Glamya hübscht Fotos auf

Wer schön sein will muss leiden? Nicht im Zeitalter von Fotoretusche. Was bei Stars und Sternchen längst üblich ist, ermöglicht das Start-up glamya (www.glamya.com) nun allen Frauen. Der Marktplatz für Fotoretusche sorgt für […]
Glamya hübscht Fotos auf

Wer schön sein will muss leiden? Nicht im Zeitalter von Fotoretusche. Was bei Stars und Sternchen längst üblich ist, ermöglicht das Start-up glamya (www.glamya.com) nun allen Frauen. Der Marktplatz für Fotoretusche sorgt für mehr Busen, längere Wimpern und straffere Arme. Das Besondere am Konzept ist, dass sich Nutzer nicht vorher für einen Designer entscheiden sondern die Fotobearbeitung ausschreiben und sich das beste Ergebnis aussuchen. Eine Neuheit? Nicht ganz. Mit edelbild wurde die Idee 2007 schon einmal umgesetzt: Damals stampften die rund 100 Teilnehmer des Startup Weekends in nur zwei Tagen den Bildbearbeitungs-Marktplatz aus dem Boden. Das Projekt verlief aber im Sande, verfiel dann in einen langen Winterschalf und wurde letztendlich wieder eingestampft. Nun wird die Idee von glamya neu aufgegriffen.

Glamya richtet sich bewusst und ausschließlich an die Damenwelt, die auf diesen Dienst anscheinend besonders anspringt. Bevor der Pitch beginnt lädt Frau ihr Foto hoch und legt Bearbeitungswünsche sowie Preis bzw. Prämie fest. In der aktuellen Betaphase beträgt die Mindestprämie fünf Euro. “Was bislang nur Prominenten, Models und Stars vorbehalten war, wird nun für jedermann bezahlbar”, sagt Gründer Sian-Ru Lai. Das Unternehmen ist mit der bisherigen Resonanz zufrieden: In kürzester Zeit hätten sich bereits hunderte erfahrene Photoshop-Designer registriert und über 8.500 Fans bei Facebook gefunden.

Aus dicken Mädchen werden schlanke Schönheiten

Was nicht zuletzt an der breiten Werbekampagne liegen dürfte: Wer Fan wird oder über glamya schreibt und twittert bekommt die Chance, “Beauty-Angel” zu werden und als solcher “mit etwas Glück” auf der glamya-Seite promotet zu werden. Während Frauen-Zeitschriften wie Brigitte derzeit verkünden, für ihre Fotos auf echte Models zu verzichten, zeigt glamya den Frauen per Fotoretusche, „wie viel Schönheit in ihnen steckt“. Und präsentiert auf der Webseite Vorher-Nachher-Fotos von Madonna und Britney Spears sowie ein Video, in dem sich ein dickes Mädchen in eine schlanke Schönheit verwandelt.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Pingback: Feedback zum OPEN-BETA-Launch von glamya.com | Sian's Venture- & Gründer-Blog

  2. Pingback: Autorenexpress: Aufgehübschte Autorinnenfotos » Immer, Jetzt, Foto, Ausprobiert, Lesetisch, Beine » autorenexpress

  3. Grundsätzlich finde ich die Idee gut. Das Problem wird doch nur sein, dass mehrere Designer sich an die Retusche der Bilder machen und dann später nicht ausgewählt werden bzw. keine Bezahlung erhalten.

    Oder sehe ich da was falsch?



  4. Cisco

    …dann ist es für professionelle Grafiker uninteressant. Ich investiere doch nicht 3 Stunden meiner Zeit auf sowas, in der Hoffnung, das ich das Rennen mache. Sorry – damit bekommt man nur Grafiker der 3ten Garde. Die haben das nötig – Profis wissen, was sie können und lassen es sich bezahlen. So einfach ist das :-)



  5. Thomas

    Wie bei all diesen Wettbewerben ist es gesamtwirtschaftlich gesehen schädlich, weil jede Menge Arbeit nicht vergütet wird.



  6. Henning

    Das stimmt sicherlich, dass sich dort keine Agentur-Designer hergeben werden. Aber selbst ein “Grafiker der 3. Garde” kann wohl aus einem Foto noch so einiges rausholen, was es für die Kundin dennoch lohnenswert und dabei trotzdem bezahlbar macht!

  7. @Zuckerbäcker: Stimmt genau.
    @Yvonne: Danke.
    @Cisco: Es ist ein Echtzeit-Marktplatz. d.h. wenn du ein “Grafiker der 1. Grade” bist, dann wirst du diesen Contest auch gewinnen, und somit auch den Erlös bekommen. Ein Profi-Designer, der von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, braucht also keine Angst haben dass er nicht fair vergütet wird. Außerdem kann er ja selbst entscheiden ab welcher Auftragssumme er 3-4 Stunden investieren möchte oder nicht.
    @Thomas: Kann sein, dass du aus DE-Sicht recht hast. ;-) “Der Kunde ist König” und das hat meiner Meinung nach Priorität.
    @Henning: Danke.



  8. B Peter

    Ich hab meiner Frau davon erzählt, und Sie hat schon viel zu viel Geld bei glamya liegen gelassen. Das solltet ihr euren Frauen auf jeden Fall nicht erzählen, wenn dein Portemonnaie geschont werden soll!

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