"In der Touristik erfahrene Investoren" Reise-Start-up itravel sammelt “höhere sechsstellige Summe” ein

EXKLUSIV Mehrere bekannte Business Angels - darunter Brent Hoberman, Martin Varsavsky und Christian Schultz investieren nach Informationen von deutsche-startups.de eine "höhere sechsstellige Summe" in das Kölner Reise-Start-up itravel, welches 2004 das Licht der Welt erblickte.
Reise-Start-up itravel sammelt “höhere sechsstellige Summe” ein

Das Kölner Start-up itravel, das sich als “Premium-Online-Reiseveranstalter” positioniert, sammelt in einer Angelrunde “eine höhere sechsstellige Summe” ein. Das Jungunternehmen, welches bisher von Axel und Erik Schmiegelow, Robert Bush sowie dem Kölner Inkubator curtis newton finanziell unterstützt wurde, will das neue Kapital in “Technik, Mobile und Social Commerce” investieren. Die sechsstellige Summe stammt von Brent Hoberman (Gründer von Lastminute.com), Martin Varsavsky (FON-Gründer), Anil Hansjee (MTGx), Fabrice Grinda und Alec Oxenford (OLX), José Marin (Investor in ViajaNet), Kenneth Morse (Professor am MIT), Richard Cooperstein (Media Investment Grp), Gerrit Mueller (JustFab Europe), Johannes Dähnert, der Foundfair Performance Fonds, sowie Christian Schultz.

ds-itravel

“Bisher hat itravel ein weltweites Portfolio mit saisonal bis zu 18.000 Produkten aufgebaut. Innerhalb der nächsten sechs Monate sind Investitionsmaßnahmen geplant, um die Positionierung von itravel als innovativer Online-Veranstalter für Erlebnisreisen auszubauen. Dabei freuen wir uns auf den Rat und die Unterstützung der in der Touristik erfahrenen Investoren“, sagt Axel Schmiegelow, Geschäftsführer von itravel. Für Anfang des kommenden Jahres ist zudem “ein zweites Closing dieser ersten Runde” geplant. itravel, eine Plattform für außergewöhnliche Individualreisen fernab vom Mainstream, erblickte bereits 2004 das Licht der Welt. Seit 2011 folgte die Weiterentwicklung um die Geschäftsbereiche Mobile und Social Media. Das Reisesegment scheint weiter ein lukrativer Markt zu sein, der zwar schon von vielen Unternehmen bespielt wird, aber offenbar noch viel Luft nach oben hat. Erst vor wenigen Tagen übernahm beispielsweise ProSiebenSat.1 die Reiseanbieter weg.de und ferien.de. Die TV-Sendergruppe baut sich schon seit mehreren Monaten eine Reisefamilie zusammen. Wie viel Feuer im Reisesegment ist, zeigte zuletzt die Übernahme von trivago durch Expedia.

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Foto: A pair of mating lions in the evening savannah, Masai Mara, Kenya from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • Checker

    Ein paar Fragen bleiben offen: Warum wird itravel als Startup präsentiert, wenn es doch schon 10 Jahre am Markt ist? Und ich sehe auch keinen Reiseveranstalter, sondern einfach nur ein Online-Reisebüro. Sicherlich alles nett präsentiert, aber dennoch austauschbar und kein offensichtlicher Grund für ein Investment. Zumal die Firma einen hohen Verlustvortrag vor sich herschiebt und auch nach 10 Jahren noch nicht profitabel ist.

    • AxlS

      Hallo Checker,
      itravel arbeitet seit 2012 mit einem neuen Team und ist ein direkt verkaufender online-Veranstalter. Es ist eben kein online-Reisebüro. Im Backend hat itravel Systeme entwickelt, die ohne die herkömmlichen Buchungssysteme der Touristik auskommen. Auch hierin steckt der Innovationsgrad, in den die Investoren investiert haben.

      Der Verlustvortrag reflektiert die Investition in diese Systeme, ohne die das Veranstaltermodell nicht machbar wäre und jegliche Innovation im Front-End am Ende wie die meisten Online-Plattformen in der Touristik im Back-End doch auf das gleiche Inventar und die gleichen Produkte und Systeme angewiesen wäre, wie überall sonst.

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