Entlassungen Home24 trennt sich kurz vorm Fest von Mitarbeitern

Profitabilität ist im Hause Rocket Internet plötzlich wichtig - auch bei Home24. Nach Informationen von deutsche-startups.de entlässt der Möbelshop insgesamt 35 Mitarbeiter - was das Start-up uns auch bereits bestätigte. Zuletzt beschäftige das Unternehmen rund 1.200 Mitarbeiter.
Home24 trennt sich kurz vorm Fest von Mitarbeitern

Im Rocket-Imperium wird gerade alles massiv auf Profitabilität getrimmt – nun erwischt es auch den Ikea-Herausforderer Home24. Nach Informationen von deutsche-startups.de entlässt der stylische Möbelshop insgesamt 35 Mitarbeiter – was das Start-up uns auch bereits bestätigte. Zuletzt beschäftige das umtriebige Unternehmen, das gerade erst FashionForHome übernommen hat, rund 1.200 Mitarbeiter.

Zum Hintergrund: Home24 will sich weiter auf Eigenmarken konzentrieren. Die entlassenden Mitarbeiter waren somit laut Unternehmensangaben überwiegend im Einkauf und der Marketingabteilung tätig. In der Szene kursierten zuvor tagelang Gerüchte, dass sich der Möbel-Shop von bis zu 20 % seiner Mitarbeiter trennen wolle – was das Start-up dementierte. Die Entlassungen sollen zudem der Steigerung der Probabilität des Unternehmens dienen, wie es aus der Jungfima heißt.

Home24 erwirtschaftete in den ersten neun Monaten dieses Jahres 172,3 Millionen Euro Umsatz, bei 56,2 Millionen Verlust. Gerade die Verluste will Rocket-Chef Oliver Samwer nun überall im Unternehmen verringern. Drei der sogenannten “Proven Winners”, also Start-ups die Rocket Internet für berichtenswert hält, sollen in den nächsten 24 Monaten Gewinne schreiben. “Unsere Proven Winners setzen ihren starken Wachstumskurs fort, während sie kontinuierlich ihre Profitabilität verbessern”, sagte Samwerbei der Verkündung der neuesten Zahlen. Ein Satz der im Rocket-Imperium für weitere schmerzhafte Einsparungen sorgen wird.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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