Geldanlage für Privatanleger Scalable Capital will aus 10.000 Euro mehr machen

"Wir geben mit moderner Technologie einer breiten Gruppe von Anlegern Zugang zu einer hochwertigen und günstigen Form der Geldanlage, die bislang nur sehr wohlhabenden Investoren vorbehalten war", erklärt Gründer Podzuweit das Konzept von Scalable Capital.
Scalable Capital will aus 10.000 Euro mehr machen

Erik Podzuweit, Florian Prucker, Adam French und Patrick Pöschl kennen sich schon seit Jahren. Die Gründer von Scalable Capital wirkten lange Zeit bei Goldman Sachs – in den Segmenten Trading, Structuring und Sales. Nun starten die Münchner mit einem FinTech-Start-up durch – kein Wunder bei der beruflichen Vergangenheit. Mit an Bord ist zudem Professor Dr. Stefan Mittnik von der LMU München, welchen Scalable Capital-Macher Podzuweit aus seiner Studienzeit kennt. Das Konzept der Bajuwaren ist kompliziert: Scalable Capital bietet seinen Kunden nach eigener Beschreibung: “ein global diversifiziertes und auf die persönliche Risikoneigung zugeschnittenes ETF-Portfolio, das mit Hilfe einer ausgefeilten Risikomanagement-Technologie rund um die Uhr überwacht und verwaltet wird”.

“Wir geben mit moderner Technologie einer breiten Gruppe von Anlegern Zugang zu einer hochwertigen und günstigen Form der Geldanlage, die bislang nur sehr wohlhabenden Investoren vorbehalten war”, erklärt Podzuweit das Konzept etwas verständlicher. In einem Jahr wollen Podzuweit und Co. mit Scalable Capital “die Anlaufstelle bei der Geldanlage für digital-affine Menschen” werden. Und so funktioniert das Start-up ganz genau: Scalable Capital erstellt für seine Kunden (Mindestanlagebetrag: 10.000 Euro) ein “individuell angepasstes, global diversifiziertes Portfolio für den langfristigen Vermögensaufbau”. Die Plattform-Betreiber setzen dabei auf sogenannte Exchange-Traded-Funds (ETFs).

Aber nicht irgendwelche: Das Team will nur die “besten und kosteneffizientesten” auswählen. Dann hört die Arbeit von Scalable Capital aber noch nicht auf, auch um die Überwachung und das Management des Portfolios kümmert sich das Start-up. Das im Dezember des vergangenen Jahres gegründete Unternehmen finanziert sich dabei über eine Gebühr in Höhe von 0,75 % des verwalteten Kundenvermögen. “Dies beinhaltet die Vermögensverwaltung, Konto- und Depotführung, sowie alle Wertpapiertransaktionen”, sagt Podzuweit.

Der größte Investor hinter Scalable Capital ist Holtzbrinck Ventures (auch an ds beteiligt). Mit an Bord sind außerdem Monk’s Hill Ventures, der Fonds von Peng T. Ong (Match.com und Interwoven), der Berliner Venture-Capital-Geber German Startups Group und MPGI, der Fonds von Ex-Epic-Macher Mato Peric. Und auch die Business Angels Reiner Mauch, Mitgründer von Consors, Rahul Mehta, Managing Partner von Digital Sky Technologies (DST Global), und Steffen Pauls, ehemaliger Managing Director von KKR, sind beim Start-up an Bord.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • Micha

    Ist das nicht einfach eine wealthfront-copy?

  • Kosmopolit

    Wealthfront, Nutmeg, future advisor, in Deutschland vaamo oder quirion –

    automated etf investment ist wirklich kein Hexenwerk, der Artikel reine PR – vermutlich sogar vom Startup selbst geschrieben.

    Keine Ahnung wieviel wealtfront Klone jetzt in Deutschland schon unterwegs sind…
    Aber ein funktionierendes Geschaeftsmodell hat bisher keiner, und in DEutschland ist der Markt fuer Geldanlagen dann doch etwas anders.

    Und der Kundennutzen ist so gering. Wenn der Kunde einfach einen ETF auf den MSCI World kauft, ist der Fehler, den er damit macht so gering.
    Jede Bank kann so einen Robot innerhalb von Minuten nachbauen.
    Und selbst ein BWL Student braucht wohl nicht laenger als einen Tag fuer so ein Model.

  • Scalable Capital

    Wir sehen uns nicht als Wealthfront-Kopie, denn wir haben ein anderes Investment-Modell und bieten daher einen spezifischen Mehrwert gegenüber existierenden Anbietern.

    Unser Fokus liegt auf einem datengetriebenen, automatisierten Risikomanagement-Tool, das jedes Kundenportfolio 24/7 überwacht und automatisch anpasst, wenn das Risikolimit des Kunden nicht eingehalten wird. Das Ganze basiert auf sogenannten Monte-Carlo-Simulationen, die für die Portfolios auf Basis aktueller Risikodaten zu den einzelnen Anlageklassen laufend eine Risikoprojektion durchführen. Diese Technologie basiert auf neuesten Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung und erfordert einiges an Datenbearbeitungskapazität sowie einen sorgfältig parametrisierten Algorithmus. Wir sind uns sicher, dass dies von einem BLW-Studenten nicht ad hoc repliziert werden kann, denn diese Technologie war aufgrund Ihrer Komplexität, der Datenanforderungen und der Rechenintensität in der Vergangenheit nur institutionellen Investoren zugänglich. Hinzu kommt die sorgfältige Auswahl des ETF-Portfolios hinsichtlich Kriterien wie Kosten oder Liquidität – hier suchen wir aus einem Universum von 1.500 die absolut besten für unsere Investoren aus (ohne mit festen Partnern zu arbeiten, da wir auch keine Kick-Backs bekommen).

    Wichtig ist auch: wenn man einen ETF auf den MSCI World kauft, ist man sicherlich schon deutlich besser unterwegs, als wenn man sein Geld auf dem Bankkonto liegen lässt. Doch das Problem dabei sind die Kursschwankungen, die zum einen viele Investoren so nervös machen, dass sie doch (oft zum falschen Zeitpunkt) wieder aussteigen. Zum anderen mag der MSCI World nach 10 oder 15 Jahren mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit eine positive jährlich Rendite erwirtschaften (während er nach nur 2 oder 3 Jahren durchaus auch mal im Minus liegen kann), aber das hilft Investoren nicht, die nach einem oder 2 Jahren realisieren, dass sie z.B. eine Wohnung kaufen wollen und ihr Portfolio auflösen müssen. Wenn dann das Portfolio gerade mit 10% im Minus ist, haben sie ein massives Problem. Unser Ansatz kann daher helfen, mehr Transparenz darüber zu schaffen, welche Portfoliozusammensetzung mit welchem Verlustrisiko einhergeht und genau das Verlustrisiko, mit dem man sich wohl fühlt, auch einzuhalten. Denn welcher Investor ist sich schon darüber bewusst, wie das aktuelle Verlustrisiko des MSCI World aussieht (sprich: welcher Verlust ist z.B. mit einer Wahrscheinlichkeit von 5% im nächsten Jahr zu erwarten?).

    Wir freuen uns über jeden, der sich unser Konzept auf unserer Website genauer anschaut, denn dann sollten die Unterschiede zu den von Dir genannten Anbietern schnell klar werden.

    Euer Scalable-Capital-Team

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