Telefon statt Webcam: Nach Chatroulette kommt Phoneroulette

Über das Phänomen Chatroulette (www.chatroulette.com) muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Beim neuesten Online-Schrei sitzen Millionen Menschen rund um die Welt vor einer Webcam und chatten mit zufälligen Gesprächspartnern. Im besten Fall […]
Telefon statt Webcam: Nach Chatroulette kommt Phoneroulette
Dienstag, 29. Juni 2010VonAlexander Hüsing

Über das Phänomen Chatroulette (www.chatroulette.com) muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Beim neuesten Online-Schrei sitzen Millionen Menschen rund um die Welt vor einer Webcam und chatten mit zufälligen Gesprächspartnern. Im besten Fall sind die Webcampartner angezogen, sittsam und gesprächsbereit. Im schlimmsten Fall sieht man schnell alle denkbaren Körperteile, die man fremden sonst nicht sofort zeigt. Mit Phoneroulette (www.phoneroulette.de) kommt aus Deutschland nun die telefonische Antwort auf das russische Chatroulette.

“Wer bei Phoneroulette anruft wird per Zufall mit seinem Gesprächspartner verbunden. Gefällt der Partner kann weitergesprochen werden. Gefällt der Partner nicht kann dieser durch das Drücken einer beliebigen Taste genextet werden, der nächste Phonerouletter wartet dann mit ein wenig Glück schon in der Leitung”, beschreibt Songbeat-Macher Philip Eggersglüß seine neuestes Projekt. Durch die deutsche Festnetznummer ist Phoneroulette quasi kostenlos – wenn die Nutzer eine Telefonflat besitzen. Finanziert werden soll Phoneroulette durch Werbeeinblendungen vor den jeweiligen Gesprächen. Aktuell ist der Dienst noch werbefrei. Wie beim großen Vorbild Chatroulette spielt auch bei Phoneroulette die Optik keine große Rolle. Die Plattform wirkt wie aus dem Setzbaukasten für Kleinunternehmen. Funktionieren kann Phoneroulette im Grunde nur, wenn die Massenpresse das Thema entdeckt und hypt. Zumindest die “Bild” hat sich schon einmal kurz mit Phoneroulette auseinandergesetzt. Ansonsten bleibt Phoneroulette ein nettes Spaßprojekt.

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.