10 spannende App-Start-ups – Ein kurzer Streifzug durch die App-Economy

Apps sind nur ein temporäres Phänomen, Apps sind nur ein Hype-Thema, Apps haben keine Zukunft! Es gibt keine App-Economy! Für solche und ähnliche Thesen erhielten Experten, die diese Ansichten vertraten, in den vergangenen […]
10 spannende App-Start-ups – Ein kurzer Streifzug durch die App-Economy

Apps sind nur ein temporäres Phänomen, Apps sind nur ein Hype-Thema, Apps haben keine Zukunft! Es gibt keine App-Economy! Für solche und ähnliche Thesen erhielten Experten, die diese Ansichten vertraten, in den vergangenen Monaten immer wieder viel Beifall. Dabei sind inzwischen – auch abseits der Spiele-Szene – eine beachtliche Anzahl an Applikationen für Smartphones entstanden, die nicht nur temporär ein Erfolg sein könnten, sondern das Zeug haben, sich dauerhaft zu etablieren. deutsche-startups.de stellt an dieser Stelle 10 Smartphone-Applikationen (Spiele bleiben dabei unbeachtet) vor, die quasi repräsentativ für die inzwischen enorme Bandbreite der App-Szene in Deutschland stehen.

barcoo
Der Barcode-Scanner barcoo (www.barcoo.de) liefert Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Testberichte von Elektronikprodukten und einen Preisvergleich. Auf mehreren Millionen Smartphones ist die nützliche, kleine App bereits installiert. Das Start-up bietet seinen Service inzwischen auch in Frankreich und Großbritannien an. Unternehmen können die barcoo-Nutzer, die gerade ihr Produkt gescannt haben, seit wenigen Wochen mit Fragen löchern. Für vier Fragen und 50 Reaktionen darauf müssen Firmen momentan 350 Euro plus Mehrwertsteuer zahlen. Auch größere Umfragen und Panels sind möglich. Für barcoo ein wichtiger Schritt, um die kostenlose App zu refinanzieren. Weitere Infos über barcoo

Coupies
Mit der mobile Rabattplattform Coupies (www.coupies.de) kann jeder Smartphone-Besitzer Coupons in seiner Nähe aufstöbern. Hat man ein Angebot gefunden, muss man den entsprechenden Coupon nur noch auswählen und an der Kasse vorzeigen – schon wird der Rabatt gewährt. Das Kölner Team expandiert sein Konzept derzeit fleißig nach Spanien, Portugal und die Schweiz. Der enorme Erfolg von Groupon und Co zeigt, dass Gutscheine immer gehen. Der Vorteil von Coupies ist die direkte Verfügbarkeit. Nutzer können die digitalen Gutscheine umgehend im Geschäft, Cafe oder Restaurant um die Ecke einlösen. Firmen erhalten so ein attraktiven Werbekanal. Weitere Infos über Coupies

dailyme
Die TV-App dailyme (www.dailyme.de) ging bereits 2008 an den Start. Aber erst jetzt kommt das kleine Start-up, das TV-Sendungen von ProSieben und Co. auf das Smartphone bringt, in Fahrt und strebt zum Jahresende 125.000 Unique Mobile Users pro Monat an. Vor allem der Aufstieg des iPhones und der Durchmarsch von Androidgeräten dürften dailyme vor dem harten Absturz bewahrt haben. Ein Problem für dailyme bleibt: Langfristig werden TV-Sender ihre Programme in Eigenregie vertreiben bzw. machen es bereits. Das Konzept von dailyme steht und fällt aber mit den Videoinhalten. Diese müssen attraktiv sein, dass User die App regelmäßig nutzen. Ein kleiner Teufelskreis. Weitere Infos über dailyme

Gigalocal
Die mobile Dienstleistungsvermittlung Gigalocal (www.gigalocal.de) war in den vergangenen Monaten eines der Szenegespräche – dabei ist der Ableger der Mini-Jobbörse Gigalo (www.gigalo.de) noch immer nicht gestartet. Die Macher Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller beschreiben Gigalocal als “Schwarzes Brett”. Der Unterschied sei, dass Angebot und Nachfrage in Echtzeit für andere User im lokalen Umfeld sichtbar seien. Anbieter und Nachfrager können über die Applikation kostenlos miteinander kommunizieren – entweder per Chat oder über einen verschlüsselten Telefonserver. Neben Privatkunden soll Gigalocal auch Firmen und Dienstleister ansprechen. Weitere Infos über Gigalocal

mytaxi
Über die kleine Applikation mytaxi (www.mytaxi.net) ist es möglich, ein Taxi an seinen aktuellen Standord zu rufen bzw. mit dem Finger zu bestellen. Der Standort des Bestellers wird dabei automatisch bestimmt und anschließend das Taxi ermittelt, das die kürzeste Distanz zum Fahrgast aufweist. Nach dem Taxiruf kann man sehen, wann der beige Flitzer eintrifft, wer der Fahrer ist und welche Kosten entstehen. Taxizentralen werden mit mytaxi regelrecht überflüssig. mytaxi ist inzwischen in rund einem dutzend deutschen Städten vertreten. Für Nutzer ist mytaxi kostenlos, der jeweilige Taxifahrer muss für jede angenommene Fahrt 79 Cent zahlen. Eine simple App, die das Zeug hat, einen Markt umzukrempeln. Weitere Infos über mytaxi

orderbird
Umständliches Bestellung eintippen, in das Kassensystem eingeben und den Bon an die Küche weiterreichen war gestern: Mit einer Kassensystem-App entlastet orderbird (www.orderbird.com) Gastronome beim täglichen Kampf mit der Kassenverwaltung. Diese können ab sofort auf die teuren “Order-Knochen” (O-Ton Gründer) und das noch teurere Kassensystem verzichten. Statt dessen managen schicke Apple-Produkte den Bestellvorgang. Aber die Anwendung hat noch mehr Potential: Gäste können damit von zu Hause aus bestellen oder von ihrem Platz im Restaurant aus, wenn sich die Bedienung im überfüllten Biergarten einfach nicht blicken lässt. Weitere Infos über orderbird

Reposito
Wie viel Geld läge wohl auf dem eigenen Konto, wenn man alle defekten Geräte und kaputten Dinge seines Lebens fristgerecht umgetauscht hätte? Die Realität sieht eher so aus: Der Kassenzettel ist verschwunden, bis zur Unkenntlichkeit verblasst oder die Garantiezeit ist soeben abgelaufen. Da kommt die intelligente Lösung von Reposito (www.reposito.de) gerade recht: Mit der Smartphone-App scannt man Kassenzettel samt Produkt-Barcode ein und zeigt sie bei Reklamationen an der Kasse vor. “Über den Abgleich mit unserem Online-Archiv sind die Kassenzettel immer abrufbar”, sagt Gründer Philipp Hartmann. Darüber hinaus erinnert Reposito an den Ablauf von Garantiezeiten. Weitere Infos über Reposito

runtastic
Die österreichische Sport-App runtastic (runtastic.com) bietet allen Nutzern eine handliche Technologie zur Sportdatenerfassung und –verwaltung. Die Smartphone-App übertragt sämtliche Sportdaten in die runtastic-Community. Das mobile Fitnessmeßgerät eignet sich dabei für sämtliche Outdoorsportarten und auch Indoortraining. In der Grundversion ist runtastic kostenlos. Die kostenpflichtige Pro-Version kommt ohne Werbung daher, bietet Geo-Tagging und die Möglichkeit, individuelle Workouts zu erstellen. Auf internationalem Terrain konkurriert runtastic mit der amerikanischen App RunKeeper (www.runkeeper.com) um sportliche Smartohone-Besitzer. Weitere Infos über runtastic

storytude
Hörgeschichten mit lokalem Bezug gibt es bei storytude (www.storytude.com). Die Applikation des Berliner Start-ups Mobile Melting soll “spannende Hörgeschichten per GPS mit realen Orten in Deutschland verbinden”. Aktuell funktioniert storytude in Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main. So können Nutzer beispielsweise mit einem Handy-Krimi die Hauptstadt entdecken. “Wir haben die storytude App entwickelt, weil wir Geschichten lieben und sie raus in die reale Welt bringen wollten. Mit storytude kann man gewohnte Gegenden ganz neu entdecken. Mit dieser Idee möchten wir allen größeren Städten in Deutschland eine neue, fantasievolle Dimension verleihen”, sagt Mitgründerin Lydia Horn. Weitere Infos über storytude

zuuka
Bilderbücher für die Generation iPad sind das Metier von zuuka (www.zuuka.de). Zu den Werken des Unternehmens gehören Bücher wie “Mikas Abenteuer”, “Das kleine Buch der Gefühle” und “Die Burg – In der Ritterzeit”. Die Firma ist zwar bereits seit 2001 im Bereich audiovisuelle Medien tätig, aber erst seit 2010 mit Vollgas im Segment Kinderbücher-Apps am Start. Im Frühjahr fusionierte das Unternehmen seine Marke actionboox mit FrogDogMedia aus Los Angeles. Die Appschmiede verfügt damit über Kontakte zu Kunden wie DreamWorks, Cartoon Network und Nickelodeon. Aus dieser Verbindung könnte eine spannende Mischung aus Lehrinhalten und Unterhaltungsbüchern entstehen. Weitere Infos über zuuka

Zugabe: Und als kleiner Bonus zu diesen 10 App-Start-ups hier noch zehn weitere mobile Anwendungen in Kurzform, die einen Blick wert sind. Dies wären der Bookletdienst bookletmobile (www.bookletmobile.com), der Lernspiele-Macher Heyduda (www.heyduda.de), die Banking-Anwendung iOutBank (www.ioutbank.de), der Lernspiele-Macher lookmommy (www.lookmommy.com), der Kinder-App-Macher ridili (www.ridili.de), der Veranstaltungsguide-Macher Mobile Event Guide (www.mobileeventguide.de), der Kartendienst skobbler (www.skobbler.de), der QR-Code-Dienst Sminna (www.sminna.com), der Fotosharingdienst tadaa (www.tadaa.net) und der Buchdienst textunes (www.textunes.de). Über einige dieser ausgewählten Projekte werden wir demnächst noch ausführlicher berichten.

Wer fehlt? Über wen sollten wir einmal berichten? Wer steht noch in den Startlöchern?

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.