• Von ds-Team
    Freitag, 25. Januar 2013
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    SEO-Risikominimierung: Das nächste Google-Update kommt bestimmt

    Das nächste Google-Update kommt bestimmt: Risikominimierung im Bereich SEO – Gastbeitrag von Stephan Czysch (siehe links), geschäftsführender Gesellschafter der TA Trust Agents Internet Immer, wenn Google seinen Algorithmus anpasst, schrillen bei vielen Internetunternehmern […]

    Das nächste Google-Update kommt bestimmt: Risikominimierung im Bereich SEO – Gastbeitrag von Stephan Czysch (siehe links), geschäftsführender Gesellschafter der TA Trust Agents Internet

    Immer, wenn Google seinen Algorithmus anpasst, schrillen bei vielen Internetunternehmern die Alarmglocken: Wie wird sich der Traffic der eigenen Website über die unbezahlte Suche entwickeln? Zählt man zu den Gewinnern oder den Verlierern? Sollte letzteres der Fall sein, so stellt sich die Frage, wieso es dazu gekommen ist. Bisher setzen zu wenig Unternehmen ein Frühwarnsystem in Form einer zweiten Meinung – auch in Bezug auf die eventuell bereits engagierte SEO-Agentur – ein, um die eigene SEO-Strategie zu kontrollieren und zu optimieren.

    In der unbezahlten Websuche von Google für vielfach nachgefragte Suchanfragen weit vorne zu stehen, trägt ausgesprochen positiv zum Geschäftserfolg und der Trafficentwicklung einer Website bei. Doch der Kanal ist ständigen Änderungen unterworfen: Inhalte, die Google heute noch liebt und auf den vorderen Positionen platziert, können durch Änderungen des Suchalgorithmus schnell “unsichtbar” werden, indem sie von den ersten Seiten in den Suchergebnissen verschwinden. Für Unternehmen kann dies existenzbedrohlich sein, denn den verlorenen Traffic und Umsatz über andere (Online-)Marketingkanäle zu akquirieren, ist sehr kostspielig. Deshalb ist bei der Suchmaschinenoptimierung Vorsorge besser als Nachsorge: Ein Blick von außen kann eventuell vorhandene Gefahrenstellen frühzeitig erkennen und zu deren Beseitigung beitragen.

    Dabei hat sich die kontinuierliche Zusammenarbeit mit einer SEO-Agentur für viele Unternehmen bereits als positiv erwiesen: Die Agentur aggregiert Wissen, schult ihre Mitarbeiter, erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit und bringt ihr Know-How zum Wohle des Kunden ein. Dadurch, dass viele Unternehmen selbst nur über ein beschränktes Wissen in diesem Online-Marketingbereich verfügen, ist dabei die Kontrolle nicht immer gegeben. Solange sich Traffic und Rankings positiv entwickeln, wird von Seiten des Unternehmens die Strategie selten hinterfragt. Nur im Falle einer von der Erwartung abweichenden Entwicklung tritt ein solches Szenario ein. Speziell im Bereich der Offpage-Optimierung, also dem gezielten Aufbau von Verlinkungen, kann dies mitunter fatal sein.

    SEO 2013: Natürlichkeit beim Linkaufbau wird (noch) wichtiger

    Allerspätestens mit dem sogenannten Pinguin-Update aus dem Frühjahr 2012 haben sich bei der Akquise von Verlinkungen die Spielregeln geändert: Vereinfacht gesagt, zählt sowohl die Qualität der verlinkenden Seite/Domain sowie der gewählte Ankertext, also die verlinkenden Worte, jetzt (noch) mehr als vorher. Da Keywordverlinkungen wie “Ferienwohnung” oder “Möbel online kaufen” sich unter gewissen Umständen schnell negativ auf die verlinkte Webseite auswirken können, sind findige SEO-Agenturen dazu übergegangen, mehr Natürlichkeit in das Backlinkprofil ihrer Kunden zu bringen. Ankertexte wie “hier” und “auf deutsche-startups.de” sind seitdem en vogue. Doch die Verwendung dieser Ankertexte muss nicht zwangsläufig ein Zeichen von Natürlichkeit sein: Wer es übertreibt, hilft der Website damit nicht.

    So gibt es mittlerweile Domains, bei denen die Wörter “hier” und “da” gut 20% der gewählten Ankertexte ausmachen. Dass das in Augen von Suchmaschinen natürlich ist, darf bezweifelt werden.

    Wenn man sich dazu noch die Linkquellen genauer anschaut, sieht man teilweise, dass diese Verlinkungen zu einem Großteil aus Foren stammen – und dabei noch nicht einmal aus themenrelevanten. Hier muss sich das SEO-Team bzw. die Agentur die Frage stellen lassen, ob sie wissen, was sie tun. Beim Aufruf eines einzelnen Links wird es dann noch obskurer: Das Linkziel hat keinerlei Bezug zum Inhalt der verlinkenden Seite und dadurch lässt sich die Verlinkung schnell als (Link-)Spam klassifizieren.

    Natürlichkeit beim Linkmarketing erreicht man nicht dadurch, dass man wahlfrei und häufig „nicht nach SEO-aussehende Ankertexte“ verwendet. Es sollte das Ziel sein, Verlinkungen aus relevanten Quellen zu erhalten, die Besucher auf die verlinkte Seite leiten, die im Idealfall zu neuen Kunden werden. Dazu sollte der Ankertext sowie das Linkziel im Kontext Sinn ergeben.

    SEO-Risikostreuung: Strategien kontinuierlich hinterfragen

    Um das Risiko für die eigene Website so gering wie möglich zu halten, ist eine kontinuierliche Strategiekontrolle und eventuelle -anpassung notwendig. Dazu ist es erforderlich, detaillierte Einblicke in die Arbeit Ihres SEO-Teams zu erhalten. Lassen Sie sich deshalb auf jeden Fall reporten, was das (interne und/oder) externe SEO-Team für Sie umsetzt. Seriöse SEO-Agenturen haben nichts zu verstecken und fühlen sich für Ihren Unternehmenserfolg mitverantwortlich.

    Unabhängig davon sollten Sie über Risikostreuung nachdenken: Sofern Sie ein großes Budget, speziell für den Bereich Linkmarketing zur Verfügung haben, platzieren Sie dieses lieber bei mindestens zwei Agenturen. Denn Agenturen bringen meist unterschiedliche Philosophien mit und Sie als Unternehmen können die Arbeit dieser dadurch miteinander vergleichen. Zudem wird die neue Agentur die Arbeit der bisherigen kritisch hinterfragen – um Ihnen eventuell zu zeigen, dass Ihre aktuelle SEO-Strategie in eine Sackgasse führen kann.

    SEO-Traffic ist für viele Unternehmen so wichtig, dass ein starker Trafficeinbruch verheerende Auswirkungen haben kann. Investieren Sie lieber frühzeitig in eine zweite Meinung, beispielsweise einen SEO-Audit, bei dem ein Experte Ihre Website genau analysiert. Selbst wenn dadurch keine neuen Erkenntnisse geliefert werden, so haben Sie Ihre aktuelle Strategie rückversichert und können sich sicher sein, nicht auf eine googleseitige Abstrafung zuzusteuern. Wenn der Traffic über die unbezahlte Suche erst einmal weggebrochen ist, wird eine Reparatur nämlich doppelt teuer!

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    Zur Person
    Stephan Czysch ist geschäftsführender Gesellschafter der TA Trust Agents Internet GmbH und hat bereits von vielen Websites das Backlinkprofil analysiert, um die Domains aus Abstrafungen zu navigieren. Trust Agents (www.trustagents.de) wurde von SEO-United.de Lesern unter die Top3 SEO-Agenturen 2012 gewählt, bietet sowohl Onpage- als auch Offpage-Analysen an und hat sich auf den Aufbau von hochwertigen Verlinkungen spezialisiert.

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