Sehenswert: Twoonix-Gründer Martin Bregulla im Videointerview

Im Interview mit Venture TV spricht Martin Bregulla von Twoonix (www.twoonix.com) über MediaWiki-Softwarelösungen, Teamarbeit und Tuning.
Sehenswert: Twoonix-Gründer Martin Bregulla im Videointerview

Im Interview mit Venture TV spricht Martin Bregulla von Twoonix (www.twoonix.com) über MediaWiki-Softwarelösungen, Teamarbeit und Tuning.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. “Wir haben viele Parallelen mit der SAP-Gründung” … geile Aussage.

    Na dann wünsch ich mal viel Glück dabei und dass ihr in einigen Jahren auch 45.000 Mitarbeiter habt und Microsoft und Oracle ärgert.

    Aber einen Unterschied sehe ich bei kritischer Betrachtung dennoch. Zur Zeit der SAP-Gründung gab es auf dem ERP- und CRM- Markt noch nicht wirklich viel und erst recht nichts für diesen Markt. Mittlerweile wird das ja überflutet von Anbietern.

    Ich komme zufällig aus der SAP-Gründungsgegend und habe auch bereits mehrfach mit ihnen gearbeitet. Ich erlebe eine solche Geschichte gerne nochmal bei einem deutschen Unternehmen mit ;)



  2. erich

    soso johannes,
    du bist ja ein ganz lustiger.
    Wer zwischen deinen Zeilen liest erkennt den blanken Neid.
    Ich denke einem Startup’ler sollte man es gönnen wenn er erfolg hat, immerhin traut er sich etwas eigenes zu kreiren und bewirbt sich nicht einfach nur bei VW, Audi, Daimler etc. wie es die meisten Hochschulabsolventen tun.

    Over and Out !



  3. Martin Bregulla

    Hallo Johannes,

    also ich nehme Deinen Kommentar nicht negativ auf. Der Einwurf ist berechtigt.

    Ich denke, da hast Du durchaus recht, dass der Markt bereits in vielerlei Hinsicht durchsetzt ist mit diversen Angeboten, die sich das Leben damit aber auch selbst gegenseitig schwer machen.

    Ich glaube aber, dass es auch zu SAP Zeiten diverse Anbieter gab, die immer größere Pakete geschnürt haben. Jedesmal wenn ein Kunde etwas mehr wollte, schnikkelte man ihm vermutlich etwas auf den Leib – am Ende war man ganz weit weg, von dem was SAP verfolgte. Eine integrierte, standardisierbare Lösung mit dem Ziel der Redundanzfreiheit.

    Die wenigsten werden also wirklich konsequent ihren Weg gegangen sein, weil Sie nur den schnellen Dollar und den nächsten Kunden vor Augen hatten und nicht wußten wohin die Reise hingeht. Ähnlich sehe ich das im Augenblick auch.

    Ich glaube, wir wissen, wo die Reise hingeht und sind nicht am schnellen, sondern am nachhaltigen Erfolg interessiert.

    Zudem haben wir uns bewußt gegen eine eigene Lösung entschieden und auf MediaWiki gesetzt, obwohl wir ein sehr geiles eigenes Konzept namens “web8″ gehabt hätten. Wir setzen aber auf MediaWiki – den Standard im Web.

    Wenn ich als eventueller Kunde eine “Zusammenarbeit 2.0″ Lösung suche, wird mich das Thema wie bei ERP die nächsten zehn Jahre Tag und Nacht verfolgen und man sollte sicherstellen, dass man am Ende der Reise nicht auf einer Lösung wie “Baan” sitzt, weil sonst migriert man nochmal fünf Jahre “for nothing” auf etwas wie SAP. Alles schon da gewesen.

    Was wir den Kunden vermitteln wollen ist “Sicherheit” im betriebswirtschaftlichen Sinn. Wenn er auf den Standard “MediaWiki” setzt, wird er in zehn Jahren in keinem Fall auf einem toten Ast sitzen. Vielleicht können wir nicht garantieren, dass er auf dem ersten Standard sitzt, aber mindestens unter den ersten drei – also quasi auf dem SAP, Oracle oder Microsoft Dynamics der Zukunft.

    Und wenn die Unternehmen etwas aus der Vergangenheit gelernt haben sollten, dann dass Sie sich nicht schon wieder in die Abhängigkeit und Würgegriffe politischer Spielchen von proprietären Anbietern begeben sollten, die Ihnen dann Migrationen aufzwingen, obwohl es aus Unternehmenssicht dazu keinerlei Veranlassung gibt und am Ende nichts besser ist als vorher.

    Wenn ich als Mittelständler eine coole Idee habe Potenzial durch eine Integration von iPad und irgendeiner Flash nutzenden Applikation sehe, dann möchte ich ungern dieses Potenzial dreingeben nur weil irgendwelche IT-Konzernchefs ein Egoproblem miteinander haben.

    Deshalb wer hier als Kunde nochmals auf proprietär setzt, dem kann ich echt nicht mehr helfen – der sollte sich dringenst in ärztliche und psychische Behandlung begeben. Zumindest sollte er das Wort “Strategie” nie wieder in den Mund nehmen.

    Wenn ich für “Zusammenarbeit 2.0″ eine Open Source Lösung habe – und die haben wir. Dann sollte er darauf setzen, denn es funktioniert.

    In unserem Referenzprojekt haben wir den Output der Gruppe im ersten Jahr nach Einführung um 280% gehoben und im zweiten Jahr nochmals um 125%.

    Und wenn mir jetzt irgendjemand noch was von: “Wie ist denn der ROI?” erzählt, dann werf ich mich auf den Boden und beiße in die Auslegeware*

    Es gibt keinen ROI bei “Zusammenarbeit 2.0″. Wikipedia hat in acht Jahren alle Wettbewerber vom Markt gefegt. Das einzige, was es bei “Zusammenarbeit 2.0″ gibt, ist der Kennwert RONI – Risk of non-investing und das läßt sich ganz einfach beziffern und dafür gibt es ein Formular – das heißt “Insolvenzantrag”.

    Wenn derjenige, der für sich heute beschließt auf 1.0 zu bleiben, dann kann er den gleich ausfüllen, weil in acht Jahren braucht er ihn.

    Wenn ein oder zwei Wettbewerber den Weg konsequent gehen und man selber verharrt, wie es Brockhaus getan hat – dann war’s das.

    Niemand möchte und kann mit einem Wettbewerber konkurrieren, der plötzlich 300-400% besser geworden ist.

    Meine Meinung ;) die wir eben mit Erfahrungen belegen können.

    Viele liebe Grüße aus Berlin, Ihr
    Martin Bregulla

    Quellverweis:
    *(Quelle: Loriot, Ödipussi)



  4. Martin Bregulla

    @Erich

    Ich war neun Jahre bei Daimler. Ich habe mich dort beworben. Ich wurde genommen. Ich habe es nicht nur phasenweise bitter bereut.

    Ich weiss, was Du meinst ;)

    Man lernt dort durchaus sehr viel, u.a. aber auch, dass 1.0 nicht zukunftsfähig ist.

    Martin

  5. Pingback: Schlafen oder online. Mit Facebook-Credits die Miete zahlen. MediaWiki auf USB-Stick. Das Wunder der Schwedischen Lehrer | YOUNECT Blog

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