Innovation Hub geplant Auch die Lufthansa fliegt jetzt auf deutsche Start-ups

Die Lufthansa will noch in diesem Jahr einen Innovation Hub in Berlin eröffnen. Damit will man näher an die Welt der Start-ups und die Technologieszene heranrücken. Zudem will das Unternehmen einen Innovationsfonds auflegen, um "Ideen mit höherer Geschwindigkeit auf den Weg zu bringen".
Auch die Lufthansa fliegt jetzt auf deutsche Start-ups

Von den vielen großen deutschen Konzernen macht sich nun auch die Lufthansa an Start-ups ran. Noch in diesem Jahr will der Dax-Konzern in Berlin einen sogenannten Innovation Hub gründen. In einer Präsentation der Airline heißt es dazu unter der Überschrift “Differenzierung durch Innovation und Digitalisierung”, dass man mit der Gründung eines Innovation Hub näher an die Welt der Start-ups und die digitale Technologieszene heranrücken wolle. Geplant sind der “Aufbau enger Kooperationen und Partnerschaften im Silicon Valley, um Zugang zu disruptiven Ideen zu erhalten”.

Die Lufthansa teilt dabei auch gleich mit, womit sie dabei punkten will – un zwar mit dem “Vorteil von 300.000 Passagieren pro Tag”. Gemeinsam mit Partner, also vermutlich Start-ups, wolle man “gemeinsam neue Produkte und Services entwickeln”. Insgesamt will die Lufthansa laut Präsentation “gruppenweit bis 2020 insgesamt 500 Millionen Euro in Innovationen investieren. Neben Qualität wird auch das Thema Innovationen direkt beim Vorstandsvorsitzenden verankert”. Wobei diese Zahl interne und externe Projekte, also Start-ups, beinhaltet. Gegenüber dem Wall Street Journal teilte das Unternehmen mit, dass zudem ein Innovationsfonds aufgelegt werden soll. Mit dem Ziel, “interne und externe Ideen mit höherer Geschwindigkeit auf den Weg zu bringen. Der Umfang des Fonds werde in Kürze festgelegt”. Über eine Beteiligung an Start-ups werde dabei fallweise entschieden.

Dass die Lufthansa näher “an die digitale Technologieszene” rücken möchte, ist zumindest schon einmal kein schlechtes Zeichen. Services, Produkte und Start-ups, die zur Lufthansa passen könnten, gibt es sicherlich viele. Von Start-ups rund um naheliegende Themen wie Reisen, Reiseplanung und Co. über Unterhaltung und Entertainment während der Reise bis zu Dienstleistungen, die die Reisenden vor Ort, an ihrem Reiseziel nutzen könnten. Wobei dies nur Konzepte sind, die auf der Hand liegen, sicherlich sind auch viele andere Themen für die Lufthansa interessant – auch aus dem b2b-Segment. Daimler könnte da als Vorbild dienen, der Konzern hat sich ja bereits gut in die deutsche Start-up-Szene eingebracht – siehe “Wie sich Daimler mit Hilfe von Start-ups wie Tiramizoo, carpooling und myTaxi zum Mobilitätskonzern wandelt“.

Foto: Anton_Ivanov / Shutterstock.com

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • lassen7

    Warum ist “300.000 Passagieren pro Tag“ ein Vorteil?

  • Angela Grace

    Hallo Herr Hüsing – gibt es weitere Infos für dieses Lufthansa Projekt in Berlin?

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