Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg – Best of Fünfzehn Fragen an

Zum (hoffentlich) sonnigen Feiertag mal wieder ein Best of der schönsten Antworten aus unserem freitäglichen Fragebogen. Diesmal die Frage: Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg? Bleibt immer mit beiden […]

Zum (hoffentlich) sonnigen Feiertag mal wieder ein Best of der schönsten Antworten aus unserem freitäglichen Fragebogen. Diesmal die Frage: Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?

Bleibt immer mit beiden Füßen auf dem Boden! Lasst euch nicht von den tollen Erfolgstories der Googles dieser Welt blenden. Habt ein klares und vor allem realistisches Ziel vor Augen und arbeitet strategisch darauf hin. Eine gute Idee ist wichtig, aber wichtiger ist, ob man am Ende mit der Idee auch Geld verdienen kann und es auch schafft das umzusetzen. Und besonders wichtig: Nie den gesunden Menschenverstand abschalten!
Markus Seim von Zimmerschau

Zuerst feststellen was man selber kann und dann überlegen was man darauf aufbauen will. Es darf nicht nur Betriebswirtschaftler geben.
Robert Elsner von bettenjagd.de

Wenn sich Kopf, Herz und Bauch einig sind: machen und dabei über jeden Zweifel erhaben sein!
Niclas von Bernstorff von Menteoo

Nicht mehr als 20 Euro für eine Kaffeemaschine ausgeben und gute Angel reinholen.
Olaf Birkner von Cliplister

Überlegt euch, wie ihr das viele Geld, welches ihr ausgebt, wieder einnehmen könnt. Die Zeiten sind vorbei, wo User und Seitenabrufe einen Wert darstellen.
Andreas Constantin Meyer von fotocommunity und make.tv

Auf Geschäftsmodell setzten, die bereits in der Anfangsphase Erträge abwerfen. Und vorsichtig sein! Es gibt so unglaublich viele Schnacker und Poser in der Branche.
Ole Boyken von MeinKartenspiel.de

Dranbleiben und durchhalten – wenn es zu leicht wäre würde es ja jeder machen. Und wer hat keinen Bekannten der gerne sagt: “Das müsste man mal machen” oder “Die Idee hatte ich auch schon”. Nicht quatschen, machen!
Christoph Magnussen von smaboo

Einfach machen. Versuchen, immer härter zu arbeiten als der Rest. Erfahrungen immer reflektieren.
Kjell Fischer von Jupidi

Gründer sollten sich frühzeitig überlegen, ob der Markt für ihre Geschäftsidee wirklich groß genug zum Geldverdienen ist: Gibt es jemanden, der später tatsächlich bereit ist mein Produkt zu kaufen? Zudem ist die Teamzusammenstellung besonders wichtig für den Erfolg eines Start-ups. Der Austausch mit anderen Gründerteams (gerade im Rahmen von Gründungszentren wie dem LMU EC), erweist sich bei beiden Aspekten als besonders wertvoll.
Christian Bücherl von Expli

Soviel wie möglich vorher klären. Auch mit den Geschäftspartnen/Mitgründern so oft wie möglich Meetings abhalten. Nichts ist wertvoller als effektiv zu handeln, ohne Überschneidungen. Ansonsten Arbeitsteilung, Outsourcing und gute Mitarbeiter einstellen. Ein gewisser Herr Professor Faltin sagte, als Unternehmer ist man eher ein „Komponist“. Genauso sehen ich das auch.
Patrick-André Wilhelm von MyParfuem

1. Glaubt immer an eure Idee und zieht euer Ding durch. 2. Bietet einen echten Mehrwert, der sich monetarisieren lässt. 3. Sucht euch starke Partner für alle wichtigen Bereiche (Kontakte, Medialeistungen, Finanzmittel). 4. Gesteht euch ein, dass ihr noch nicht perfekt seid und habt deshalb die Bereitschaft zum Lernen
Alexander Reschke von Uniturm.de

Nie alleine gründen, nie Venture Capital nehmen und den Laden nach Gutsherrenart führen.
Albert Warnecke von Shoptrex

Sucht euch einen guten CTO, der das Projekt von Anfang an im Griff hat und arbeitet euch selbst ebenfalls Tief in die technischen Themen ein. Ein gutes Verständnis für den Kern eures Startups – die Anwendung – hilft, ein gutes Produkt kosteneffizent und performant zu gestalten.
Alexander Beyer von Stockflock

Es gibt gute Tage, da könnte man Bäume ausreißen und es gibt Tage, da möchte man alles hinschmeißen. Wichtig: Nach jedem Tief kommt wieder ein Hoch und nur wenn man die Tiefs kennengelernt hat, kann man den Wert eines Hochs einschätzen und genießen. Also, nie den Kopf hängen lassen. Und noch ein Tipp: Je nach Geschäftsmodell möglichst viele Eigenmittel einsetzen, auf keinen Fall zu hoch verschulden, nicht alles an die Bank verpfänden und planvoll und voller Energie an die Umsetzung gehen.
Steve Mattuschka von Billomat

Trotz vieler Schwierigkeiten immer die Nerven zu bewahren. Das langfristige Unternehmensziel zwar vor Augen haben, sich aber im Wesentlichen auf die nächsten Schritte konzentrieren.
Ingo Heinrich von stylefruits

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Stefan

    Tut mir leid, aber wer empfiehlt beim Kaffee zu sparen sollte besser selbigen servieren und kein Unternehmen führen!

    Mein Tip: Es gibt mehr als nur den Job. Das Leben genießen und sich von der Welt inspierieren lassen. Nicht nur Aufgabe um Aufgabe lösen, sondern auch mal in Ruhe auf Distanz gehen. Die besten Ideen kommen selten am Schreibtisch!



  2. Ani

    @ Stefan

    ich glaube du hast es nicht verstanden. Es geht jetzt nicht wortwörtlich ums Kaffeautomat, sondern dass man auch bei Kleinigkeiten sparen sollte und nicht überall rumprotzen muss.



  3. Phillip Robers

    Wieso ist Kjell Fischer eigentlich “Gründer”. Angestellter Geschäftsführer ist das wohl eher, Idee und Gründung kam von Dominik Matyka u.a.

    Oder ist hier jeder Geschäftsführer gleich Gründer ?



  4. Florian

    Sehe ich genauso.
    Ein schöne Spaziergang – da kommen die besten Ideen auch wenn es mal schrierig wird.

    Nebenbei: Lustig finde ich das der eine den Tipp gibt möglichst viel eigenes Geld in das Unternehmen zu stecken und der andere gibt den TIpp möglichst viel fremdes Geld zu holen! :-)

    Aber sonst: Nette Idee!
    Wäre doch mal interessant ob alle auch so mutig sind die folgende Frage zu beantworten:
    “Was war Ihr grösster Fehler im Rahmen der Gründung der am besten nicht gemacht werden sollte!”

    Denn aus Fehler lernt man bekanntlich am besten!



  5. Stefan

    @Ani

    Kann man verstehen wie man will. Vielleicht hat er ja auch gemeint, dass eine 20 Euro Maschine völlig ausreicht und man lieber 20 Euro fürs Kilo ausgeben soll. Aber da steht auf jeden Fall “Nicht mehr als 20 Euro für eine Kaffeemaschine ausgeben” als Antwort auf die Frage “Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?” – und das ist absoluter Schwachsinn.

    Witzig ist auch, dass Gründer eines sehr erfolgreichen Ami-Startups (weiß leider nicht mehr welches, ist schon ein Weilchen her) empfohlen hat 2.000 $ in eine Kaffemaschine zu stecken, damit die Angestellten nicht ständig zu Starbucks laufen müssen. Schließlich geht es ja darum eine angenehmes und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen – und für viele gehört ein vernünftiger Kaffee nun mal dazu. Ein anderer Tipp war zB jedem IT Mitarbeiter gleich mal 2 24 Zöller auf den Schreibtisch zu stellen. Mag in der Anschaffung vielleicht etwas teuer sein und unvernünftig klingen. Aber Studien belegen, dass ein zweiter Bildschirm mit einer messbaren Produktivitätssteigerung einher geht. Und was ist schon ein 300 Euro Investition gegenüber einer Produktivitätssteigerung von (ich sag mal) 5 % über 3 Jahre? Sowas sind nützliche Tipps!

    Erschwerend für den Herrn Cliplister kommt noch hinzu, dass ich absolut nichts von dieser Angels-glorifizierung halte. Meistens sind das nämlich Unternehmer die nicht fähig sind ein Unternehmen zu führen und jemanden brauchen der ihnen Sichherheit gibt. Ich will jetzt aber nicht sagen, dass Angels immer schlecht sind. Es kann eine richtige strategische Entscheidung sein, sich Angels an Board zu holen, aber ziemlich sicher nicht vor oder während der Gründungsphase.

    Abschließend würde ich noch sagen, dass man wahrscheinlich von der Qualität der Ratschläge auf die Unternehmerqualitäten schließen kann – erkennt man schon an den Beispielen da oben: wertvolle Tipps von erfolgreichen Unternehmern und wertlose Tipps von erfolglosen Unternehmern.

  6. Kluge Investitionen sind glaube ich das, was Stefan meint. Nicht immer ist das vom Preis her günstigste auch das optimale. Sondern nur die Investition ist optimal, die insgesamt eine höhere Produktivität schafft. Wichtig finde ich auch, den Mitarbeitern ein angenehmes Ambiente zu schaffen – und nicht an abgenutzte oder alte Schreibtische zu setzen. So wie es in manchen Großkonzernen in Außenstellen üblich ist. Denn aus meiner Erfahrung als Mitarbeiter weiß ich, dass man sich unbewusst herabgesetzt fühlt, wenn die alten Möbel oder Deckenplatten einfach nur überstrichen werden.



  7. Peter P.

    Tipps kann man immer annehmen, aber welcher der hier Zitierten (bis auf Olaf Birkner) hat bereits ein hochprofitables Geschäft aufgebaut?

    Alle Firmen, die hier genannt werden, sind doch noch allesamt kleine Buden.

    Sorry Alex, aber Tipps von wirklich erfolgreichen Menschen, die klein angefangen haben und mittlerweile ein respketables Unternehmen führen sind die, die Tipps geben sollten.

    Ich spreche damit niemanden der Zitierten hier ab, dass ihr Unternehmen irgendwann einmal einen Durchbruch schaffen wird, aber heute sind diese leider noch unter ferner liefen.

    Frag mal lieber Martin Sinner, der ja auch in Berlin ist. Ist ja nicht so weit und er hat wirklich klein angefangen und in seinem Marktsegment sucht man vergeblich ähnliche Unternehmen.

    In meinen Augen ist er einer derjenigen, den man fragen sollte und das ist sicher nicht das einzige Beispiel.

    Tipps von jemanden annehmen, der bisher noch nicht erfolgreich ist mit seiner Idee, fällt mir sehr sehr schwer.

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