Kohle, Koffein und mehr Coca Cola finanziert Berliner Start-up Home eat Home

Auch Cola Cola investiert nun in Start-ups. Dabei investiert der Brausehersteller erst einmal in Gründer ohne Ideen. In der deutschen Hauptstadt finanziert Coca Cola neuerdings Home eat Home, ein Start-up rund um "vorgepackte Einkaufstüten für Gerichte zum mitnehmen und selber Kochen".
Coca Cola finanziert Berliner Start-up Home eat Home

Auch der bekannte Brauseriese Coca Cola interessiert sich seit einiger Zeit bekanntlich massiv für Start-ups. Aus dem Coca-Cola Accelerator ist inzwischen das Coca Cola Co-Founder-Network oder kurz Coca-Cola Founders geworden. Coca Cola finanziert junge Gründer derzeit in Städten wie Buenos Aires, Mexico City, Singapur, Rio de Janeiro, San Francisco, Sydney und Tel Aviv. London und China sollen demnächst hinzukommen. Dabei investiert der Colahersteller erst einmal in Gründer ohne Ideen. Thematisch ist alles erlaubt – außer Getränke. “Wir stellen genug Kapital zur Verfügung, um eine Erstrundenfinanzierung zu erreichen”, sagt Marius Swart, Direktor des Programms gegenüber der WirtschaftsWoche.

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“Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass unser Modell auf einem ‘founders-first’-Ansatz basiert, also ‘Gründer-zuerst’. Wir wissen, dass tolle Unternehmensgründer eine weitaus bessere Chance haben, auch tatsächlich tolle Unternehmen zu gründen. Neue Ideen zu haben ist einfach, aber es erfordert sehr viel Stehvermögen, sie erfolgreich umzusetzen”, sagte David Butler, Vice President für Innovation bei Coca Cola, bereits im Frühjahr dieses Jahres im firmeneigenen Cola-Magazin. Die meisten Inkubator- oder Accelerator-Programme würden anders arbeiten, führte er weiter aus. “Sie investieren zuerst in Ideen und dann in die Menschen dahinter. Ihre Programme sollen so viele Ideen wie möglich anziehen. Sie wählen dann einige wenige aus, in die sie investieren und ‘bearbeiten’ dann die Unternehmensgründer, um die höchste Rendite für ihr Investment zu erzielen. Wir hingegen haben beschlossen, unser gesamtes Programm darauf auszurichten, großartige Gründer zu finden und diese zu unterstützen”.

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In Berlin ist Coca Cola ebenfalls schon vertreten, in der deutschen Hauptstadt finanziert Coca Cola neuerdings Home eat Home, ein Start-up rund um “vorgepackte Einkaufstüten für Gerichte zum mitnehmen und selber Kochen”. Das junge Unternehmen haben wir im August bereits in unserem Artikel “Essens- und Zutaten-Lieferdienste boomen” kurz vorgestellt. Vorangetrieben wird das Unternehmen von Sebastian Esser (ehemals CEO Dinner) und Friedrich Grosse-Dunker. Zum Team gehört zudem Wummelkiste-Gründerin Philippa Pauen, sie wirkt als Chief Operating Officer bei Home eat Home.

Noch einmal zum Konzept von Home eat Home: Das Start-up bietet seinen Nutzern “vorgepackte Gerichte zum Mitnehmen und selber Kochen”. Ein Konzept, dass etwa auch HelloFresh, Kochzauber und Co. anbieten. Per App können Nutzer bei Home eat Home eines von mehreren Gericht auswählen und direkt innerhalb der App bezahlen. Nun müssen die Nutzer eine Abholstation in ihrer Nähe wählen, an der sie das Gericht mitnehmen wollen. In diesem Punkt unterscheidet sich das Start-up somit deutlich von den erwähnten Konkurrenten, die ihre Pakete selber direkt zum Kunden bringen. In dieser Woche werden in Berlin die ersten Kühlschränke aufgestellt – in Fitnessstudios, Bürohäusern oder Spätis, wie die WirtschaftsWoche weiter berichtet.

Foto: M. Unal Ozmen / Shutterstock.com

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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