10 SEO-Tipps für Start-ups – Gastbeitrag von Thomas Gruhle (Barketing)

Unternehmen, die sich gerade im Gründungsprozess befinden, haben wahrlich besseres zu tun als Suchmaschinenoptimierung bzw. Linkbuilding. 100 Themen stehen auf der Agenda, vom Businessplan bis zum lästigen Papierkrieg mit dem Finanzamt. Da denkt […]

Unternehmen, die sich gerade im Gründungsprozess befinden, haben wahrlich besseres zu tun als Suchmaschinenoptimierung bzw. Linkbuilding. 100 Themen stehen auf der Agenda, vom Businessplan bis zum lästigen Papierkrieg mit dem Finanzamt. Da denkt man sicherlich nicht zuerst an Suchmaschinenoptimierung. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich Start-ups trotz Gründungsstress schon früh Gedanken über Ihre eigene Webseite machen sollten. Thomas Gruhle von der Berliner SEO-Agentur Barketing erklärt, worauf es Gründern ankommen sollte.

Do it yourself vs. SEO-Agentur
Soll ich die Optimierung meiner Webseite selbst in die Hand nehmen, oder Professionelle ran lassen? Diese Frage wird oftmals schon mit dem Blick auf das Budget beantwortet, sollte aber breiter erörtert werden. Wenn Sie den Bereich “Suchmaschinenoptimierung” an eine Agentur abgeben wollen, dann gilt ein Grundsatz: Informieren Sie sich gründlich über Ihren zukünftigen Auftragnehmer. Im Web tummeln sich mehr schwarze Schafe, als seriöse Anbieter. Lassen Sie sich unbedingt Referenz-Projekte der Agentur zeigen und hinterfragen Sie die Angaben kritisch.

Planung
Nur wer langfristig plant, wird dauerhaft Erfolg haben. Egal, ob Sie auf eigene Faust SEO machen oder diese Aufgabe einer Agentur anvertrauen: Erstellen Sie einen Plan für wenigstens sechs Monate, stecken Sie Ziele ab und definieren Sie Milestones. Evaluieren Sie in regelmäßigen Abständen den aktuellen Stand, um herauszufinden, welche Maßnahmen für mehr Traffic auf Ihrer Webseite gesorgt haben.

Marketingmix
Betrachten Sie Ihre Marketing-Strategie nicht nur von einer Seite. Online Marketing ist mehr als nur Suchmaschinenoptimierung, so wie Direktmarketing mehr ist als Kaltakquise. Binden Sie Ihre SEO-Maßnahmen in ein Dachkonzept ein.

OnSite-Optimierung
Das Thema SEO sollte nicht erst auf Ihrer Agenda stehen, wenn die Firmenpräsenz schon im Internet steht. Eine gute OnSite-Optimierung ist die Voraussetzung für ein Ranking bei Google & Co. Jeder in Linkbuilding investierte Euro ist verschwendet, wenn die Seiten-Architektur nicht stimmt. Seien Sie wachsam und stellen Sie sicher, dass Ihr Webdesigner das Thema Suchmaschinenoptimierung verstanden hat, sonst zahlen Sie doppelt.

OffSite-Optimierung
Die Qualität und Anzahl der Backlinks stellen ein Hauptkriterium bei der Bewertung Ihrer Webseite durch die Suchmaschinen dar. Ein Grundsatz ist: Der Mix macht\’s. Planen Sie auch hier wieder langfristig, wann Sie Pressemitteilungen veröffentlichen, Trust-Links akquirieren oder Blog-Kommentare setzen möchten.

Auf Inhalte kommt es an
Hochwertiger Content macht einen konsequenten Linkaufbau nicht überflüssig, aber er hilft ungemein. Sie würden auch lieber einen Link auf eine Seite mit informativen Inhalten ohne Rechtschreibefehler setzen, als auf einen Schüler-Blog, nicht wahr? Sorgen Sie für frische und aktuelle Inhalte auf Ihrer Webseite, die wirklich von Interesse sind.

Von der Konkurrenz lernen
Sie suchen nach Inspiration für Ihre SEO-Kampagnen? Schauen Sie sich doch einmal an, was Ihre Mitbewerber so treiben. Wenn Ihr Konkurrent für ein Keyword besser rankt als Sie, hat er offensichtlich etwas besser gemacht. Finden Sie heraus, was er anders macht. Oft begehen Webseiten-Betreiber kleine Fehler mit großen Auswirkungen. Manchmal hilft z.B. ein Blick in die Backlink-Struktur des Mitbewerbers, um zu erkennen, warum sich seine Webseite von Ihrer absetzt.

Lernen Sie Ihr Handwerk kennen
Es gibt verschiedene (kostenlose) Tools, die man einfach kennen muss, um SEO-Maßnahmen bewerten zu können. Standard sind die grundlegenden Suchparameter der Suchmaschinen, der Backlink-Index vom Yahoo Site Explorer oder das vielfältige Firefox-Plugin SEOQuake. Wer es richtig ernst meint greift zu den kostenpflichtigen Tools, muss aber wenigstens 100 Euro monatlich dafür einplanen.

Unkonventionelle Wege gehen
Wenn Sie sich einen Vorsprung vor Ihrer Konkurrenz verschaffen wollen, sollten Sie kreativ sein und auch einmal den Extraweg gehen. Ein gut geplanter Linkbait kann Außergewöhnliches bewirken. Ein schlechter allerdings auch: Durch unüberlegte Aktionen kann man nicht nur den Rankings der eigenen Webseite schaden, sondern auch der eigenen Reputation.

Nicht stehen bleiben
Wenn Sie einmal mit Ihrem Wunsch-Keyword auf Platz 1 gelistet werden, sollten Sie nicht auf die Idee kommen, sich auf Ihren Lorbeeren auszuruhen. Die Konkurrenz schläft nicht und will auch auf den Podest. Bleiben Sie am Ball und konzentrieren Sie Ihre Anstregungen auf neue Keywords und Landing Pages.

PageRank aufbauen
Wenn man einen Satz ständig liest, dann, dass der PageRank nur wenig Rückschluss auf das Ranking einer Webseite zulässt. Das stimmt grundsätzlich. Allerdings: Der Mensch braucht einfach verständliche Kennzahlen und leicht zugängliche KPIs. Als Ihr potentieller Investor beurteilt ein 60-jähriger Vorstand Ihre Webseite wahrscheinlich nicht nach C-Class-Pop oder intelligenter Website-Architektur, sondern nach dem grünen Balken im Browser.

Zur Person
Thomas Gruhle ist Gründer und Geschäftsführer bei Barketing, einer SEO-Agentur aus Berlin, die sich vor allem auf organisches Linkbuilding konzentriert. Zudem berät Gruhle seine Kunden zu Ihren SEO-Konzepten und betreibt verschiedene Content-Projekte in Deutschland, Indien und Südafrika.

Artikel zum Thema
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  1. Sehr richtig alles. Aber eines möchte ich noch hinzu fügen: In einem Startup gibt es so allerlei zu tun: Leute einstellen, Technik entwickeln, Steuerberater füttern, Kaffeemaschine kaufen und idealerweise hat man auch noch ein Geschäftsmodell, das man weiter entwickeln möchte (oder sollte).

    Ich kenne leider ein paar Gründer, die ein bisschen über SEO wissen und – so sind Gründer halt, das ist ja auch gut – die Sache in die Hand nehmen. Das kann aber zu drei Problemen führen:

    – Jemand, der den ganzen Tag SEO macht (z.B. eine SEO-Agentur oder der Inhouse-SEO) weiß einfach mehr über SEO als der Firmengründer der das so nebenbei in Blogs liest. Deshalb: setzt eurer Vertrauen ein statt gefährlichem Halbwissen.
    – Gerne vergisst ein Gründer, dass SEO ein Teil des Marketing-Mixes ist und glaubt ab irgend einem Punkt, dass SEO die Grundlage seines Geschäfts ist. Aber SEO funktioniert immer nur dann nachhaltig, wenn ich ein *eigenes* Business habe und nicht nur auf den Google-Robot starre.
    – Manche Dinge gehen mit SEO einfach nicht. Das merken viele Seitenbetreieber nach einigen Monaten, wenn sie dann erstmals die Information zulassen, dass man mit einer neuen Seite trotz tollem Onsite-SEO und teurem Linkbuilding doch nicht Amazon aus dem Weg gewischt hat.

    Was ich gerne sagen möchte (und ich bin SEO Berater): Macht nicht alles für Google sondern nehmt SEO als Teil der Strategie und nicht mehr. Und glaubt nicht, dass ihr über Google alles wisst…



  2. Tom

    Hi Eric, hi Thomas,

    Thomas, sehr gut! bzgl. der Gründer treffen wir auch immre wieder auf Konzepte die Schwächen haben. Viele Gründer betrachten Ihr Unternehmen nach wie vor nicht außen und beurteilen somit nicht “ob ihr Produkt oder ihre Leistung” auch tatsächlich Nutzen und Mehrwert für den Kunden haben. Teilweise hören wir hier Argumente, die für den Kunden und Verbraucher tatsächlich unrelevant und nicht verständlich sind. Man betrachtet somit nicht ganzheitlich “was der Verbraucher” eigentlich möchte. Hier sagen wir teilweise, auch nach starken Einwirken auf den Gründer und nach Aufzeigen der Schwächen Projekte ab, die in unseren Augen doch starke Probleme im Konzept aufweisen. Ansonsten sehr rund. Wünsche Dir auf diesem Wege weiterhin viel Erfolg! Best Tom

  3. Für einen Existengründer ist SEO fast unerschwinglich, bzw. fast unmöglich selbst durchzuführen …

  4. Gute Tipps, danke. Der Linkbait-Tipp hätte vielleicht etwas ausführlicher behandelt werden können. “Unkonventionelle Wege gehen” ist zwar durchaus reizvoll, jedoch mangelt es (mir zumindest) an Ideen oder besser gesagt der Mut dieses Risiko einzugehen. Ist wohl wahr, dass man das besser Fachleuten überlässt. Der Kunde ist durchaus immer ernst zu nehmen und er sollte sicher niemals das Gefühl haben, veräppelt zu werden.
    Ich schlage mich auch auf die Seite meines Vorredners Robert. SEO ist für Existenzgründer teuer. Jedoch sollte das unbedingt vorher im Budget mit eingeplant werden, sonst wird das nix. Man kann da selbst mehr kaputt machen als einem lieb ist!

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  7. Aber sollte man nicht von Anfang an erstmal klären um was für ein StartUp es sich handelt? Sollte wirklich jedes StartUp gleich mit einer eigenen Internetseite präsent sein? Bei neuen Marken oder Produkten ist natürlich das Internet das Beste, aber bei einer Fleischerei oder kleineren Unternehmen wird es wohl kaum als erstes auf der ToDo Liste stehen.

  8. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass ein Plan auch im Bereich der eigenen Internetpräsenz / des SEOs sehr wichtig ist – besonders wenn man sich um das Thema selbst kümmern möchte. Sonst fängt man an, macht und tut und stellt fest, dass es wenig bis gar nichts bringt.

    Hat man so einen Plan (durch die Tipps hier und aus vielen anderen Quellen durchaus machbar), kann man eigentlich auch ohne viele Kentnisse was bewegen, allerdings muss man sich natürlich einlesen, mit Leuten im Web darüber diskutieren usw. Ganz ohne Mühe geht es natürlich nicht.

    Sicher kennt sich eine Agentur besser aus, aber zumindest in der Anfangsphase ist oft einfach nicht genug Geld da, um eine Agentur mit all den Dingen rund um SEO zu beauftragen – und die Agenturen sind nicht gerade günstig.

    Auch Transparenz ist so eine Sache. Wenn sich nicht informiert, kann man gar nicht prüfen / beurteilen, ob die Arbeit der Agentur was bringt oder nicht. D.h. einlesen muss / sollte man sich auch hier. Und wenn man sich schon schlau gemacht hat, kann man es auch gleich selbst probieren.

    Schließlich ist die Idee des Internets ja, dass jeder seinen Auftritt gestalten und betreuen können soll, wie er möchte, sprich es muss aus Google-Sicht nicht die Arbeit eines SEOs sein, so dass unterm Strich alle nur mit Wasser kochen. Deswegen kann es auch durchaus funktionieren, wenn man sich selbst um SEO kümmert.

  9. Ich kann aus eigener Startup-Perspektive nur den Tipp geben, sich für SEO einen Experten mit ins Boot zu nehmen. Es ist ein zu nebulöses Feld, um wild drauf los zu laufen und eine gewisse Strategie und Analytik hat noch nie geschadet.

  10. Aus eigener Startup-Perspektive kann ich nur den Tipp geben, einen SEO Experten mit an Bord zu nehmen. Es ist ein zu nebulöses Feld, um wild drauf loszurennen und eine gewisse Strategie und Analytik hinter diesem Thema hat noch nie geschadet.

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  13. Wer heute professioneles SEO betreiben will, muss schon sehr gute Kenntnisse haben und dauernd auf dem laufenden bleiben, da sich die Anforderungen ständig ändern. Was vor einigen Jahren beste Ergebnisse brachte ist heute manchmal sogar kontraproduktiv. Bei einer SEO-Agentur die Spreu vom Weizen zu trennen ist aber auch nicht gerade einfach.

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