Offline Ein Gründer redet Tacheles: Darum bin ich gescheitert

Scheitern ist und bleibt keine Schande. Arkadius Jonczek wollte mit seinem Start-up Gelondo, einem hippen FinTech-Dienst, durchstarten, schaffte es aber nicht. Seine Erfahrungen kann jeder in dieser gelungenen Präsentation nachlesen. Danke für diesen Einblick!
Ein Gründer redet Tacheles: Darum bin ich gescheitert

Arkadius Jonczek ist mit seinem Start-up Gelondo auf die Nase gefallen. Was überhaupt nicht schlimm ist! Denn Jonczek hat in den acht Monaten, die er das FinTech-Unternehmen aufgebaut hat, eine Menge gelernt. “Trotz der kurzen Zeit konnte ich viele Erfahrungen mitnehmen. Aber auch vor Gelondo hatte ich schon kleine Misserfolge mit gestarteten Start-ups”, schreibt er über seinen Vortrag auf der codetalks vor wenigen Wochen.

Seine Erfahrungen kann jeder in dieser gelungenen Präsentation nachlesen. Wer noch tiefer in die Materie einsteigen möchte, hier entlang: “WHYown.it? ist gescheitert – Der Gründer erklärt, warum“.

Passend zum Thema: “Scheitern ist keine Schande: 12 mutige Gründer reden über ihr Scheitern

Foto: a young caucasian man at his office desk with a rubber stamp with the word failed from Shutterstock
  • StephanL

    Den Tenor “Das Team ist wichtiger als die Idee” habe ich in den letzten Jahren gefühlt 2.000mal in diversen Kursen, Vorträgen etc. gehört.

    Ich halte das für einen No-Brainer. Wetten, dass das Team durchgehalten hätte wenn das Geschäft gut gelaufen wäre? Streitigkeiten treten doch gerade dann auf wenn es eben nicht läuft. Sobald einer oder mehrere anfangen den Glauben zu verlieren, was eben vorkommt wenn man nach 8 Monaten nicht entscheidend weitergekommen ist.

    Wenn eine Idee nicht fliegt und sich Teile des Teams das nicht eingestehen wollen, löst sich das Team im Streit auf und der Gründer, der nach wie vor an die Idee glaubt, behauptet hinterher der Grund für das Scheitern sei das Team. Was sollte er auch sonst sagen? Alles andere wäre ja das Eingeständnis, dass die Idee nicht gut ist.

  • Alexander Scholz

    Entschuldigung, das nennen Sie eine gelungene Präsentation? Ich hatte die flaschen Leute um mich, ich habe mich zusehr ablenken lassen und ich kan mit generischen Floskeln um mich werfen und ein Paar “Facebookbildchen” reinkopieren? Vielen Dank, fünf Minuten verschwendete Lebenszeit. Immerhin hatte er recht, soziale Medien sind Zeitfrsser… schade wenn man dann selbst gewollt/ungewollt dazu beiträgt.

  • http://www.great2gether.com/ Atilla Boz

    Warum wird scheitern in letzter Zeit so hoch gehalten? Naja trotzdem herzlichen Glückwunsch.

  • Jan

    ich würde noch den Tipp hinzufügen: mit 26 keine Firma gründen! Es gib vereinzelt Gegenbeispiele aber in den meisten Fällen sind 5-10 Jahre Berufserfahrung stark von Vorteil – denn oft scheitern Startups an handwerklichen Fehlern die jemanden mit (Führungs-)erfahrung nicht passiert wären.

  • vero kaiser

    generell:
    das ist keine Analyse, sondern einen Aneinanderreihung von “leeren” Worthülsen.
    Nehmen wir mal an, diese Gründer müsste eine BWA und einen Businessplan für eine Bank formulieren, dann würde jeder Prokurist sagen:
    Okay, Banken geben niemanden aus dem “Kindergarten” Geld.

    Für mich als Unternehmensberater ist diese intellektuelle Dünnheit erschreckend.

  • Marc

    Die deutsche startup szene ist viel, viel weiter. Vor 17 jahren als die ersten unis in d und ch entrepreneurship entdeckt haben konnte man mit diesen learnings ein paar erstsemester beeindrucken. Ich finde es problematisch, wenn das scheitern bei gründern identitätsstiftend wird wie bei arkadius und als investor wäre ich angesichts der offensichtlich geringen tiefe und qualität der erkenntnisse besorgt ob er überhaupt das richtige gelernt hat um es beim nächsten mal besser zu machen. DS: so eine präsentation als gelungen zu bezeichnen – naja. Wenn ihr schon über scheitern schreibt, dann bitte über erfolgreiches scheitern, grosses scheitern, und nicht solche kinkerlitzchen.

  • Mango

    Wer gibt öffentlich Fehler zu? Die meisten Menschen sind kaum in der Lage sich selbst zu reflektieren und dafür Verantwortung zu übernehmen. Es ist mutig und unbedingt nötig über gescheiterte Ideen zu sprechen, denn jeder kann davon profitieren. Mit 26 Jahren sind die Erfahrungen eines Gründers sicherlich andere, als die eines 58 jährigen.
    Und so ist dieser Vortrag auch zu sehen, es handelt sich um einen Erfahrungsbericht (keine Meta-Analyse), ein Blickwinkel einer Person, die unterm Strich für sich steht, aus der Vergangenheit gelernt hat und ihren Weg weiter geht.
    Das hat Repekt verdient und kein Negaiv-Gequatsche von Pseudoexperten. Jeder der kein konstruktives Feedback geben kann, hat keine Führungsqualität.

  • Mango

    @Kaiser
    Erschreckend, dass jeder Unternehmensberater werden darf.
    Reden Sie auch so mit Ihrem Klientel?

    • Owe Jessen

      Mit manchem Kunden muss man so reden, damit es ankommt. Welches diese Kunden sind, dafür braucht man die Soft Skills.

  • http://www.der-pfeifer.com Stefan Pfeifer

    Naja, alles auf das Team abschieben ist auch nicht Wahre …

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