Unister sichert sich Shopping.de

Die Unister GmbH erweitert ihr Domain-Portfolio um eine weitere attraktive Adresse. Über eine Auktion bei der Handelsplattform sedo.de sicherte sich das Unternehmen von Thomas Wagner die griffige Domain Shopping.de (www.shopping.de). Zum Portfolio von […]

Die Unister GmbH erweitert ihr Domain-Portfolio um eine weitere attraktive Adresse. Über eine Auktion bei der Handelsplattform sedo.de sicherte sich das Unternehmen von Thomas Wagner die griffige Domain Shopping.de (www.shopping.de). Zum Portfolio von Unister gehören unter anderem auto.de, geld.de und preisvergleich.de. Auf letztere Seite gelangt derzeit auch jeder, der shopping.de in seinen Browser eintippt.

Über den voraussichtlichen Kaufpreis für die Domain wurde in der vergangenen Woche in der Medienwelt und der Blogosphäre bereits massiv spekuliert. Wer die eingängige Adresse ersteigern wollte, bekam zuletzt diesen Text angezeigt: “Ihr Gebot liegt leider unterhalb des vom Anbieter festgelegten Mindestpreises (1.680.000 EUR). Bitte geben Sie ein höheres Gebot ab!”. Zum Schluss wurde der Verkauf über den Vermittlungsservice von sedo abgewickelt. Welche Summe Unister letztlich für die Domain auf den Tisch gelegt hat, bleibt somit unklar. Die Leipziger wollen sich dazu nicht äußern und verweisen darauf, dass über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart wurde. Rund 1,5 Millionen waren es offenbar aber auf jeden Fall – vermutlich sogar deutlich mehr. Freuen darf sich auf jeden Fall Andreas Malek, Geschäftsführer von Cosoba. Ihm gehörte Shopping.de bisher. Vor fünf Jahren kaufte er die Domain.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. CBS

    Dass Malek die Domain vor fünf Jahren kaufe ist meines erachtens nicht richtig. Denn der vorherige Besitzer, die shopping-services 4U GmbH, hatte noch im November 2004 einen neuen Geschäftsführer bekannt gegeben, ab dann noch einige Zeit die Geschicke von shopping.de leitete. Mehr zum Hintergrund hier. ;-)



  2. sebastian

    shopping-services 4U GmbH = Andreas Malek



  3. Lance

    Sorry, aber einen Kaufpreis von über 1,5 Mio halte ich denn doch eher für eine Marketingente..



  4. CBS

    @sebastian: Sicher? Mir machte das bisher nicht den Anschein…

  5. Völlig angemessener Preis für die Domain, IMO.



  6. Henning

    Könnte Unister eigentlich nicht Probleme mit shopping.com (respektive eBay) bekommen oder ist das bei einer solchen Domain, die ja einen allgemeinen Begriff und nicht ausschließlich einen Markennamen darstellt, eher kein Problem??

    Anyways, komisch eigentlich, dass sich eBay die Domain nicht geschnappt hat, oder?



  7. Harald

    mich würde mal das geschäftsmodell von unister interessieren. vor ein paar jahren haben sie auto.de und geld.de erworben. für auto.de haben sie angeblich sogar einen “mittleren” 7 stelligen betrag gezahlt.
    wie soll den da die kohle wieder reinkommen?



  8. Michel

    Harald, ist das Dein Ernst? Im Vergleich zu vielen anderen Communities ist auto.de mit weitrechend redaktionell betreutem Content, einem Fahrzeugmarkt, Versicherungsvergleich und einem Finanzierungsrechner für Werbetreibende unheimlich attraktiv. Außerdem besitzt die Zielgruppe entsprechende Kaufkraft und “will” das Geld auch ausgeben (für Autos).

    Zahlen Stand Januar 2008:

    Impressions: 10.235.644*
    Visits: 777.001*
    Unique User: 300.000**

    Im Vergleich zu einem studiVZ mögen diese Zahlen zwar gering erscheinen, dafür passt die Zielgruppe aber einfach perfekt für Werbung!
    Meiner Meinung nach ist auto.de da, wo studiVZ nie hinkommen wird – in den schwarzen Zahlen!



  9. Werner

    Geld.de war fuenfstellig.



  10. Carsten

    @Henning: ich weiß nicht genau, ob angelsächsische .de-Domains da eine Ausnahme bilden, aber bei deutschen beschreibenden Domains hast Du nichts zu befürchten. ich bin vor ca. 2 Jahren von dem Besitzer einer Domain mit *ue*.de verklagt worden, weil ich die entsprechende Umlaut-Domain hatte. Das ganze ging bis vors OLG, Revision zum BGH nicht zu gelassen. Er hat nicht nur keinen Anspruch, auch andere beschreibende Doamins (Gattungsbegriffe) snd nciht schütz- bzw. einklagbar. Außerdem, so der Richter, gibt es ja noch genügend Endungen und damit Ausweichsmöglichkeiten. Er hatte übrigens u.a. geklagt, weil ich ihm die Domain zum Kauf angeboten hatte. Für 350 Euro wäre sie ihm gewesen, so war er mit Anwalts- und Gerichtskosten 20.000 Euro los und die Domain habe ich immer noch… (Das ganze zog sich 1,5 Jahre hin und in der Zwischenzeit hatte ich dann doch eine Idee für die Domain – allerdings noch nicht umgesetzt, aber die Domain läuft ja nicht weg)

    Und mit Domains kann man teilweise auch so gut Geld verdienen, ohne dass man unbedingt ein eigenes Geschäftsmodell benötigt:

    http://money.cnn.com/magazines/business2/business2_archive/2005/12/01/8364591/index.htm



  11. Michael

    Das Geschäftsmodell von Unister ist doch ganz offensichtlich

    – attraktive Domains aufkaufen
    – mit (vermutlich) zusammengekauften, aber in Bezug auf die Domain hoch-relevanten Inhalten bestücken (lassen)
    – die Seite nach Strich und Faden SEO-optimieren
    – und finally das ganze recht massiv über Adsense for Content monetarisieren

    Scheint offenbar ziemlich gut zu funktionieren. Ich habe keine Zweifel, dass die das Geld auch wieder einspielen.

    Die besten SEO-Spezialisten arbeiten in der Regel auch nicht viel anders. Meist optimieren sie auf eigenen Domains für irgendwelche Affiliates oder für Adsense besonders attraktive Themenfelder.



  12. Harald

    @michel: naja auto.de scheint mit für die werbetreibende industrie nicht sonderlich attraktiv, wenn ich auf die seite schaue laufen dort vorwiegend unister-eigenwerbung (ab-in-den-urlaub, unister-media, preisvergleich etc.)… ausserdem weiss ich aus eigener erfahrung die grossen spender an grossen marken hängen… stichwort image-transfer… also vw, mercedes etc inserieren eher auf spiegel, autobild etc.

    da leuchtet das adsense/affiliate modell eher ein.
    trotzdem stelle ich mir die frage, wie ich bei 10 mio pis und vielleicht bei einem durchschnittlichen tkp von 2 euro mittelfristig gewinn machen will, selbst bei 20.000 euro/monat dauert das ein paar jahre bis bloss die domain zurückgezahlt ist.. da habe ich noch keine redakteure etc für den inhalt bezahlt.

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  14. CBS

    Harald, hast Du Dich mal mit preisvergleich.de befasst? Das ist in diesem Zusammenhang wohl das vergleichbarste Projekt von Unister. Sie haben die zuvor ebenso eher erfolglose Domain übernommen, dann massiv in Google-Anzeigen investiert, die sie wiederum sehr effektiv über Google-, Affiliate- und Shopping-Kooperationen refinaziert haben. Das wurde bis zur Spitze getrieben, so dass preisvergleich.de viele der jahrelang etablierten Portale in dem Bereich in der Reichweite überholt hat. Als Google dann kurzfristig “den Hahn abgedrehte”, wurde das bislang reine Preisvergleichsportal zur “Info-Community” mit Preisvergleich umstrukturiert. Meines Erachtens kann Unister mit shopping.de nun eine gute Dachmarke für preisvergleich.de und das hauseigene Auktionsportal Auvito schaffen. Im Übrigen ist Unister mit preisvergleich.de Partner im Portal-Netzwerk von Shopping.com (ein eBay-Unternehmen) – trotz des jungeren Wettbewerbs im Auktionsbereich. Irgendwo schließt sich der Kreis dann immer wieder… ich bin extrem gespannt, wie es weitergeht! ;-)

  15. Meines Erachtens hat Unister zuviel dafür bezahlt. Shopping.de war mir vorher überhaupt kein Begriff und ich denke kaum das die einfach mal so 1.5 Millionen in der Kaffeekasse haben.



  16. Michael

    @Oliver, Unister hat mit Sicherheit 1,5 Millionen in der “Kaffeekasse”.

    http://www.gruendernet.de/gruendernews-09-150208/

    Abgesehen davon haben sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen, wie man Ausgaben für Domains innerhalb von 2 – 3 Jahren gut refinanzieren kann.

  17. Nun hat auch sedo den Verkauf verkündet. In der Pressemitteilung heißt es: “Käufer und Verkäufer haben sich darauf geeinigt, den genauen Verkaufspreis vertraulich zu halten. Die öffentliche Diskussion über einen Verkaufspreis von 1,5 Millionen Euro ist nicht korrekt”.

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