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Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags:

yingiz verteilt Provisionen

Montag, 11. Februar 2008 08:00

Die Bündelung von Verbraucher-Interessen haben sich Stephan Grell und seine Mannschaft auf die Fahnen geschrieben. Das Projekt der Kölner nennt sich yingiz (www.yingiz.com) und lässt sich am besten als genossenschaftliches Bonusprogramm und Einkaufsgemeinschaft beschreiben. Zum einen können registrierte Nutzer des kostenlosen Dienstes – wie bei vielen anderen Anbietern auch – Provisionen für ihre bei Partnern getätigten Einkäufe kassieren. Dies funktioniert entweder direkt über die yingiz-Website oder über die sogenannte yingBar, eine Erweiterung für Webbrowser. “Diese erkennt bei Aufruf einer Seite aus dem Partnerportfolio automatisch den dahinter stehenden Partner und zeigt dem Nutzer die entsprechende Provisionshöhe an”, teilt das Unternehmen mit.

Besonders die Toolbar-Variante wird von einigen Shop- und Webseitebetreibern allerdings nicht gern gesehen. Dabei geht es vor allem darum, dass Shop-Betreiber so sogar für Nutzer, die direkt auf ihrer Website sind, Provisionen zahlen müssen. Und auch Websitebetreiber, für die Affiliate-Provisionen ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells sind, könnten so immer häufiger leer ausgehen. Zum anderen können die Mitglieder von yingiz sich wie früher bei Letsbuyit zu Einkaufsgemeinsschaften zusammenschließen. Die Betreiber der Plattform verhandeln anschließend mit dem Anbieter der gewünschten Ware und versuchen einen “wesentlich günstigeren Preis” für alle Interessenten rauszuholen.

Aktien statt Provision

Diese beiden bekannten Modelle kombinieren bzw. verkomplizieren Grell und sein Team mit einem Genossenschaftskonzept – denn die selbst ernannte Verbrauchergemeinschaft gehört anteilig den Mitgliedern bzw. jedes Mitglied kann statt seine Provisionen einzusacken, Aktien der yingiz GmbH & Co. KGaA erwerben. Auf der Website liest sich das so: “Jede unmittelbare Provisionsgutschrift berechtigt zur Zeichnung von Anteilen am Unternehmen in Höhe von 50 % der gutgeschriebenen Provision”. Wobei die Teilnahme am Aktienprogramm natürlich optional und völlig unverbindlich sei. Als Dividende werde der gesamte Gewinn von yingiz, auf die Gesamtanzahl der ausgegebenen Aktien ausgeschüttet.

Womit yingiz Geld verdient? Ganz einfach: Nur 60 % der erzielten Provisionen werden an die Mitglieder ausgezahlt. Mit den restlichen 40 % sollen die Betriebskosten und die Provisionen, die jedes Mitglied für die Einladungen von weiteren Nutzern bekommt, bezahlt werden. Der verbleibende Gewinn werde als Dividende an alle Aktionäre ausgeschüttet, heißt es in der Unternehmensbeschreibung. Insgesamt ein recht kompliziertes und vor allen Dingen sehr erklärungsbedürftiges Konstrukt. Die Beschreibung des Aktienmodells spricht Bände: “Generell findet eine 40:60%-Verteilung der individuellen Gemeinschaftserlöse zu Gunsten der yingiz-Teilhaber statt. Du erzielst beispielsweise eine Provision von €100,-, davon verbleiben €40,- in der Gemeinschaft, €60,- werden Dir auf Deinem yingiz-Konto gutgeschrieben. Auf das so angesparte Guthaben, das durch Provisionen und andere Vergütungen kontinuierlich wächst, erhältst Du ein 50%iges Zeichnungsrecht und erhältst yingiz-Vorzugsaktien zum Nennwert von je €1,-. Dieses Zeichnungsrecht erhältst Du jedoch, anhand des oben genanntem Beispiels, nicht nur auf €60,-, sondern auf die gesamten €100,-, das bedeutet für Dich, dass Du statt 30 Vorzugsaktienkaufoptionen, 50 zugeteilt bekommst”.

4.000 registrierte Nutzer

Ende November des vergangenen Jahres ging yingiz nach etlichen Monaten Kopfarbeit offiziell ins Netz. Mit der Resonanz ist Grell zufrieden: “Das yingiz-Netzwerk wächst stetig und profitiert dabei von den Empfehlungen seiner äußerst zufriedenen und überzeugten Mitglieder”. Die Zahl der aktiven Mitglieder gibt der geschäftsführende Gesellschafter von yingiz mit mehr als 4.000. “Bis zu 100 neue yingiz-Nutzer kommen täglich hinzu.” Die Registrierung funktioniert aber auch sehr einfach: Man muss nur seine E-Mail-Adresse eintragen und ein Passwort wählen.

Artikel zum Thema
* Rabatt.net verteilt Provisionen
* Rabatte gibt es auf snipgo

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6 Kommentare

Autor: Christina Cassala

Kategorie: Aktuell

Tags:

Rabatte gibt es auf snipgo

Mittwoch, 31. Oktober 2007 13:56

Viele zahlen wenig, oder: Je mehr, desto günstiger. Mit diesem Geschäftsmodell ging Mitte Oktober das Shopping-Portal snipgo online. “snipgo ist eine Handelsplattform für Einkaufsgemeinschaften im Internet”, sagt Kerstin Oschütz von snipgo. Das Konzept klingt dabei irgendwie vertraut. Immerhin wagte sich schon vor einigen Jahren letsbuyit auf den Markt und scheiterte 2002 damit – nicht zuletzt am Rabattgesetz. Oschütz lässt sich von diesem Negativbeispiel nicht beeindrucken und sagt: “Bei snipgo sind es die Kunden, die den Preis mit dem möglichen Händler vereinbaren.” Ob der sich auf den Preisvorschlag einlässt, steht ihm offen. Oschütz denkt dabei beispielsweise an Saisonware, die die Händler aus ihren Regalen verbannen wollen.

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Bislang ist das Shoppingportal vor allem für Sportler interessant, denn noch gibt es nur die Möglichkeit, Rabatte für Produkte aus den Bereichen Golf, Wasser- und Wintersport sowie Fitness auszuhandeln. “Wir lassen die User entscheiden, welche weiteren Sportarten gefragt sind”, so Oschütz und definiert wenigstens mittelfristig die Zielgruppe. Zurzeit setzen die Gründer um den begeisterten Hobbysportler Peter Dickten noch auf rein virales Marketing und auf das Unternehmensblog. “Die Marketingmaschinerie läuft gerade erst an,” so die Pressesprecherin. Das Team verspricht sich durch Werbung auf sport-affinen Seiten vor allem eine höhere Userzahlen und mehr Händler. Diese werden von snipgo auf Qualität und Service geprüft. Eine Registrierung ist für beide Seiten kostenlos. Erst bei Verkauf zahlt der Händler eine Einkaufsmarge.

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