Gastbeitrag von Joachim Schwarz CarSharing als günstige Alternative zum Firmenfahrzeug

Der Aufwand, den Unternehmer für ihr Firmenfahrzeug betreiben müssen, ist beachtlich. CarSharing ist deswegen gerade für Start-ups eine sinnvolle und oft preisgünstigere Alternative zum eigenen Firmenfahrzeug, denn die Kosten richten sich transparent nach der tatsächlichen Nutzung.
CarSharing als günstige Alternative zum Firmenfahrzeug

Das Kraftfahrtbundesamt zählte Anfang 2014 rund 4,5 Millionen gewerblich genutzte Fahrzeuge in Deutschland. Der Aufwand, den Unternehmer und Selbstständige in der Regel für ihre Firmenfahrzeuge betreiben müssen, ist beachtlich: Anschaffung, Versicherung, Wartung und Pflege verschlingen viel Zeit und Geld. Überdies sind zentrale Parkmöglichkeiten meistens knapp und eigene Parkplätze entsprechend teuer.

Kosten richten sich nach Fahrzeugnutzung
CarSharing ist gerade für Start-ups eine sinnvolle und oft preisgünstigere Alternative zum eigenen Firmenfahrzeug, denn die Kosten richten sich transparent nach der tatsächlichen Nutzung. So kann das Startkapital statt in einen Firmenwagen in das Kerngeschäft investiert werden. Mit CarSharing können Gründer nach Bedarf auf eine große Fahrzeugflotte mit verschiedenen Fahrzeugmodellen zugreifen. Wartung und Pflege übernimmt der CarSharing-Anbieter. Ein willkommener Nebeneffekt: Durch die Nutzung der CarSharing-Fahrzeuge verringert sich langfristig der ökologische Fußabdruck des Start-up-Unternehmens. Einige CarSharing-Firmen sind mit dem Blauen Engel ausgezeichnet, dem Siegel für besonders nachhaltige Mobilität.

Qual der Anbieterwahl
In großen Städten gibt es mittlerweile eine Vielzahl an CarSharing-Unternehmen und es ist nicht ganz einfach, den für die eigenen Zwecke richtigen Anbieter zu finden. Daher sollte man vorher auf Folgendes achten:

1. Standort
Der jeweilige Standort der CarSharing-Fahrzeuge ist ein maßgeblicher Faktor. Steht das Auto zu weit entfernt, ist eine häufige und vor allem kurze Nutzung zu zeitaufwändig und die eigene Terminplanung wird unnötig erschwert. Im Idealfall sollte sich mindestens eine CarSharing-Station mit reservierten Stellplätzen in fußläufiger Entfernung befinden. In einigen Großstädten gibt es zudem so genannte „Free Floating“-Angebote, das sind Mietwagen, die nicht an feste Stellplätze gebunden sind. Sie werden stattdessen in einem definierten Stadtbereich nach Bedarf am Straßenrand geparkt und vom nachfolgenden Nutzer von dort aus weitergefahren. Diese Fahrzeuge eignen sich jedoch eher für kurze, sogenannte „One-Way-Fahrten“ innerhalb der Stadt. Längere Dienstfahrten gehen bei dieser Variante sehr schnell ins Geld. Hier sollte genau verglichen werden, welches Angebot sich am besten für den jeweiligen Bedarf eignet.

2. Fahrzeuge
Für Selbstständige, die häufig große Gegenstände oder viel Gepäck transportieren müssen, kommt nur ein Anbieter in Frage, der auch größere Fahrzeugmodelle wie zum Beispiel Kombi, Van oder Transporter im Fuhrpark hat. Soll das CarSharing-Fahrzeug nicht zu offensichtlich als solches erkennbar sein, stellen einige Anbieter auch sehr dezent gebrandete Autos zur Verfügung oder bieten sogar an, dass Fahrzeug temporär während der Fahrt mit dem eigenen Logo auszustatten.

3. Service
Bei einer Dienstfahrt sollte alles möglichst reibungslos verlaufen. Ein guter CarSharing-Service ist deshalb rund um die Uhr erreichbar. Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass zum Beispiel bei einem kurzfristigen Fahrzeugausfall der nachfolgende Kunde rechtzeitig benachrichtigt und ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt wird. Einige CarSharing-Unternehmen bieten für Geschäftskunden auch exklusiv reservierte Zeitfenster für bestimmte Fahrzeuge an oder bei entsprechender Auslastung eine eigens eingerichtete CarSharing-Station auf dem Firmengelände.

4. Kosten
Je nach Art und Dauer der Nutzung lohnt es sich natürlich, bei sonst gleich guten Voraussetzungen auch die Preise der verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen. Zählt man sämtliche Kosten rund um ein eigenes Fahrzeug zusammen, ist CarSharing unabhängig vom Anbieter oft die preisgünstigere Alternative. In jedem Fall gewinnen CarSharing-Kunden durch den Zugriff auf verschiedene Automodelle eine hohe Flexibilität und durch die Auslagerung von Pflege, Wartung und Verwaltung der Fahrzeuge deutlich mehr Zeit für andere Dinge.

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Zur Person
Der Verkehrsplaner Joachim Schwarz ist seit der Unternehmensgründung im Jahr 2000 Geschäftsführer der Holdinggesellschaft cambio Mobilitätsservice GmbH & Co. KG. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen, neben der Technologie- und Produktentwicklung, in der Beratung und Betreuung der cambio Tochterunternehmen. Die cambio-Gruppe bietet service- und bedarfsorientiertes CarSharing und kombiniert moderne und spritsparende Fahrzeuge mit flexiblem 24-Stunden-Service und kostengünstigen Preistarifen.

Foto: miniature colorful cars standing in line showroom sale concept from Shutterstock
  • Andreas Brenner

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