Daniel Vollmer von Flowtify “Hygiene-Dokumentation erfolgt bisher noch auf Papier”

Im Hotel- und Gastrobereich ist eine lückenlose Dokumentation im Hygienebereich unumgänglich. Mit Flowtify ist ein Start-up online gegangen, dass hierfür eine SaaS-Lösung anbietet. Im Gründer-Interview spricht Daniel Vollmer über Cloud-basierte Software, Temperaturen und Füllstände.
“Hygiene-Dokumentation erfolgt bisher noch auf Papier”

Gerade im Hotel und Gastrobereich ist eine lückenlose Dokumentation im Hygienebereich unumgänglich und für das Qualitätsmanangement müssen Mitarbeiter geschult werden. Mit Flowtify ist nun eine Start-up online gegangen, dass hierfür eine SaaS-Lösung anbietet. Im Gründer-Kurzinterview spricht Gründer und Gastronom Daniel Vollmer über Cloud-basierte Software, Temperatur und Füllstände sowie über Franchising-Systeme.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Hoteliers und Gastronomen stehen unter dem täglichen Druck, den Auflagen der lückenlosen, rückverfolgbaren Hygiene-Dokumentation nachzukommen. Dies geschieht bisher noch auf Papier. Ferner müssen die Anforderungen des internen Qualitätsmanagements mit den Mitarbeitern kommuniziert werden. Flowtify bietet für das Problem eine benutzerfreundliche Cloud-basierte Software-as-a-Service-Lösung. Mitarbeiter werden bei der Ausführung von Aufgaben durch Videos, Fotos und Textdateien unterstützt. So können auch ungelernte Mitarbeiter alle relevanten Aufgaben selbstständig und ordnungsgemäß dokumentieren.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich Ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Das Konzept als solches hat sich nur minimal verändert. Mit Beginn des Techstars METRO Accelerators, an welchem wir teilnehmen, haben wir uns in den ersten drei Wochen noch intensiver mit dem Internet of Things für unsere Kundschaft beschäftigt.

Wir wollen die täglichen Arbeitsabläufe in der Gastronomie durch Sensoren entlasten und die Sicherheit erhöhen. Ferner arbeiten wir an einer E-Learning-Integration, um zukünftig das Onboarding von neuen Mitarbeitern zu vereinfachen.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Unsere Mitbewerber sind kleinere Hygiene-Apps, welche das Thema des allgemeinen Qualitätsmanagements, sowie die Sensorik und E-Learning-Fähigkeiten noch nicht für Ihre Produkte ausnutzen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Wenn unsere Beta-Tester nach Beendigung der Testphase selber zu zahlenden Kunden konvertieren wollen! Im Rahmen des Beta-Tests prüfen wir nicht nur Soft- und Hardware, sondern auch unterschiedliche Betriebsarten, wie zum Beispiel Bäckereien, Restaurants, In-House-Food-Konzepte und einen Kindergarten. Sobald wir den Proof of Concept unserer Software erbracht haben, können wir den Vertrieb sehr viel besser aufbauen. Pre-Orders werden mit einem Early-Bird-Discount ab dem 01.12.2015 über unsere Website (www.flowtify.de) möglich sein.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Unsere Dienstleistung ist als SaaS-Modell mit monatlicher Zahlungsweise angelegt. Unsere Preise sind dabei abhängig von der Anzahl der Filialen eines Kunden. Ab 1.500 Kunden arbeiten wir kostendeckend.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Mittelfristig zählen wir kleine Franchising-Systeme und Ketten im deutschsprachigen Markt zu unserer Zielgruppe. Langfristig streben wir eine Expansion im europäischen Raum an.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Bis Ende 2016 wollen wir mindestens 500 zahlende Kunden gewinnen und unsere Lösung durch neue Funktionen weiter automatisieren. In diesem Bereich sehen wir großes Potenzial zur Kostenreduzierung für Betriebe sowie zur Entlastung von Mitarbeitern.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Daniel Vollmer ist Gründer von Flowtify und war zuvor 15 Jahre lang im Filmgeschäft tätig, wovon er zehn Jahre als Regie-Assistent für Kino, Werbung und Fernsehspiele gearbeitet hat. Nebenher entwickelte, produzierte und vertrieb er eine Anrufbeantworter-CD, Kartenspiele und schrieb als Co-Autor ein Film-Quiz-Buch. Seit 2004 gehört Daniel Vollmer das „Café Franck“ in Köln.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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