Michael A. Binner im Interview lireco kümmert sich um den “Lebenszyklus einer Immobilie”

"Wir beobachten unseren Markt sehr genau. Bisher konzentrieren sich fast alle Marktteilnehmer auf ein Spezialgebiet. Wir heben uns von diesen Insellösungen ab und bieten unserem Kunden eine Gesamtlösung an", sagt Michael A. Binner, Mitgründer von lireco.
lireco kümmert sich um den “Lebenszyklus einer Immobilie”

Aus München bereichert nun lireco das Proptech-Segment. Das junge Unternehmen wurde von Michael A. Binner und Marius Engel ins Leben gerufen. Das Duo kennt sich bereits viele Jahre. Das Konzept von lireco ist schnell erklärt: Das Start-up will Mieter und Vermieter bzw. Hausverwalter und Mieter dauerhaft miteinander verknüpfen.

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“Wir sind alle hoch motiviert und engagiert”

Im mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht lireco-Mitgründer Binner über Immobilienbesitzer, Wohnungsmieter und Matchingprozesse.

Welches Problem wollen Sie mit lireco lösen?
Die eigene Immobilie stellt für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens dar. Gleichzeitig steht auch unsere Mietwohnung für 30 bis 50 % unserer monatlichen Ausgaben. Trotzdem beschäftigen sich die meisten Menschen fast ausschließlich mit der Wohnungssuche. Die Verwaltung der Ausgaben und Administration rund um unser Zuhause kommen bei den meisten zu kurz. Obwohl es also um ein sehr zentrales Thema geht, beschäftigt sich niemand gerne damit. Wir haben uns die Frage gestellt, warum das so ist. Dabei sind wir darauf gekommen, dass das gesamte Thema rund um Immobilien heute einfach viel zu wenig transparent und viel zu kompliziert ist, um es mit einigermaßen vertretbarem Aufwand für sich zu erschließen. Deshalb haben wir lireco entwickelt. Wir wollen jedem Immobilienbesitzer und Wohnungsmieter eine Plattform bereitstellen, in der er seine Wohnung und alles damit in Verbindung stehende einfach an einem zentralen Ort digital organisieren kann. Ob es darum geht seinem Vermieter einen Schaden zu melden, oder gleich den Hausmeister zu beauftragen, lireco macht’s möglich.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet lireco ein Erfolg?
Wir beobachten unseren Markt sehr genau. Bisher konzentrieren sich fast alle Marktteilnehmer auf ein Spezialgebiet. Wir heben uns von diesen Insellösungen ab und bieten unserem Kunden eine Gesamtlösung an. Der vollständige Lebenszyklus einer Immobilie wird bei lireco abgebildet. Vor allem das Thema Post-Matching, also was nach der Wohnungsvermittlung passiert, ist dabei im nicht-professionellen Bereich derzeit ein gänzlich unbestelltes Feld. Da wir also ein reales Problem adressieren, sind wir sehr zuversichtlich uns erfolgreich am Markt etablieren zu können. Ein weiterer sehr wichtiger Faktor für uns ist unser starkes Netzwerk in der Immobilienbranche und unsere Verbindungen zu großen deutschen Unternehmen. Dies hilft uns vor allem bei der Usergenerierung, da wir darauf abzielen, weitere Partnerschaften mit etablierten Unternehmen einzugehen. Dazu zählen Energieversorger, Finanzdienstleister, wie auch große Immobilienunternehmen. Zu guter Letzt, aber vielleicht am wichtigsten, ist unser starkes Team. Wir sind alle hoch motiviert und engagiert.

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Wie wollen Sie Geld verdienen?
Ein Mieter und Wohungsinteressent wird für die Nutzung von lireco erst einmal nichts bezahlen. Wir planen mittelfristig die Einführung eines Bezahlmodells für Wohnungseigentümer, die lireco nutzen, um Ihre vermieten Immobilien zu organisieren. Also ein Modell, mit niedriger Flat-fee für das gesamte Nutzungsspektrum, das auf eine langfristige Kundenbindung abzielt. Langfristig wollen wir durch Leadgenerierung vor, während und nach dem Umzug unsere Haupteinnahmen erzielen. Im Matchingprozess, also bei der Wohnungsvermittlung, fallen bei uns keine zusätzlichen Gebühren an, weder für Mieter noch Vermieter.

Wo steht lireco in einem Jahr?
So wie wir heute mit Lieferando unser Essen bei jedem beliebigen Lieferservice einfach und bequem immer im gleichen Format bestellen, so soll auch zukünftig jeder mit lireco alle Themen rund um seine Wohnung einfach, schnell und an einem Ort erledigen und organisieren können.

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Foto: Investment risk and uncertainty in the real estate housing market from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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