Fünfzehn Fragen an Roman Kirsch von Casacanda

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Jeden Morgen mit einem guten Gefühl aufzustehen und mit Vorfreude in den Tag zu starten. Adrenalin pur! Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Jeden Morgen mit einem guten Gefühl aufzustehen und mit Vorfreude in den Tag zu starten. Adrenalin pur!

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Ich war im Internet auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für meine Mutter, der ich etwas Besonderes für ihre Wohnung schenken wollte – doch wirklich fündig wurde ich nicht. Bei einem Essen lernte ich Angela Soeken kennen, eine erfahrene Einrichtungsexpertin. Ich erzählte ihr von meiner vergeblichen Suche, sie gab mir hilfreiche Tipps und am Ende des Abends stand das grobe Konzept fest. Hilfreich war zudem, dass es ähnliche Modelle schon in anderen Ländern gab. Meine Mitgründer Christian Tiessen und Sascha Weiler waren deshalb schnell überzeugt, so dass der Gründung nichts mehr im Weg stand. Es war bisher schwer, exklusive Produkte für das eigene Haus zu einem überragenden Preis über das Internet zu kaufen. Nun gibt es Casacanda.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen? ?
Wir sind von Klaus Hommels (Skype, Facebook, Xing), Oliver Jung (brands4friends, BuyVIP) und Oskar Hartmann (kupiVIP.ru) finanziert. Jeder hilft auf seine einzigartige Art und Weise tatkräftig mit.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Zu Beginn ist es immer am schwierigsten, die richtigen Leute als Teammitglieder zu gewinnen. Da kann ich jedem wirklich raten, keine Kompromisse einzugehen und nur die Besten an Bord zu holen.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Bisher sind unsere Mitglieder, unsere Investoren und unser Mitarbeiterteam allesamt glücklich.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Neben den klassischen Online-Marketing Kanälen setzen wir natürlich auch sehr stark auf Empfehlungen der Mitglieder: Daher ist es uns sehr wichtig, das Produkt so überzeugend und attraktiv wie möglich zu gestalten. Als Anreiz erhalten Mitglieder, die ihre Freunde einladen sowie die eingeladene Person einen Zehn-Euro-Gutschein. Darüber hinaus holen wir die Leute auch vermehrt Offline ab – ob über PR, Zeitschriften oder Paketbeilagen. Am Ende macht es der Mix.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Am Anfang nur Christian und Sascha, wir haben sehr stark zusammengehalten. Später neben unseren Investoren auch andere Jungunternehmer, wie z. B. die Jungs von DailyDeal, kaufda und friendticker, die uns tatkräftig unterstützt haben. Ein großes Lob geht auch an Rolf Wickmann (Ex-Gruner & Jahr Vorstand), der uns in die Welt der „alten Medien“ eingeführt hat.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Erstens: Ein exzellentes Team suchen. Zweitens: Viel Arbeit in die Ausarbeitung des Konzeptes stecken. Drittens: Einfach machen und sich nicht vom Weg abbringen lassen.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Einfachere Regelungen für den Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Trader bei Goldman. Auch eine tägliche Achterbahnfahrt, wenn auch nicht ganz so abwechslungsreich wie ein Internet-Unternehmen.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Bei Wooga. Von Jens Begemann kann man sicherlich noch vieles lernen.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Ich bleibe gerne in der Gegenwart!

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Andere Unternehmer dabei unterstützen, ihre Ideen, Träume und Visionen zu verwirklichen.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Natürlich zu Hause, da fühlt man sich ja bekanntlich immer am wohlsten, solange man es sich schön eingerichtet hat.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Auf einen Cocktail mit Richard Branson.

Zur Person
Roman Kirsch ist Gründer und Geschäftsführer von Casacanda (www.casacanda.de), einem Online-Shopping-Club für Möbel und Wohnaccessoires. Das Konzept zu Casacanda entwickelte Kirsch gemeinsam mit der Berliner Einrichtungsexpertin Angela Soeken sowie den Internetunternehmern Sascha Weiler und Christian Tiessen. Kirsch studierte BWL und Unternehmertum an der WHU, in Kalifornien und an der LSE in London. Vor der Casacanda sammelte Kirsch zusammen mit Weiler und Tiessen u.a. Erfahrungen bei anderen deutschen Startups wie Esanum (EFF) und friendticker.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Martin

    Ich finde es immer wieder schön, wie sich Copy-Cat Gründer eine Geschichte dazu ausdenken, wie sie auf die Geschäftsidee gekommen sind.

    Ich habe überhaupt nichts gegen Copy-Cats, aber warum sagt man nicht einfach: “Ich wollte unbedingt raus aus meinem bisherigen Job und Gründer sein, wir haben nach USA geschaut (wie eigentlich jeder) und uns bei Rocket, Springstar, etc nach Projekten umgeschaut. Dann haben wir uns für Klon X entschieden, weil wir da am meisten Potential und am ehesten auch eine persönliche Verbindung zu sahen.”
    Da ist doch nichts dabei einfach ehrlich damit zu sein.



  2. Herbert Mann


  3. Another intern

    Für Goldman Trader hätte man aber ein Fulltime Offer erhalten müssen nach dem Summer Internship.

    Regards,
    Another Intern



  4. Thorsten

    lol @ Martin genau das gleiche wollte ich auch schreiben bis ich deinen Kommentar gelesen habe. Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Sich selbst etwas vorlügen und das dann auch noch glauben, echt zu geil.



  5. Thorsten

    seid wann werden Kommentare gelöscht nur weil man seine Meinung sagt? Schwach Leute. Copycat und eine tolle Geschichte geht nunmal nicht einher.



  6. Heinz

    Steht doch oben, dass ein grund für die Entscheidung ähnliche Modelle in anderen Ländern waren… verstehe diese ganze Copy-Cat Diskussion in deuschland absolut nicht. es gehört mehr dazu, ein unternehmen aufzubauen, als techcrunch & deutsche-startups zu lesen.
    Nehmt euch mal ein vorbild und fangt auch endlich an, was zu machen.
    Der Heinz

Aktuelle Meldungen

Alle