseure, Ärzte, Reifenhändler, Fahrschulen, Autohäuser, Tanzschulen, Steuerberater, Freizeiteinrichtungen, Restaurants oder alle anderen Dienstleister, mit denen Termine fest vereinbart werden müssen.

Gründerin und bisher alleinige Betreiberin von eReserve ist die Münchenerin Karolin Bierbrauer, die die Geschäftsidee durch eigene schlechte Erfahrungen mit der Erreichbarkeit von Dienstleistern hatte.

Die Haken und Ösen chronologischer Terminplanung und -vereinbarung via App

Schwierig dürfte der Einsatz von eReserve für die Dienstleister werden, deren Angebot keinem grundsätzlich abgesteckten zeitlichen Rahmen folgt, sondern deren Dienstleistungen einfach individuell unterschiedlich lang dauern. Klar, eine 45-minütige Trainerstunde in einem Sportstudio kann problemlos über eReserve reserviert werden.

Aber schon bei einem Friseurtermin kann das schwierig werden. Mal eben Spitzen schneiden geht ratzfatz, während ein Komplettprogramm waschen, schneiden, färben … ziemlich lange dauert. Wie soll der Kunde einschätzen können, wie lang der von ihm geblockte Slot sein muss?

Und: Friseure, Ärzte usw. hüpfen von Kunde zu Kunde, von Patient zu Patient: Während die Farbe in die Haare einzieht oder bis die Spritze beim Zahnarzt zu wirken beginnt, warten die Kunden, während sich der Friseur bzw. Zahnarzt schon dem nächsten Kunden/Patienten widmet. Ein Dienstleister hat also oft mehrere Kunden gleichzeitig ‘in Arbeit’ – diese ‘Doppelbuchungen’, die aber für den reibungslosen Ablauf in einer Praxis oder einem anderen Dienstleistungsunternehmen ganz wichtig sind, lassen sich mit einem solchen Reservierungssystem nicht managen.

Es gibt einen weiteren Punkt, der Dienstleister oder Kunden mit Terminvereinbarungen per App vielleicht nicht glücklich werden lässt: In sehr vielen Fällen ist eine Terminvereinbarung zwischen Anbieter und Kunde nicht nur ein Austausch von Daten und Uhrzeiten. Fast immer hängt eine Beratung damit zusammen – und sei sie auch noch so minimal. Hier zum Beispiel eine simple Tischreservierung in einem Restaurant:

“Sie möchten einen Tisch für Mittwoch, 19.00 Uhr für 3 Personen bestellen? Gern, kein Problem, ich reserviere auf den Namen Müller.” Hier wäre der Informationsaustausch mittels Reservierungs-App zu Ende.

Tatsächlich läuft das aber auch oft so: “Mittwoch, 19.00 Uhr für drei Personen? Möchten Sie einen Tisch am Fenster oder ist Ihnen das nicht wichtig? – Wir haben nämlich an diesem Abend eine größere Gruppe hier, so dass es an den Fenstertischen ziemlich laut werden könnte. – Das macht Ihnen nichts aus? Fein, dann reserviere ich Ihnen einen Tisch am Fenster.” Solch ein Austausch bekommt eine App dann eben doch nicht hin.

Dennoch: Für Dienstleister, bei denen Terminvereinbarungen ohne diese organisatorischen Haken oder kommunikativen Ösen funktionieren, ist eReserve sicher ein prima Kundenbindungs- und vielleicht sogar Akquise-Instrument.

Elke Fleing aus Hamburg liefert Texte aller Art, redaktionellen Content und Kommunikations-Konzepte. Sie gibt Seminare, hält Vorträge und coacht Unternehmen. Bei deutsche-startups.de widmet sie sich vor allem Themen und Tools, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.