Gastbeitrag von Alexis Renard Start-ups sollten unbedingt auf E-Mail-Marketing setzen

Marketing ist wichtig - gerade für Start-ups. Ein Kanal, den viele Start-ups dabei zunächst nicht auf dem Schirm haben, ist das E-Mail-Marketing. Doch gerade für junge Unternehmen kann sich der Klassiker lohnen. Dieser Gastbeitrag zeigt fünf Gründe, warum die E-Mail der perfekte Einstieg in die Kommunikation ist.
Start-ups sollten unbedingt auf E-Mail-Marketing setzen

Gerade in der Startphase von Unternehmen spielt Marketing eine enorm wichtige Rolle, gilt es doch, die eigene Idee in aller Munde zu bringen. Das Budget, das für diese große Aufgabe zur Verfügung steht, ist jedoch in den meisten Fällen eher klein bemessen. Umso wichtiger, die einzelnen Maßnahmen im Marketing-Mix sorgfältig auszuwählen. Ein Kanal, den viele Start-ups dabei zunächst oft nicht auf dem Schirm haben, ist das E-Mail-Marketing. Doch gerade für junge Unternehmen kann sich der Klassiker lohnen. Dieser Gastbeitrag zeigt fünf Gründe, warum die E-Mail der perfekte Einstieg in die Kommunikation ist.

Totgesagte leben länger: Die E-Mail ist stärker denn je!
Bereits seit 30 Jahren im Dienst, hat die E-Mail, obwohl böse Zungen gerne das Gegenteil behaupten, noch lange nicht ausgedient. Täglich werden weltweit über 109 Milliarden geschäftliche E-Mails versendet, in Deutschland durchschnittlich immerhin 1,28 Millionen pro Monat (Mailjet Studie 2014). Darüber hinaus gehen laut einer aktuellen Mailjet Studie 46 Prozent der befragten deutschen Marketing-Entscheider davon aus, dass sich die Nutzung des Kanals in den nächsten fünf Jahren sogar noch steigern wird. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Im Netz kommt man nur schwer um das Einrichten einer E-Mail-Adresse herum. Gleichzeitig bleibt der Kanal auch in Zeiten von Smartphone, Tablet und Co. aktuell, da er über Apps kompatibel mit allen Gerätetypen ist und Konsumenten somit über den ganzen Tag hinweg begleitet.

Günstig und messbar: Unschlagbarer ROI!
Während zum Beispiel die gewinnbringende Umsetzung einer Google AdWords-Strategie sehr aufwendig ist und vor allem viel Vorwissen erfordert, lässt sich ein Konto bei einem E-Mail-Service-Provider in nicht einmal fünf Minuten einrichten. Die Mailings selbst können dann auch ohne großes Know-How intuitiv erstellt werden, so dass die Kundenansprache schnell und unkompliziert beginnen kann. Die Ergebnisse sind anders als beispielsweise bei Social Media-Aktivitäten sehr gut mess- und auswertbar, so dass die E-Mail mitunter mit einem unschlagbaren ROI von bis zu 4300 Prozent aufwartet. Ein guter Start, um mit wenig Aufwand Erfolge zu erzielen, sind einfache und automatisierte Transaktionsmails, wie zum Beispiel Willkommens- oder Bestätigungsmails. Sie bieten einen ersten Kontaktpunkt zum Kunden und geben ihm das Gefühl, gut aufgehoben zu sein.

Virtueller Schaufenster-Bummel: E-Mails machen Kauflaune!
Spätestens seit der Einführung des so genannten Werbungstab von Google Mail, der kommerzielle Botschaften automatisch in einen eigenen Ordner sortiert, ist die E-Mail zum besten Freund von Kauflustigen geworden. Anders als zum Beispiel in Social Media-Kanälen, entscheiden Konsumenten so ganz bewusst, wann sie Lust auf Unternehmensbotschaften haben und nehmen diese dann viel aufmerksamer wahr. Sind sie in Shopping-Laune, scannen sie zunächst ihren Werbungstab nach spannenden Angeboten. Gleichzeitig müssen sich Anbieter keine Sorgen machen, dass auf diese Weise wichtige Transaktionsmails untergehen, diese landen weiterhin im regulären Postfach.

Langfristige Bindung: E-Mails als Freundschaftspflege im Marketing-Mix
Während sich Social Media als perfektes Tool für die Echtzeitkommunikation etabliert hat, ist die E-Mail nach wie vor ein bewährtes Mittel zur Kundenbindung. Regelmäßige Newsletter mit Neuigkeiten, Angeboten und Anekdoten aus dem Unternehmensalltag erlauben es, immer wieder mit Kunden in Kontakt zu treten und sie so zurück auf die Webseite oder in den Shop zu locken. Auch inaktive Kunden können auf diese Weise animiert werden, sich wieder mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Wie ReturnPath zeigt, schenken 45 Prozent der Empfänger von Reaktivierungsbotschaften auch folgenden E-Mails wieder mehr Aufmerksamkeit.

Lange Lebensdauer im Posteingang: E-Mail bleibt Kunden erhalten
Mit E-Mails haben Unternehmen die Chance, lange einen Stein im Brett oder besser eine Nachricht im Postfach ihrer Kunden zu haben. Anders als beispielsweise in Social Media-Kanälen, wo einzelne Postings nur kurzfristige Aufmerksamkeit genießen, bleiben Unternehmensmails im Posteingang der Kunden erhalten, bis sie Zeit haben, sich damit zu befassen. E-Mails sind somit ständige Begleiter der Konsumenten und bringen sie wieder und wieder in Kontakt mit den Botschaften eines Unternehmens. Ein weiterer Vorteil: Beschäftigen sie sich dann mit einer Nachricht, ist ihre Aufmerksamkeit dafür umso höher.

Passend zum Thema: “Die wichtigsten Trends im weltweiten E-Mail-Marketing” und “21 Newsletter-Tools für erfolgreiches E-Mail-Marketing“.

Zur Person
Alexis Renard ist CEO des All-in-One E-Mail-Service-Provider Mailjet. Gegründet im Jahr 2010 in Paris (Frankreich) von Julien Tartarin, Wilfried Durand, Thibaud Elziere und Quentin Nickmans, hat sich Mailjet als einer der führenden europäischen Email-Service-Provider etabliert, der weltweit in verschiedenen Büros über 25.000 Kunden betreut.

Foto: Businessman sitting at office desk working on laptop and using the internet for emailing symbolized by the stand-alone letter at symbol from Shutterstock
  • http://www.startworks.de Matthias Barth

    Hallo Herr Renard,

    da kann ich nur zustimmen. Ich schaue auch immer wieder in fragende Gesichter, wenn ich empfehle, E-Mail-Marketing zu betreiben. Ich habe deshalb gerade gestern die Zahlen von meinem eigenen Newsletter mit vielen Praxistipps veröffentlicht.

    Nach nur einem halben Jahr kann ich natürlich noch keine 4- oder 5-Stelligen Abonnenten-Zahlen vorweisen, aber ich glaube gerade deshalb sind die Ergebnisse für Startups interessant. Sie geben einen realistischen Eindruck, was geht:

    http://www.startworks.de/email-liste-ausreden/

    Gute Restwoche! Matthias Barth

  • Robert Moersch-Parchwitz

    Im Englischen heißt es “A Buyer is a buyer is a buyer” – Die meisten Jungunternehmer (Neudeutsch CEOs) suchen jeden Tag nach Neukunden, dabei sind die besten (Neu)Kunden oder anders gesagt (Neu)Käufer Kunden die bereits etwas gekauft haben. Wer mehr darüber wissen möchte kann mich gerne fragen: http://ebutoo.de

  • http://sevdesk.de Fabian Silberer

    Hallo zusammen,
    wir haben einen neuen Artikel mit 16 praktischen Tipps für Beginner veröffentlicht. ich denke, dass hier einige wertvolle Ratschläge für Startups dabei sind:
    https://sevdesk.de/blog/email-marketing/

    Über Feedback als Kommentar würde ich mich sehr freuen.

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