Best of 15 Fragen Was würden Sie rückblickend anders machen?

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin unseren Fragebogen. Er lebt von der Vergleichbarkeit der Fragen. Heute präsentieren wir die interessantesten Antworten auf die Frage: Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Was würden Sie rückblickend anders machen?

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin unseren standardisierten Fragebogen, den es inzwischen auch in gedruckter Form und als eBook gibt – siehe “Hinter den Kulissen deutscher Start-ups“. Der kurze Fragenkatalog lebt von der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fragen, die alle Gründerinnen und Gründer beantworten müssen. Heute präsentieren wir die interessantesten und besten Antworten auf die Frage: Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?

Ich würde viel öfter Nein sagen. Gerade bei jungen B2B-Startups ist die Gefahr hoch, dass man für größere Kunden und Anfragen vom Kernprodukt abweicht und es so an-passt, dass es zu viele Ressourcen in Anspruch nimmt. Das kostet langfristig Wachstum und Geschwindigkeit.
Michael Kappler von Beaconinside

Wie heißt es so schön: „Wenn man vom Rathaus kommt, ist man klüger.“ Aus der heutigen Sicht würde ich mit dem Kernteam für 3 bis 6 Monate in ein Apartment oder Haus ziehen und Tag und Nacht mit den üblichen Methoden wie lean startup an der Weiterentwicklung der Gründungsidee arbeiten. Hier haben wir in der Gründungsphase viel zu viel Zeit liegen gelassen.
Harald Zapp von relayr

Wie jedesmal – immer damit rechnen, dass alles länger dauert und mehr kostet als geplant.
Marcus Schmitt von vjsual

Wir haben schon vieles anders gemacht als bei einer Reihe an vorangegangenen Gründungen die wir in Bereichen wie Gaming oder Fashion miterlebt oder mitgetragen haben. Gute Tipps sind hier verfänglich, weil jedes Start-up anders ist. Vermutlich ist es auch nur dann erfolgreich, wenn es nicht einfach ein Erfolgsrezept kopiert.
Roland Rust von Sclable

Da gibt es sehr vieles. Ich würde definitiv probieren, schneller Geld aus dem Valley zu bekommen oder schneller Umsatz generieren. Unser Mittelweg eines innovativen, zunächst auf Europa fokussierten B2C-Modells war nicht sinnvoll.
Marcel Düe von Tweek

Wir haben uns zum Start stark auf den B2C-Bereich konzentriert. Mittlerweile ist der B2B-Bereich wichtiger.
Eve Büchner von Refund.me

In der Gründungsphase sind uns unserer Meinung nach bislang keine großen Fehler unterlaufen, die wir vermeiden wollen würden. Die große Erfahrung des Gründertrios hat dafür gesorgt, dass wir von Beginn an stabil aufgestellt waren. Von daher würde ich HomeToGo immer wieder auf dieselbe Weise gründen.
Patrick Andrä von HomeToGo

Auch wenn sich das rückblickend leichter sagen lässt, als es tatsächlich gewesen wäre, würde ich bei einem neuen Anlauf noch rigoroser priorisieren und unwichtige Sachen sofort loswerden. Dinge zu erkennen, die nicht wichtig sind und diese dann auch konsequent auszuschließen, ist vielleicht eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt. Aus meiner Sicht kann das auch nur gelingen, wenn die Shareholder das Gründungsteam unterstützen und ihm Rückendeckung dafür geben.
Nils Fischer von Liefery

Bei Investitionen mehr auf Partner setzen. Aber eigentlich habe ich nicht den Wunsch, rückwirkend etwas zu ändern. Ich bin genau dort angekommen, wo ich hin wollte. Und aus Fehlern konnte ich immer am besten lernen.
Kerstin Schilling von Kontaktlinsenlounge

Wenn wir jetzt alles noch einmal machen würden, würden wir sicherlich vieles direkt effizienter machen können. Rückblickend würden wir aber vieles ähnlich machen. Mit dem Wissen von heute hätten wir unter Umständen in der IT Entwicklung Features anders priorisiert und auch konzipiert. Außerdem uns noch in einem etwas anderem Takt internationalisiert.
Johannes Heinen von StyleLounge

Da ich ja schon mehrmals Gründer war, würde ich hier ganz allgemein sagen, dass der wichtigste Punkt sowohl für Gründer als auch Investoren gerade zum Start eine sinnvolle Verteilung der Anteile ist. Auch sollten nachfolgende Finanzierungsrunden frühzeitig eingeplant werden. Nur so können Gründer auch nach einer A- oder B-Runde noch wirklich motivierend am Unternehmen beteiligt sein.
Diesen Punkt kann man als selbstbewusster Gründer zum Glück von Gründung zu Gründung optimieren. Bei Wine & Gourmet war im somit eigentlich ganz zufrieden und könnte jetzt gar nicht sagen, dass ich hier rückblickend etwas anders gemacht hätte.
Sebastian Post von weinclub.com

Ich würde noch früher Mentoren für verschiedene Bereiche hinzuziehen. Mittlerweile haben wir eine Reihe großartiger Unterstützer und Berater. Gerade am Anfang ist es aber hilfreich, von den Erfahrungen anderer zu lernen, um einfach ein paar Fallen zu umgehen und schneller auf Erfolgskurs zu kommen.
Außerdem würde ich darauf achten, das Führungsteam so aufzustellen, dass alle wichtigen Entwicklungsbereiche abgedeckt sind, also zum Beispiel auch einen genialen Developer ins Team aufzunehmen, falls das eigene Know-how nicht ausreichend vorhanden ist.
Simon Fabich von Monoqi

15 Fragen als eBook und in gedruckter Form

“Hinter den Kulissen deutscher Start-ups: 45 Gründer über den Aufbau ihres Unternehmens”, heißt der erste Titel der neuen Buchreihe von deutsche-startups.de. Unser erstes Buch, ein Best-of der Rubrik 15 Fragen an, steht unter dem Motto: Von Gründern lernen, sich von deutschen Unternehmern inspirieren lassen. 45 Gründer berichten von Ihren eigenen Erfahrungen, geben wertvolle Tipps und teilen ihre Inspirationen mit den Lesern. Weitere Infos über “Hinter den Kulissen”

Foto: Concept of new business project start-up development and launch a new innovation product from Shutterstock.com

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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