Insolvenz Deutscher Fernbus-Pionier DeinBus.de ist pleite

DeinBus.de, einer der Pioniere auf dem Fernbus-Markt, ist insolvent. Das Unternehmen, hinter dem kein Investor steckt, will den Betrieb aber vorerst aufrechterhalten. An den Start ging DeinBus.de bereits 2009. Bekannt wurde das Start-up durch einen Rechtsstreit mit der Deutschen Bahn.
Deutscher Fernbus-Pionier DeinBus.de ist pleite

Die Revolution frisst mal wieder ihre Kinder: DeinBus.de, einer der Pioniere auf dem deutschen Fernbus-Markt, ist insolvent. Der Grund sind eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Zuletzt verknüpfte das Start-up, das als Wegbereiter der Liberalisierung des deutschen Fernbusverkehrs gilt und sich dabei sogar mit der einst übermächtigen Deutschen Bahn anlegte (siehe: “Bahn gibt auf: DeinBus.de kann endlich durchstarten“), über 40 Städte miteinander. Das Unternehmen, hinter dem kein Investor steckt, will den Betrieb auf seinen Linien vorerst aufrechterhalten. Zuerst hatte die Wirtschaftswoche über die Insolvenz des jungen Unternehmens berichtet.

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“In Unternehmenskreisen hieß es, der laufende Bahnstreik spüle kurzfristig Geld in die Kasse, ein langfristiges Überleben sei aber vermutlich nur mit einem starken Investor möglich. Grund für die Insolvenz ist der teils ruinöse Preiskampf, den sich die Wettbewerber im Fernbusmarkt liefern”, berichtet das Magazin. Insolvenzverwalter Christian Feketija sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: “Wir haben noch Luft für eine Weile.” Es gehe jetzt vor allem darum, zügig einen Investor für das insolvente Unternehmen zu finden. Das Glas sei “halb voll”. DeinBus.de mit seinen rund 25 Mitarbeitern setzt keine eigenen Busse ein, sondern verkauft lediglich Tickets für Ferbusreisen, welche von mittelständischen Busunternehmen abgewickelt werden. An den Start ging DeinBus.de bereits 2009. Gegründet wurde das Start-up von den drei Wirtschaftswissenschaft-Studenten Christian Janisch, Alexander Kuhr und Ingo Mayr-Knoch.

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Vor DeinBus.de musste im Oktober bereits city2city, eine Tochter des britischen Verkehrsunternehmens National Express Group, den Betrieb einstellen. Der Druck im jungen Fernbussegment wird somit immer größer.

Passend zum Thema: “Start-ups, die 2014 bereits gescheitert sind“.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • hempstar

    Interessant ist der Fall auch, weil das Unternehmen zwei Crowdfundings in Eigenregie durchgeführt hat: siehe auch http://crowdstreet.de/2014/01/30/liste-der-crowdfunding-problemfaellen/

  • Benjamin Rohé

    das wäre schade, wenn der Laden nicht zu retten wäre.

    • Andrea

      hi Benjamin. Es gibt doch Hoffnung. Die suchen nach einem Investor und zusätzlichen Einnahmenquelleen…vielleicht geht
      das schnell. Persönlich finde ich DeinBus toll und cool, hab ich den kennengelernt, als ich nach einer günstigen Verbindung gesucht habe und hab ich DeinBus in einem Reiseportal teroplan.de gefunden ( http://www.teroplan.de/). Ich möchte nie wieder mit der Bahn fahren!! Ich druck Euch die Daumen und warte auf den positiven Schluss der Geschichte.

  • Oli

    Das ist doch eine gute Nachricht, vielleicht führt es zu besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen. Seit Jahren geht es eigentlich bergab für die hart arbeitenden Menschen in Deutschland. Habe ein bisschen recherchiert, die Stellenangebote für Busfahrer gibt es tatsächlich genut z.b. hier http://fernbus-vergleicher.de/busfahrer-jobs/ Mal schauen wie es weiter geht. Die Einsteiger sollen angeblich ca. 2000 EUR verdienen, viele Hochschulabsolventen in Berlin verdienen genauso viel :)

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