Übernahme statt Abwicklung Lidl stellt bei Kochzauber den Herd wieder an

Eigentlich kreiste beim Berliner Start-up Kochzauber, 2012 gestartet, der Abbruchkochlöffel. Dann deutete sich - wir berichteten - ein edler Ritter an, der das Unternehmen übernehmen wollte. Künftig lebt das Unternehmen unter der Obhut von Lidl weiter.
Lidl stellt bei Kochzauber den Herd wieder an

Wie bereits berichtet, war seit einigen Wochen ein weißer Supermarkt-Ritter für Kochzauber in Sicht. Als Namen waren in der Branche Edeka, Metro, Aldi, Lidl und Rewe zu hören. Wobei das Wörtchen Metro im Zusammenhang mit Kochzauber dabei sehr häufig fiel. Am wahrscheinlichsten erschien dennoch Rewe, denn der Handelsriese investiert gerade massiv ins digitale Geschäft. Wie Gründerszene aktuell berichtet, geht Kochzauber nun aber definitiv an Lidl.

Der Kaufpreis ist nicht bekannt, dürfte aber nicht hoch gewesen sein. Immerhin war Kochzauber-Eigner mytoys.de in keiner guten Verhandlungsbasis. Kochzauber werde nun mit 14 der bisher rund 20 Mitarbeiter weitergeführt. Hinzu kommen außerdem vier Mitarbeiter von Lidl, darunter die neuen Geschäftsführer Christoph Müller und Hannes Pagel, heißt es im Bericht weiter. Eigentlich kreiste beim Berliner Start-up, 2012 gestartet, zuletzt der Abbruchkochlöffel – siehe “HelloFresh-Konkurrent Kochzauber stellt den Herd ab“.

Lidl wedelte im Zuge der Übernahme vor allem bei den ehemaligen Mitarbeitern mit dem Scheckbuch. Einzelnen ehemaligen Kochzauber-Mitarbeitern wurde – damit sie zurückkommen – ein Aufschlag von bis zu 20 % auf ihr altes Gehalt angeboten. Kochzauber wurde 2012 von Steffi Keuler und Frederic Knaudt in Zusammenarbeit mit Project A gegründet. Nun lebt das Konzept im Hause Lidl weiter. Der gigantische Einzelhändler trat bisher kaum in der jungen Digitalwirtschaft in Erscheinung. Zumindest innovativ kopiert war zuletzt die Lidl Vorratsbox, die eine Adaption von Amazon Pantry ist.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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