Tamundo sammelt Sammler ein

Bei vielen wächst die Unzufriedenheit über Ebay. “Zu groß, zu unpersönlich, keine Schnäppchen mehr möglich” sind die Hauptkritikpunkte an dem Auktionshaus. Daher hätten sich die beiden Gründer Filip Dames (25) und Sebastian von […]
Tamundo sammelt Sammler ein

Bei vielen wächst die Unzufriedenheit über Ebay. “Zu groß, zu unpersönlich, keine Schnäppchen mehr möglich” sind die Hauptkritikpunkte an dem Auktionshaus. Daher hätten sich die beiden Gründer Filip Dames (25) und Sebastian von Johnston (24) wohl kaum einen besseren Zeitpunkt aussuchen können, um ihre Seite für “Sammeln und Seltenes” online zu bringen. Ihre Seite hört auf den französisch-spanischen Phantasienamen Tamundo (www.tamundo.de) und will ein Treffpunkt vor allem für Sammler wie auch Raritäten-Jäger im Internet sein.

Eigenen Angaben zufolge sammeln 80 % aller Deutschen – von Münzen über Briefmarken bis zu Sparschweinen oder Knöpfen. “Es gibt nichts, was nicht gesammelt wird”, weiß Dames und spricht aus eigener Erfahrung. Er selbt sammelt Fußballtrikots und kennt daher die Bedürfnisse von privaten Sammlern. “Der Wunsch nach Austausch ist unter Sammlern enorm wichtig”, sagt er. Tamundo bietet neben einer übersichtlichen Kategorisierung vor allem die Möglichkeit zur Vernetzung.

Communitygedanke wird groß geschrieben

Die registrieren User können Profile anlegen und eigene Interessensgemeinschaften, so genannte Clubs, gründen. “Darin können sich die Mitglieder Tipps geben oder sich zu Sammlertreffen verabreden”, sagt Dames, der Tamundo ausrücklich nicht als Konkurrenz zu Messen verstehen möchte. Außerdem haben die Gründer eine Funktion eingebaut, mit welcher die Gründer die User aufrufen, eingestellte Artikel zu melden. “Damit wollen wir verhindern, dass unseriöse Angebote eingestellt werden”, sagt Dames. Ziel soll es sein, Tamundo als “Social Marketplace” in der Web-Welt zu etablieren. Verdienen wird das Start-up lediglich an den Verkaufsprovisionen, “Einstell-Gebühren entfallen, egal in welcher Höhe”, sagt Dames.

Weil es zu diesem Geschäftsmodell international noch recht wenig Konkurrenz gäbe, so die Gründer, wollen sie sich recht bald international aufstellen. Vor allem der Sammler-Markt in USA böte viel Potenzial, da der Markt dort enorm groß sei. Doch bis dahin setzen die beiden Jung-Unternehmer erst einmal auf die gängigen Marketing-Kanäle. “Bislang sind wir mit den Anmeldungen mehr als zufrieden”, sagt Dames.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.