Louis Pfitzner im Interview “Ich kenne keinen Namen, der besser zu uns passt”

"Die große Herausforderung war es, eigenständig etablierte Marken nun unter einem Namen zu führen. Das bedeutet, einen kompletten Rebrand in allen Märkten zeitgleich durchzuführen", sagt Salonmeister-Gründer Louis Pfitzner zur Umbenennung in Treatwell.
“Ich kenne keinen Namen, der besser zu uns passt”

Salonmeister ist nun Geschichte. Das Berliner Start-up, das seit Oktober 2014 zum britischen Unternehmen Wahanda gehört, tritt nun unter dem Namen Treatwell, das wiederum seit Sommer des vergangenen Jahres zur Wahanda-Gruppe gehört, auf. Was erstaunlich ist, immerhin wurde die Marke Salonmeister zuletzt noch massiv beworben. Hinter den Kulissen der Buchungsplattform für Beauty- und Wellnesstermine ändert sich aber nichts: Die Salonmeister-Gründer Louis Pfitzner, Phillipp Rechberg und Nils Griess-Nega bleiben in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter für das neue Salonmeister, also Treatwell verantwortlich. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Salonmeister-Mitgründer Pfitzner über das Rebranding, Marken und gute Gefühle.

Salonmeister.de heißt nun Treatwell. Warum diese Umbenennung, immerhin haben Sie noch zuletzt massiv mit dem Namen Salonmeister.de geworben?
Wir hatten eine rasante Entwicklung in den letzten Jahren. Die Hintergründe für die Umbenennung zum jetzigen Zeitpunkt sind daher vielfältig: Als wir 2014 Partner von Wahanda wurden, kam ein Namenswechsel noch nicht in Frage. Der Name Wahanda war für den deutschsprachigen Raum nicht passend, da man sich schwer etwas darunter vorstellen kann. Inzwischen bestehen wir aus fünf Marken, in zehn Ländern – darunter auch der niederländische Anbieter Treatwell. Daher war es für uns jetzt an der Zeit, die europäischen Märkte unter einem gemeinsamen Namen zu vereinen.

Ist Treatwell für den deutschen Markt tatsächlich ein passender Name, den jeder versteht?
Ich kenne keinen Namen, der besser zu unserem Geschäft passt. Der Name Treatwell wird genauso in Deutschland, Österreich und der Schweiz verstanden wie auch in den Niederlanden oder Großbritannien. Außerdem transportiert der Name die richtige Botschaft. Treatwell ist die Kombination von Treatment und Wellbeing, also Behandlung und Wohlbefinden. Und das macht genau den Kern unserer Marke aus. Wir bieten Beauty-Behandlungen, die rundum für ein gutes Gefühl sorgen.

Was waren bei der Umbenennung die größten Herausforderungen?
Die große Herausforderung war es, eigenständig etablierte Marken nun unter einem Namen zu führen. Das bedeutet, einen kompletten Rebrand inklusive neuem Logo und Design in allen Märkten zeitgleich durchzuführen. Zum neuen Markenauftritt steht auch die neue Treatwell-App zur Verfügung, die die bisherige mobile Anwendung von Salonmeister.de ablöst. Dazu gehört aber auch, unsere mittlerweile 20.000 Salons, Studios und Spas europaweit ins Boot zu holen und sie davon zu überzeugen, dass der Service und das Qualitätsniveau gleich bleiben. Und nicht zuletzt müssen wir Treatwell bei unseren Kunden bekanntmachen und ihnen zeigen, dass sich „nur“ der Name geändert hat. Wir sind weiterhin DIE Online-Buchungsplattform für Friseur-, Beauty- und Wellnesstermine.

Wo steht Treatwell in einem Jahr?
Wir wollen unsere Marktführerschaft für Hair- und Beautytermine weiter ausbauen und ganz Europa schöner machen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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