Friederike Tschacksch im Interview Gegessen wird immer – Ein Start-up für Genießer

Brot und Butter gehen immer, dachten sich die Gründer von Gegessen wird immer, das im boomenden Food-Segment im vergangenen startete und sich seither als Online-Lebensmittelhandel versteht. Im Gründer-Kurzinterview spricht Gründerin Tschacksch über Lebensmittel, Bio-Zertifizierung und Warenkorbe.
Gegessen wird immer – Ein Start-up für Genießer

Brot und Butter gehen immer, dachten sich die Gründer des Berliner Startup “Gegessen wird immer”, das in dem boomenden Food-Segment im vergangenen startete und sich seither als Online-Lebensmittelhandel versteht. Im Gründer-Kurzinterview spricht Gründerin Friederike Tschacksch über Lebensmittel des Alltag, Bio Zertifizierung und Warenkorbhöhe.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
“Gegessen wird immer” ist der Online-Lebensmittelhandel für hochwertige Lebensmittel des Alltags. Wir führen Lebensmittel, die von Menschen hergestellt wurden, die sich Ihren Produkten verschrieben haben. Dadurch entsteht die besondere Qualität, die Genuss und Gesprächsthema darstellt und eine Leidenschaft sein kann, über die Menschen gerne zusammen finden. Neben unserem Privatkundengeschäft beliefern wir in Berlin ansässige Unternehmen, Kanzleien und Start-ups mit Obstkörben für das Büro.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Bevor wir mit “Gegessen wird immer” im Mai 2015 online gegangen sind, habe hat Mitgründer Philipp den Shop DeinBiogarten.de betrieben. Hierbei ist immer deutlicher geworden, dass, wenn wir eine Bio Zertifizierung als Auswahlkriterium bei unserer Produktauswahl zu Grunde legen, uns die Möglichkeit auf ganz besondere Produkte verbauen. Wir vertreten die Werte, die hinter dem Bio Siegel stehen, haben aber auch gemerkt, dass es nicht immer ein Siegel für ein richtig gutes Produkt braucht.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Ein Prozent der Lebensmitteleinkäufe werden online getätigt – verglichen mit vielen Europäischen Nachbarn, liegen wir da noch weit zurück. Da braucht es viele Marktteilnehmer, die das Thema in das Bewusstsein der Menschen transportieren und verschiedene Konzepte anbieten. Die Kunden nähern sich diesem Thema, probieren aus und wählen das für sie passende Konzept aus. Wir sind besonders schnell bei den Lieferzeiten. Morgens bestellte Einkäufe können am selben Abend geliefert werden. Außerdem hat jeder Kunde die Möglichkeit, Wunschtermin und -uhrzeit der Lieferung auszusuchen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Dass sich der Lebensmittelmarkt mehr Richtung online verschiebt und es in ein paar Jahren selbstverständlich ist, Lebensmittel auch online zu kaufen.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Lebensmittel haben eine sehr geringe Marge. Warenkorbhöhe, Anzahl der gekauften Produkte und Häufigkeit der Bestellungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Seit letzter Woche verschicken wir deutschlandweit unsere Produkte und wachsen somit bundesweit. Das ist ein großer Schritt, den es zu bestätigen gilt. Langfristig ist sicherlich eine Expansion in die DACH-Regionen vorstellbar.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Bezüglich unseres Angebots möchten wir in den kommenden Monaten das Sortiment abrunden und verfeinern. Dabei versuchen wir nicht den Supermarkt zu ersetzen. Wir wollen die Wünsche unserer Kunden nach köstlichen Produkten des Alltags bedienen. Für die zweite Jahreshälfte stehen frischer Fisch und frisches Fleisch als weitere Meilensteine im Fokus. Und natürlich noch mehr Kunden zu erreichen und von unserem Produktsortiment zu überzeugen.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Friederike Tschacksch studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre und arbeitete im Anschluss direkt bei Rocket Internet und machte zusätzlich einen Abstecher in die Werbung, bevor die ersten Gedanken zu dem Start-up “Gegessen wird immer” entstanden sind.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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