sevenload plant Börsengang

Wie bereits gestern berichtet, hat die Foto- und Video-Plattform sevenload (www.sevenload.de) eine äußerst kräftige Finanzspritze bekommen. Nun gibt\’s weitere Details zur abgeschlossenen Finanzierungsrunde. Neben Leadinvestor T-Online Venture Fund sind auch das Medienhaus Burda, […]

Wie bereits gestern berichtet, hat die Foto- und Video-Plattform sevenload (www.sevenload.de) eine äußerst kräftige Finanzspritze bekommen. Nun gibt\’s weitere Details zur abgeschlossenen Finanzierungsrunde. Neben Leadinvestor T-Online Venture Fund sind auch das Medienhaus Burda, dw capital, media ventures, die Gründer Ibrahim Evsan und Axel Schmiegelow sowie das Managementteam des Unternehmens (Andreas Heyden, Jeff Coe, René Kaute) an der Finanzspritze beteiligt. Zudem wurde für die Mitarbeiter von sevenload ein Beteiligungsprogramm aufgelegt. “Die neue Finanzierungsrunde und Mitarbeiterbeteiligung von sevenload legen den Grundstein für die internationale Expansion und die Gewinnung wichtiger Content-Partner. Wir freuen uns, mit dem T-Online Venture Fund und Burda die beiden Lead Investoren gewonnen zu haben, die uns dabei am besten unterstützen können”, sagt Schmiegelow, Geschäftsführer von sevenload.

Insgesamt statten die Investoren sevenload mit einem zweistelligen Millionenbetrag aus – im “Handelsblatt” ist von 25 Millionen Euro die Rede. Wobei allein der T-Online Venture Fund angeblich rund 15 Millionen investiert. Damit liegt die Bewertung von sevenload bei rund 100 Millionen Euro. Die Marschrichtung bei einer Beteiligung des Managements und der Mitarbeiter dürfte klar sein: sevenload will an die Börse. Im nächsten Jahr soll es so weit sein. Wenn dies gelingt, wäre der Videodienst nach dem Business-Netzwerk Xing das zweite zweinullige Unternehmen aus Deutschland an der Börse. Ob der Gang aufs Parkett Wirklichkeit wird, dürfte aber auch vom allgemeinen Börsenklima abhängen.

Schnelle Auslandsexpansion geplant

In diesem Jahr steht die Auslandsexpansion von sevenload auf der Agenda. Schon bald sollen Ableger in Frankreich, Italien, Spanien, Russland und Polen an den Start gehen. In den USA trommelt derzeit Geschäftsführer Schmiegelow fleißig für sevenload. Die Video-Plattform für Premium-Inhalte ist Hauptsponsor der dreitätigen Konferenz Supernova. “Wir freuen uns über den Einstieg des T-Online Venture Fund bei sevenload. Uns haben vor allem der Fokus auf Premium-Content sowie die internationale Ausrichtung von sevenload überzeugt”, sagt Andreas Kindt, CTO Produkthaus Deutschen Telekom AG. Nach eigenen Angaben klicken die Nutzer sevenload monatlich auf 14 Millionen Visits und 100 Millionen Page Impressions. Durch die Auslandsexpansion soll die Zahl der Seitenabrufe schnell die Milliardengrenze knacken Ein sehr ambitionierter Plan. Die Werbepreise des sogenannten Social Media Network können sich schon jetzt sehen lassen: Für ein Superbanner auf den jeweiligen Kanalseiten müssen Werbungtreibende einen Tausend-Kontakt-Preis (TKP) in Höhe von 20 Euro zahlen. Ein Medium Rectangle auf der Homepage steht sogar mit einem TKP von 50 Euro in den Mediadaten.

Um langfristig im Premiumsegment für Videos bestehen zu können, brauchen die Kölner vor allem Partner, die Inhalte zusteuern. Nur dann kommen Nutzer und nur dann lässt sich die Plattform erfolgreich vermarkten. Derzeit sind bei sevenload über 300 Sendungen in 21 Themenkanälen verfügbar. Diese aus dem TV bekannte Programmstruktur wurde mit dem Relaunch im April eingeführt und soll es den Nutzern erleichtern, die passenden Filmchen zu ihren Interessen zu finden. Die Bündelung hat auch Vorteile für Werbungtreibende: Ein Nutzer, der sich im Autokanal tummelt und sich Sendungen wie ADAC-TV, BMW-web.tv oder Motorvision TV ansieht, interessiert sich meist auch für Autowerbung. Streuverluste lassen sich so minimieren. Im Gegenzug muss sevenload die Inhaltelieferanten selbstverständlich für die Bereitstellung der Videos am erzielten Umsatz beteiligen. Nicht umsonst forcieren die sevenload-Macher gemeinsam mit Kooperationspartner T-Online die Entwicklung von eigenen Web-TV-Angeboten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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