Verdient höchsten Respekt Glückwunsch! Protonet ist das Start-up des Jahres

Das Hamburger Start-up Protonet ("Der einfachste Server der Welt") ist das Start-up des Jahres 2013. Mit nur einer Stimme Vorsprung sicherte sich das Jungunternehmen den begehrten Titel, den deutsche-startups.de alljährlich vergibt. Nominiert waren in diesen Jahr zwölf Start-ups.
Glückwunsch! Protonet ist das Start-up des Jahres

Die Entscheidung ist gefallen: Das Start-up des Jahres 2013 steht fest! Die Mehrheit der Jurystimmen entfielen in diesem Jahr auf Protonet, den “einfachsten Server der Welt”. Das Hamburger Start-up landet hauchdünn auf dem Siegertreppchen und sichert sich damit den begehrten Titel Start-up des Jahres, den deutsche-startups.de seit 2007 alljährlich vergibt. Zum siebten Mal suchte deutsche-startups.de in den vergangenen Wochen – gemeinsam mit allen Lesern sowie einer Jury aus Journalisten, unabhängigen Branchenexperten und Investoren – das Start-up des Jahres.

Wie in den Vorjahren wollen wir mit unserer Auszeichnung noch einmal alle Gründungen in den Vordergrund schieben, die in den vergangenen (rund zwölf) Monaten den Sprung in die Webwelt gewagt haben. Gesucht wurde ein Start-up, das in den vergangenen Wochen und Monaten ein echter Hingucker war oder einen Trend gesetzt hat. Dem Hamburger Start-up Protonet ist dies gelungen. Herzlichen Glückwunsch! Nominiert waren in diesen Jahr zwölf Start-ups – siehe Nominierungsliste.

Die Zutatenliste für Protonet ist denkbar einfach: Man nehme einen Dummy-sicher zu bedienenden Server mit 4 bis 16 Terrabyte Speicherkapazität. Dieser wird garniert mit zwei Antennen, über die der Server zwei Drahtlos-Netze aufbaut: ein sicheres internes Netz und ein öffentliches WLAN für Gäste. Für die Füllung mische man die besten Funktionen von Dropbox, Skype und Basecamp. Schließlich gebe man alles in eine kleine orangefarbene Box, platziere diese im Büro und fertig ist die eigene, sichere Cloud. Fertig ist Protonet. Seit 2009 arbeitet das Team um Gründer Ali Jelveh und Christopher Blum – beide früher bei Xing als Software Architekt bzw. Frontender – an Protonet. Seit Ende 2011 war es in der offenen Beta und seit dem 4. Juli 2013 ist Protonet “out there and making money”. Das Datum der ersten Auslieferungen war bewusst gewählt. “Passt doch prima zum Unabhängigkeitstag: Protonet macht unabhängig von der Cloud”, so das Hamburger Start-up zum Start.

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Der Aufwand hat sich gelohnt: Protonet darf sich nun Start-up des Jahres nennen. “Die Wahl zum Start-up des Jahres ist ein großartiges Weihnachtsgeschenk für das ganze Team! Die Konkurrenz ist wirklich beachtlich gewesen, alle hätten es verdient. Für uns ist das ein Ansporn auch im nächsten Jahr richtig Gas zu geben”, sagt Protonet-Gründer und Geschäftsführer Ali Jelveh gegenüber deutsche-startups.de, bevor er seine Weihnachtsauszeit im Iran genießt. Wir sagen noch einmal Glückwunsch!

Start-up des Jahres: Die Begründungen der Jury

“Meine Wahl fällt eindeutig auf Protonet. Durch NSA, PRISM und Datenprobleme verschiedener Art, steigt bei privat Anwendern und vor allem Firmen die Sensibilität für Daten und sichere IT-Prozesse. Parallel dazu wächst in Unternehmen der Trend zu kollaborativen Workflows und Themen wie Social Intranet. Protonet trifft mit seiner einfachen privatecloudähnlichen autarken Server- und sozialen Firmenkommunikationslösung aus meiner Sicht,
auf B2B-Ebene genau den Puls der Zeit.”
Andreas Lenz, t3n

“Protonet schafft es, ein wichtiges aber langweiliges Thema für eine breite nicht-versierte Zielgruppe einfach zu lösen. Die derzeitige Abhördebatte bringt das Thema natürlich auch ganz oben auf die Tagesordnung, eine bessere ‘PR-Kampagne’ gibt es nicht.”
Andreas Schroeter, wywy

“Das Start-up hat es geschafft, ein technologielastiges Thema wie Server sexy zu machen – sowohl optisch als auch als Konzept – einen guten Zeitpunkt gewählt und zudem bewiesen, nicht vor den Herausforderungen eines komplexen Hardware-Software-Produktes zurückzuschrecken. Das möchte ich bei deutschen Tech-Startups häufiger sehen.”
Martin Weigert, Netzwertig.com

“IT ist für die allermeisten Menschen eine sehr, sehr fremde Welt. Deshalb weichen sie sehnsüchtig auf leicht zu verstehende Dienste Evernote, Dropbox oder Wunderlist aus. Dies betrifft vor allem Freelancer und kleine Unternehmen. Häufig kollidiert dies jedoch mit den IT-Forderungen großer Geschäftspartner. Und natürlich steigen auf allen Seiten die Sicherheitsbedenken bei der Arbeit mit US-Web-Diensten. Deshalb geht meine Stimme an Protonet: Denn wer es schafft, Server so bedienbar zu machen, dass jedermann sie versteht – der verdient höchsten Respekt.”
Thomas Knuewer, kpunktnull

“Protonet ist für mich das Start-up des Jahres. Protonets „einfachster Server der Welt“ ist eine gute Sache für Teams, die sich nicht lange mit technischen Fragen auseinander setzen und trotzdem Daten sicher in der Cloud speichern und austauschen wollen. Damit passt die Idee in eine Zeit, in der über Datensicherheit so viel diskutiert wird wie selten zuvor. Außerdem ist Gründer und „Chief Revolutionary Officer“ Ali Jelveh jemand, der für seine Idee brennt und sie zum Erfolg bringen wird. Mit dem Softwareentwickler Christopher Blum bildet er ein perfektes Gründerteam, das zum ersten Geburtstag des Startups bereits eine beeindruckende Bilanz vorlegen kann.”
Jens Tönnesmann, Wirtschaftswoche

“Die Jungs von protonet verknüpfen sehr intelligent Hard- und Software und stoßen in Zeiten von Clowdcomputing und NSA-Schnüffelei in genau den richtigen Markt.”
Tobias Worzyk

“Kein Startup passt für mich besser zum Jahr 2013. Der Hamburger Gründer Ali Jelveh grübelte und philosophierte bereits 2008 mit seinen WG-Kollegen über eine bessere IT-Welt von morgen und konzipierte dabei einen kleinen, dezentralen Server. Nach einigem Überlegen kündigte Ali Jelveh schließlich seinen sicheren Job bei XING und entschloss sich, seine Idee Protonet Realität werden zu lassen. Vor wenigen Monaten kam dann der Zufall ins Spiel. Er trug den Namen Edward Snowden und seine Enthüllungen bewiesen jedem, dass ein eigener, dezentraler Server wie Protonet eine gute, ja sogar sehr gute Idee sein kann, um die eigenen Daten vor neugierigen Schnüffeleien zu schützen. Die Ereignisse in 2013 waren die beste Werbung, die sich Protonet hätte wünschen können. Das Startup schaffte es in den vergangenen Monaten gleich zweimal in die Tagesthemen und in unzählige weitere Medien. Die Protonet-Story beweist, wie die richtige Idee zur richtigen Zeit, Mut, aber auch eine gehörige Portion Zufall ein Startup zum Erfolg führen können.”
André Vollbracht, VentureTV

“Dieses Jahr fiel es mir richtig schwer, das vorab. Aber bei mymuesli haben wir im Team eine deutliche Affinität zu Tech-Themen, deswegen mag ich Server. Und wenn man einen eigenen dann als Startup oder kleines Unternehmen ganz einfach konfigurieren kann: super. Es mag nicht, wie die Washington Post schrieb, der günstigste Small-Business-Server auf dem Markt sein. Aber für leistungsstarke und innovative “Almost”.
Max Wittrock, mymuesli

“Für mich ist Protonet das Start-up des Jahres 2013: Es befreit unzählige kleine Unternehmen von der Problematik, dass klassische Cloud-Lösungen spezielle Experten-Kompetenz erfordern. Die Protonet-Serverlösung ist so simpel und nutzerfreundlich, dass sie wunderbar auch von Start-ups verwendet werden kann, die keinen erfahrenen Systemadministrator angestellt haben. Per Knopfdruck können Unternehmen auf einen WLAN-Router, Fileserver und ein internes soziales Netzwerk zugreifen – eine tolle Lösung, die darüber hinaus in schickem Design daher kommt.”
Yvonne Ortmann, deutsche-startups.de

“In Zeiten intensiver staatlicher Rumschnorchelei in privaten Daten und neugierigen Wettbewerbern fällt meine Wahl sehr leicht: Protonet aus Hamburg ist meine allererste Wahl. Mit diesem Server, der wirklich sehr einfach in Betrieb zu nehmen ist, hat jeder seine ganz private Cloud, mit der er seine Daten vollkommen und in eigenem Besitz unter Kontrolle hat und sie nur mit im Team und mit Befugten teilen kann. Superlösung! Von einem smarten und netten Team entwickelt und fortlaufend funktional erweitert. Perfekt!”
Cem Basman, Basman+Co

Artikel über Protonet
* Protonet – der einfachste eigene Server der Welt

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • Harry

    Nicht umsonst in Rekordzeit fianziert bei: Seedmatch.

  • Chris

    In your face Berlin und deine vielen “Projekte”!

    • Gilg Frick

      hehehe :)

  • Hans Wurst

    “Terrabyte”

  • Tarek Müller

    Total verdient!

  • Rob

    Jungens, jetzt mal ehrlich. Der Hype ist ja ganz nett, aber hat auch nur einer der Jury-Mitglieder mal den Server getestet??!! Ich wette 10:1 Nein!

    Ich war total angetan von den Videos und habe es mal versucht. Das Ergebnis war ernüchternd. Und die ganze “Cloud”-Vermarktung? Come on…

    Der Server hat für den Preis bei den Features Null Chance. OwnCloud? Der Benchmark wäre mal interessant!

    • PB0815

      Ja, kannst Du auch in deren Magazinen nachlesen, z.B. hier http://t3n.de/news/protonet-einfachste-server-welt-510993/
      OwnCloud? Ist doch eine völlig andere Kategorie.

    • Tobias Worzyk

      Hi Rob, jep, habe mir protonet “live und in Farbe” angeschaut und war sofort überzeugt. LG, Tobias

  • Markus

    Gratulation an Protonet zu diesem Preis.

    Die Jungs aus Hamburg verstehen sich hervorragend im Marketing und haben eine Vision entwickelt, die den Zahn der Zeit trifft. Technologisch insbesondere bezgl. Datensicherheit hält der Server allerdings (noch) nicht was er seinen Kunden verspricht. Ich bin ebenfalls überrascht, dass sich die Jury nicht intensiver mit dem Produkt auseinandergesetzt hat.

    Kaum höhere Datensicherheit:

    In den Grundeinstellungen des Servers werden alle Daten temporär in „der Cloud“ gespeichert (nachzulesen auf http://t3n.de/news/protonet-sicherheitsrisiko-517435/). Das Hosting erfolgt in deutschen Rechenzentren bei der Firma Hetzner. Gemeinsam mit einer durchgängigen SSL-Verschlüsselung ist dies ohne Frage sicherer als einen US-Riesen auszuwählen. Allerdings ist dieses Vorgehen absoluter Standard bei vielen deutschen SaaS-Startups die zum Beispiel ebenfalls eine Projektmanagement-Software anbieten und keinesfalls wegweisend.

    Von einer Private Cloud oder einer reinen On-Premises-Infrastruktur für jeden einzelnen Kunden kann demnach nicht gesprochen werden. Das einzige Protonet-Alleinstellungsmerkmal besteht darin, dass Daten statt dauerhaft nur temporär auf fremden Rechenzentren liegen. Ich habe den Verdacht, dass die besonderen Datensicherheit-Richtlinien für beispielsweise Rechtsanwälte damit nicht erfüllt werden.

    Alternative Cloud bietet Vorteile:

    Die nur marginalen Vorteile in der Datensicherheit müssen Kunden von Protonet teuer durch den Verzicht auf klassische Cloud-Computing-Vorteile erkaufen:

    Zentrale Rechenzentren werden …

    – … ökonomischer betrieben. Rechenleistung, Speicherplatz und umfassendere Projektmanagement-Software gibt es deutlich günstiger.

    – … ökologischer betrieben. Auch wenn der Protonet-Server wohl mit einer Passiv-Kühlung relativ energiesparend ist, wäre die Verwendung auch immer mit vergleichsweise höheren gesamtwirtschaftlichen Energiekosten und damit CO2-Emissionen verbunden.

    – … sicherer betrieben. Im Sinne von automatischen Backups. Bei Protonet sehe ich bisher keinen Ansatz für den Umgang bei Fehlfunktion oder Diebstahl des Servers.

    – … bieten Potential zur Skalierung. Ein Unternehmen kann mit dieser Box schnell an Kapazitätsgrenzen kommen. Die IT-Struktur kann kaum mit dem Unternehmen wachsen.

    Ändert man die Protonet-Proxy-Grundeinstellungen als IT-Leihe, um tatsächlich Datenhoheit zu erhalten, muss laut t3n auf relevante Funktionen verzichtet werden. Ich schließe mich deshalb dem Wunsch an, dass Protonet daran arbeitet eine eigene SSL-Zertifizierung für IT-Leihen zu integrieren.

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