Plazes zeigt sein neues Gesicht

“Plazes” ist endlich in der neuen Version online. Mit dem Relaunch macht der Lokalisationsdienst einen Riesenschritt nach vorn. Vor allem, weil die größe Einstiegshürde verschwunden ist. Jeder kann “Plazes” nun ohne Umschweife nutzen. […]

Plazes” ist endlich in der neuen Version online. Mit dem Relaunch macht der Lokalisationsdienst einen Riesenschritt nach vorn. Vor allem, weil die größe Einstiegshürde verschwunden ist. Jeder kann “Plazes” nun ohne Umschweife nutzen. Die Installation der Software ist nicht mehr nötig. “Die Software gibt es zwar weiter, wird aber nicht mehr zwingend gebraucht”, sagt Felix Petersen, Gründer von “Plazes”. Diese weise Entscheidung zahlt sich für das bereits 2004 gestartete Unternehmen bereits aus. “Die Aktivität der User hat sich am ersten Tag versiebenfacht”, sagt Petersen.

Rund 50.000 aktive Nutzer hat “Plazes” nach eigenen Angaben derzeit. Knapp die Hälfe davon hat die “Plazes”-Welt erst im vergangenen halben Jahr entdeckt. Mit der Entfernung der Software-Hürde wird der ehemalige Nerd- und Nischendienst nun sicherlich rasant wachsen. Dazu beitragen wird auch die Erweiterung der “Plazes”-Grundidee. Die Nutzer können die Weltöffentlichkeit nun nicht mehr nur darüber informieren, wo sie sich gerade aufhalten, sondern auch berichten, was sie gerade machen. Das “Twitter”-Prinzip hält somit Einzug in die “Plazes”-Community. Im Gegensatz zum Micro-Blogging-Dienst spiele bei “Plazes” jedoch der jeweilige Ort eine große Rolle.

Neben der Gegenwart in Form von Live-Berichterstattung über das eigene Leben spielt bei der neuen “Plazes”-Version auch die Zukunft und Vergangenheit eine wichtige Rolle. Die Nutzer können der Welt oder ihren Konkaten nun mitteilen, dass sie nächste Woche in London, Berlin oder Bottrop weilen. Oder, dass sie letzte Woche in München waren. Für Petersen ein “Meilenstein” in der Entwicklung von “Plazes”. Ausruhen kann sich die “Plazes”-Mannschaft nach dem erfolgreichen Relaunch leider nicht, nun steht der Umzug in die neuen Büroräume am Monbijouplatz in Berlin an.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.