Project A: Springer steigt endlich ein und 4 neue Projekte

Endlich! Springer steigt bei Project A ein. Statt der bisher spekulierten 50 Millionen investiert das Medienhaus aber nur 30 Millionen Euro. Damit bleibt Otto, investierte 50 Millionen, weiter das Schwergewicht im Hause Project […]
Project A: Springer steigt endlich ein und 4 neue Projekte

Endlich! Springer steigt bei Project A ein. Statt der bisher spekulierten 50 Millionen investiert das Medienhaus aber nur 30 Millionen Euro. Damit bleibt Otto, investierte 50 Millionen, weiter das Schwergewicht im Hause Project A. Zudem treibt der Firmenausbrüter und -unterstützer, der gerade mit seiner Beteiligung an Tirendo Kasse machen konnte, nach Informationen von deutsche-startups.de derzeit mehrere Projekte voran.

Nach dem Nach dem Exit von Tirendo wurde es ohnehin einmal wieder Zeit, einen Blick auf Project A zu werfen. Mit dem ersten erfolgreichen Exit und dem nun endlich vollzogenen Einstieg von Springer kann das Project A-Team nun eine neue Entwicklungsstufe zünden. Mit Springer kommt ein Geldgeber an Bord, der sich derzeit massiv Richtung Digitalunternehmen dreht und mit dem Axel Springer Plug&Play Accelerator, Axel Springer IdeAS, einer Art internen Inkubator, und der Start-up-Konferent hy! Berlin schon drei wichtige Duftmarken in der Start-up-Szene hinterlassen hat. Mit Springer bekommt Project A nun Zugriff auf Reichweite satt. Und in Sachen Vermarktung kennt sich das Medienhaus ebenfalls aus. Spannend dabei ist aber, dass Springer nicht – wie erwartet – 50 Millionen in Project A pumpt, sondern nur 30 Millionen Euro. Offenbar will Otto weiter der stärkste Partner des Firmenausbrüters und -unterstützers sein. Wobei die Geldgeber bei Project A aber auch künftig keinen Einfluss auf die Investmentstrategie und die Exits haben sollen.

Nun aber ein Blick auf einige neue Project A-Dienste: Yay or Nay?, eine iPhone-App rund um Fotos und Meinungen, enthüllte das Unternehmen bereits selbst. Andere Projekte wie Kyto (www.kyto.de) und Realytics befinden sich dagegen noch in einer sehr frühen Testphase. Realytics kann bisher noch nicht einmal mit einer Internetpräsenz aufwarten. Klar ist aber, warum es bei Realytics geht. Das Start-up, welches unter anderem von Tim Niemeier geführt wird, will “das Messen und Analysieren von Passanten- und Besucherströmen sowie von Kundenverhalten im Internet-/Mobile-Bereich sowie, basierend hierauf, die Ermöglichung von Kundeninteraktionen” bearbeiten. Man kann das Konzept somit als eine Art Offline-Analytics bezeichnen. Ein Konzept, an dem derzeit viele in der deutschen Gründerszene schrauben, – unter anderem 42reports.com (www.42reports.com). Das Start-up ist angetreten, um den Wettbewerb zwischen stationärem und online-Handel fairer werden zu lassen und den Multi-Kanal-Handel zu erleichtern. Man will die gleichen Tools, die im E-Commerce längst selbstverständlich sind und als erfolgreichwahrgenommen werden, auch dem Offline-Handel zur Verfügung stellen – siehe dazu auch “42reports ist die Antwort auf viele Fragen des stationären Handels“.

Kyto, ebenso wie Realytics ein Projekt in der Frühphase, ist dagegen schon im Netz sichtbar. Zum Konzept heißt es auf der Website: “Kyto synchronisiert Ihre Firmen- und Produktdaten in einem globalen Netzwerk von Firmenverzeichnissen und Marktplätzen”. Es geht somit um Online-Marketing für den Mittelstand. Das Start-up verspricht, dass Kunden mit dem Service neue Absatzmärkte erschließen, ihre globale Reichweite vergrößern können sowie hochwertigen Traffic und Leads erhalten. Geführt wird das Unternehmen von Martin Mittermeier und Paul Wulff. Wie aus dem Hause Project A zu hören ist, ist bisher aber weder bei Kyto noch bei Realytics klar, ob beide Start-ups tatsächlich offiziell an den Start gehen. Offenbar will der Firmenausbrüter und -unterstützer künftig mehr experimentieren und mehr ausprobieren und erst dann entscheiden, ob ein Start-up tatsächlich offiziell vom Stapel laufen kann. Wogegen bekanntlich nichts spricht, spannend ist es trotzdem, zu sehen, woran Project A arbeitet.

Einen anderen Stellenwert im Unternehmen nimmt tectumedia (www.tectumedia.com) ein. Das Unternehmen positioniert sich als “Partner für intelligentes Display Advertising”. Es geht um sie effiziente Steigerung, Maximiertung von Online Marketing-Kampagnen – alles auf Basis einer eigenen Technologie.Mit dem Start-up, welches von Danuta Florczyk, Marie-Claire Raden, Pablo Moto Rodriguez und Project A-Macher Florian Heinemann geführt wird, scheint Project A ein wenig sein Wissen in Sachen Display-Advertising, welches intern ohne Frage ohnehin vorhanden ist, bündeln zu wollen. tectumedia erinnert dabei ein wenig an Webpotentials bei Rocket Internet. Wobei der thematische Schwerpunkt ein anderer ist. Geplant ist aber offenbar, dass tectumedia seine Dienste gezielt anderen Unternehmen anbietet. Denkbar wäre sicherlich, dass Project A-Finanzierer Otto auf die Dienste von tectumedia zurückgreift.

Nun aber noch einmal ein Blick auf Yay or Nay? Zum Konzept heißt es im App-Store: “Just take a picture (or even a few), add a question and send it to your friends. They can respond by voting Yay or Nay on your question. You will see their answer immediately and can make a decision which your friends would approve of”. Erinnert im Grunde an Amen sowie die Bewertungsmechanismen Amen? und Hell no? Wobei es ja genug andere Bewertungsdienste dieser Art gibt. Im App-Segment ist Project A ansonsten noch mit Shirtagram (www.shirtagram-app.com), eine Foto-Merchandising-App, unterwegs – siehe auch “Mit Shirtagram Fotos auf T-Shirts drucken – Project A startet erstes App-Projekt“. App-Projekte entstehen bei Project A momentan vor allem unter dem Aspekt der Kompetenzerweiterung. Ansonsten konnte sich das Unternehmen noch nicht als Smartphone-Tausendsassa etablieren.

Zuletzt stieg Project A bei 42matters (www.42matters.com), einem Unternehmen im Segment Mobile App Discovery, und bei der Kunstplattform Saatchi Online (www.saatchionline.com) ein. Neu in der Portfolioübersicht von Project A war zuletzt auch Epicerie (www.epicerie.com.br), ein Weinprojekt in Brasilien. Weitere Projekte sollen zeitnah folgen. Im Gegensatz zu vielen anderen Start-up-Anschubsern gibt Project A weiter Vollgas. Mit Springer und Otto sollten aus dem Unternehmen noch viele sehenswerte Projekte entstehen können.

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Foto: Pixeled word Project on digital screen 3d render from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Petra Panther

    unverständlich, unverständlich… in all der Zeit konnte Project A ja nun nicht wirklich was reißen… ein Weiß ist nun mal kein Samwer…

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  3. Torpedo

    Christian, Just und Co. sind exzellente Umsetzer, die es verstehen Dinge schnell auf die Straße zu bekommen.

    Leider fehlt ihnen die strategische Weitsicht und die Detailversessenheit eines Olli S. Und nicht zuletzt die Menschenkenntnis im Hiring von Mitarbeitern. Bessere als Christian, Florian, Uwe und Just hätte Rocket damals kaum bekommen können. Nur soll man eben nicht den Bock zum Gärtner machen, deswegen zweifele ich auch zwei Jahre nach Start noch an Projekt A. Und 30 Mio. sind bei deren Setup Ruck-Zuck verbraten.

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