Offline! mamibox ist “nicht in ausreichendem Maße tragfähig”

Die Geschichte der mamibox ist leider zu Ende erzählt. "Trotz des durchweg positiven Feedbacks von Usern, Partnern und der Presse sehen wir leider für unser Modell keine Zukunft, da es wirtschaftlich nicht in ausreichendem Maße tragfähig ist", teilt das kleine Bertelsmann-Projekt mit.
mamibox ist “nicht in ausreichendem Maße tragfähig”

Mit dem Inkubator BeVation experimentierte der Medienkonzern Bertelsmann in der Vergangenheit mit einigen Konzepten herum -ohne großen Erfolg. Mittlerweile wurde der kleine Brutkasten deswegen beerdigt. Projekte von Intrapreneuren setzt das Unternehmen seitdem nicht mehr um – wie im März berichtet. Stattdessen will sich die DirectGroup Germany von Bertelsmann vor allem um Abo- und E-Commerce-Projekte kümmern. Dazu zählten zuletzt Projekte wie Pink Box, Luxury Box und Jewel Stars. Die mamibox, eine Abobox für “Schwangerschaft und erste Babyzeit”, legt Bertelsmann dagegen zu den Akten, die Plattform wird eingestellt.

ds-mamibox

“Was für ein schöner Rückblick: in den letzten 20 Monaten haben wir dich mit unserer Überraschungsbox begleitet. Wir haben gelacht, geweint, gestaunt und viel miteinander geteilt. Doch leider müssen wir uns jetzt bei dir verabschieden. Es war eine wunderschöne Zeit mit dir, doch leider endet unser gemeinsamer Weg hier – die Marke für Wohlfühl- und Überraschungsmomente sagt ‘Tschüss!'”, heißt es in einer Mail an die Nutzer. Zudem liefert das mamibox-Team noch eine ordentliche Begründung mit: “Trotz des durchweg positiven Feedbacks von Usern, Partnern und der Presse sehen wir leider für unser Modell keine Zukunft, da es wirtschaftlich nicht in ausreichendem Maße tragfähig ist. Deswegen hat die DirectGroup Germany, die das Projekt mamibox unter der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH verantwortet, nun die Entscheidung getroffen, die mamibox zu schließen”.

Zuvor scheiterte 2012 bereits petitebox. Der Ableger von Glossybox positionierte sich ebenfalls als “monatliche Überraschungsbox für schwangere Frauen und junge Mütter”. Im größeren Stil machte ansonsten noch Nonabox größere Sprünge im Segment der Überraschungspakete für Schwangere. Das Unternehmen wurde von Izanami Martínez González in Spanien gegründet. 2012 ging das Start-up in Deutschland an den Start. Neben Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI), dem Venture-Capital-Ableger des Medienhauses Bertelsmann, pumpten auch Cabiedes & Partners (Spanien) und H-Farm Ventures (Italien) Geld in das Unternehmen. Somit setzt das Medienhaus indirekt weiter auf das Thema.

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Foto: The End from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • Philipp Höllermann

    Hätte man mal die Nutzer befragt: Mit einem Baby haben die meisten halt schon genug Überraschungen und besseres zu tun als auf Pakete zu warten (von Windeln mal abgesehen) ;-)

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