App für Autofahrer

Mit TankTaler überall 2 Cent pro Liter sparen

Heutzutage sind Smartphones, Wearables, ja sogar die eigene Heizung mit dem Internet vernetzt. Warum hört man bei Autos auf? Autofahren macht Spaß, die Organisation rund ums Fahrzeug nicht", findet Johannes Martens, Mitgründer von Tanktaler, einem Internet of Things-Dienst für fast jedes Auto.
Mit TankTaler überall 2 Cent pro Liter sparen
Dienstag, 5. April 2016VonAlexander Hüsing

Mit TankTaler soll aus jeden Auto ein “Connected Car” werden. Ins Leben gerufen wurde das Start-up (das Unternehmen hinter Tanktaler heißt ThinxNet) von Christoph Geiser, Oliver Götz, Moni Malek und Johannes Martens. “In der Umsetzung sind wir einzigartig, da wir den Nutzern durch unser TankTaler-Punktesystem ein Bonusprogramm mit kostenloser Hardware anbieten”, sagt Mitgründer Martens. Das Bonussystem ist aber nur eines von vielen Produkten, entscheidend ist die angesprochene Hardware, die über den OBD-Anschluss ans Auto angeschlossen wird.

Zu den kostenlosen Features von Tanktaler gehören unter anderem auch Locate your car (Sieh auf deinem Smartphone wo das Fahrzeug geparkt ist), FuelCheck (Überprüfe am Abend wie viele Liter sich noch im Tank befinden) und TireScore (Wie lange halten die Reifen noch?). Darüber hinaus liefert TankTaler ein elektronisches Fahrtenbuch, das automatisch geführt wird. Mehrere Privatinvestoren unterstützen das junge Unternehmen bereits. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht TankTaler-Macher Martens über die Parkplatzsuche, die Automobilbranche und Tankstellenketten.

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Welches Problem wollen Sie mit TankTaler lösen?
Heutzutage sind Smartphones, Wearables, ja sogar die eigene Heizung mit dem Internet vernetzt. Nutzer können sich in Minutenschnelle alle möglichen Informationen besorgen und ihr Smart Home von der Arbeit aus steuern. Warum hört man bei Autos auf? Autofahren macht Spaß, die Organisation rund ums Fahrzeug nicht. Parkplatzsuche, Tank- und Parkrechnungen bezahlen, Fahrtenbücher schreiben – alles lästige Dinge des Alltags. Mit unserem Produkt TankTaler wollen wir diese Dinge automatisiert erledigen lassen. Darüber hinaus ermöglichen wir dem Nutzer, interessante Informationen wie Fahrzeugposition oder Nutzungsstatistiken abzurufen.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet TankTaler ein Erfolg?
Wir sind ein erfahrenes Team und lösen ein großes Problem im Alltag vieler Autofahrer. Mit uns wird es möglich, an der Tankstelle mit einem Klick zu bezahlen, freie Parkplätze zu finden und diese minutengenau zu bezahlen. Unser gesamtes Team ergänzt sich in seinen Kompetenzen positiv. Bis wir zu ThinxNet wurden, haben wir diverse Anwendungsfälle für unser IoT ausprobiert. Schließlich waren wir sicher, dass die Automobilbranche der richtige Ausgangspunkt ist.

Wie wollen Sie Geld verdienen?
Unser Geld verdienen wir über Affiliate Deals und als Einkaufsgemeinschaft. Wenn wir etwa den Kontakt zwischen einem Nutzer und einem Händler über unsere Plattform hergestellt haben, werden wir am Umsatz beteiligt. Andererseits können wir als Gemeinschaft Massenrabatte von Unternehmen einsammeln, welche etwa ihren Umsatz oder Marktanteil steigern möchten, und diese Rabatte an die Nutzer weitergeben. Von diesen behalten wir einen geringen Anteil ein, um uns zu finanzieren.

Wo steht TankTaler in einem Jahr?
Bis dahin möchten wir unsere Nutzerbasis erhöhen und so stark wie möglich wachsen. Das heißt, dass wir in den großen Städten Deutschlands aktiv sein werden. Um dies zu erreichen, arbeiten wir täglich an den Features von TankTaler und ergänzen diese um neue. Gleichzeitig wollen wir neben den freien Tankstellen mit mehreren großen Tankstellenketten zusammenarbeiten.

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Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.