15 Fragen an Konstantin Urban von windeln.de

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?  Die Befriedigung, den eigenen Erfolg (oder auch Misserfolg) zu spüren und ein Unternehmen bzw. eine Marke hinterlassen zu haben. Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? 
Die Befriedigung, den eigenen Erfolg (oder auch Misserfolg) zu spüren und ein Unternehmen bzw. eine Marke hinterlassen zu haben.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up? 
Beim Spaziergang wurde die Idee der Selbständigkeit geboren. Konkreter Anlass war dann das amerikanische Unternehmen Diapers.com, dessen Ansatz und Webseite ich von Anfang an faszinierend fand.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen? 
Venture Capital, Angels und eigenes Geld.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine? 
Die Finanzierung der Seed-Runde war nicht einfach, da es wenige mutige VCs in Deutschland gibt.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen? 
Tausend kleine Dinge. Aber im großen Bild würde ich es wieder so machen.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Bei uns sind es TV und natürlich Google Marketing. Basis des Erfolgs ist jedoch die Zufriedenheit der Kunden und damit die Wiederkaufrate.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Meine Frau und meine Kinder, indem sie die hohe Arbeitsbelastung akzeptieren.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg? 
Lieber früher als später selbständig machen. Ich habe einige Chancen liegen lassen, weil ich mich erst spät dazu entschieden habe.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen? 
Ich kann die Beschwerden über den deutschen Standort nicht verstehen. Wir fühlen uns hier ausgesprochen wohl. Alles, was uns hindert – wie der kleinere deutsche Markt im Vergleich zu den USA und den anspruchsvollen deutschen Käufer – wird der Bundeswirtschaftsminister nicht ändern können.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten? 
Sportreporter.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen? 
Zalando. Ich würde gerne wissen, wie es ist, von 0 auf 100 in so kurzer Zeit zu wachsen und dennoch nicht die Kontrolle über das Geschäft zu verlieren.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie? 
In die Zukunft. Ich würde gerne sehen, wie wir in hunderten von Jahren leben.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld? 
Auch nichts anderes als heute. Einen Teil in die Firma und andere Start-ups investieren, einen anderen Teil anlegen.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag? 
Am liebsten ausgedehnte Frühstücke mit Freunden und dann Spaziergänge mit der ganzen Familie. Dazwischen jedoch immer wieder ein wenig Arbeit vor dem Laptop. Bleibt bei einer Unternehmensgründung nicht aus.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden? 
Mit Herbert Grönemeyer. Er hat eine unheimlich interessante Vita und eine Unzahl von unglaublich schönen Liedern.

Zur Person
Konstantin Urban ist Gründer und Geschäftsführer von windeln.de (www.windeln.de), einem Online-Shop für Babyprodukte. Als Verantwortlicher für das Internet-Beteiligungsgeschäft der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hatte er in den letzten zwölf Jahren bereits bei zahlreichen Internet-Startups seine Finger im Spiel und gründete selbst die Online-Unternehmen Parship.com und Experteer.com. Nach dem Erwerb seines MBA-Titels am Babson College in Boston war er außerdem mehrere Jahre lang als Unternehmensberater für für Gemini Consulting in Deutschland und Österreich tätig.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Nikkki

    “Die Finanzierung der Seed-Runde war nicht einfach, da es wenige mutige VCs in Deutschland gibt.”
    Das is ein großer Witz. Als ex-Managing Director bei Holtzbrinck Ventures hat er die besten Kontakte ;-)

  2. Pingback: windeln.de sammelt 15 Millionen Euro ein :: deutsche-startups.de

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