Reifendirekt.de-Mutter Delticom übernimmt Tirendo – Kaufpreis: 50 Millionen Euro

Der Reifendirekt.de-Betreiber Delticom (www.delti.com) übernimmt den noch jungen Reifen-Shop Tirendo (www.tirendo.com), der in den vergangenen Monaten von der European Media Holding und dem Inkubator Project A vorangetrieben wurde. Mit der Übernahme will Delticom […]
Reifendirekt.de-Mutter Delticom übernimmt Tirendo – Kaufpreis: 50 Millionen Euro
  • Von Alexander Hüsing
    Montag, 16. September 2013
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Der Reifendirekt.de-Betreiber Delticom (www.delti.com) übernimmt den noch jungen Reifen-Shop Tirendo (www.tirendo.com), der in den vergangenen Monaten von der European Media Holding und dem Inkubator Project A vorangetrieben wurde. Mit der Übernahme will Delticom seine “Position als europäischer Marktführer ausbauen”. Das Unternehmen legt dafür rund 50 Millionen Euro auf den Tisch. Im Grunde ein erwartbarer Exit.

Delticom ist nach eigenen Angaben “Europas größter Online-Reifenhändler und auch in weiteren, internationalen Märkten aktiv”. Mit “100 Online-Shops in 42 Ländern” ist Delticom somit das Maß aller Dinge im Reifen-Online-Geschäft. Tirendo ging erst im Frühjahr des vergangenen Jahres an den Start. Zuletzt war das Start-up unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Schweden unterwegs. Vor allem Werbe-Frontmann Sebastian Vettel dürfte das Start-up gut und schnell nach vorne gebracht haben. Tirendo plant nach Informationen der Berliner Morgenpost in diesem Jahr einen mittleren zweistelligen Millionen-Umsatz zu erwirtschaften. Die beiden Tirendo-Gründer Erik Heinelt und Felix Vögtle bleiben weiterhin als Geschäftsführer des Unternehmens tätig.

Neben der European Media Holding und dem Inkubator Project A waren auch die Verlegerfamilie Jahr (15 %) und SevenVentures (5,5 %), der Venture-Arm der ProSiebenSat.1 Group, an Tirendo beteiligt. Für SevenVentures ist Tirendo der erste Exits aus dem Media-for-Revenue- bzw. Equity-Programm. “Unsere Minderheitsanteile nach so kurzer Zeit für einen einstelligen Millionenbetrag zu veräußern, ist ein großer Erfolg sowohl für Tirendo als auch für uns”, sagt Christian Wegner, Vorstand Digital & Adjacent bei ProSiebenSat.1. Auch künftig wollen ProSiebenSat.1 und Tirendo weiter zusammenarbeiten.

Für den Berliner Inkubator Project A, der direkt rund 24,6 % der Tirendo-Anteile hielt, ist der Tirendo-Verkauf der erste wirklich lohnenswerte und vorzeigbare Exit. Beim Problemkind Kochzauber (www.kochzauber.de) holte der Brutkasten zuletzt die Otto-Tochter myToys.de an Bord, das nicht funktionierende Start-up Amerano (www.amerano.de), ein “Modelabel für Männer”, verkaufte das Unternehmen an “die Familie von Grünberg”. Wobei Tirendo auch nur teilweise ein waschechtes Project A-Start-up ist. Der Brutkasten, der sich selbst als Tirendo-Co-Investor bezeichnet, unterstützte das Start-up in der Anfangsphase extrem in Sachen Marketing und beim operativen Aufbau. Der Verkauf an Delticom lief nach Informationen von deutsche-startups.de nun maßgeblich über die European Media Holding, die zuletzt laut Handelsregister mit 18,4 % an Tirendo beteiligt war, offenbar aber Optionen auf deutlich mehr Anteile besaß. Beraten wurde die die European Media Holding dabei vom Berliner Büro von GP Bullhound. Alles in allem, ein typischer deutscher Exit.

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Foto: Group of new tires for sale at a tire store. selective focus from Shutterstock

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Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Holger

    Bei all den Jubel- und “You only live once” Meldungen aus wohl nicht das, was immer versprochen wurde. Aus dem Umfeld gab es die letzten Wochen zumindest viel Unmut und Unzufriedensbekundungen. Die meisten Investoren sind zu höherer Bewertung eingestiegen und richtig viel Geld hat bei dem Geld anscheinend auch keiner verdient.

  2. Hmmm… glaub kaum dass die Übernahme was bringt!



  3. Startupwunderland

    Holger, Deine Rechtschreibung lässt zu wünschen übrig, aber Deine Einschätzung teile ich: Wahrscheinlich haben nur Pro Sieben und die Jahr Familie dank der Liq Prefs ihr Geld zurückbekommen. Alle anderen haben sich abgestrampelt, die Firma nicht profitabel bekommen und sehen nun wenig. Delticom kann sich freuen. Dass Project A das nun als Erfolgs-Exit darstellt, ist ein Trauerfall für die deutsche Internetszene.



  4. Dieter

    @Holger Ich verstehe garnicht worüber die Investoren jammern. Das Produkt war offensichtlich darauf ausgelegt, in kürzester Zeit massiv Aufmerksamkeit zu erregen, um dann vom Platzhirsch aufgekauft zu werden.

    Die Strategie ging auf, Glückwunsch.

  5. Ob die Übernahme wirklich was bringt, bezweiel ich auch!

  6. Sebastian Vettel hat das Unternehmen nach vorne gebracht… :) Ou man. Das einzige was da interessant ist: Innerhalb so kurzer Zeit relativ gute Umsätze zu erzielen. Ob da aber wirklich alle Investoren zufrieden sind, bezweifele auch ich. Warum wurden nicht 3-stellige Mio-Zahlen in den nächsten 2 Jahren angepeilt und dann ein Exil im viel höheren Bereich vorgenommen?



  7. Julien

    Peinlich, wie ihr alle mit euren Kommentaren ein paar Backlinks generieren wollt.
    Die 50 Mille werden doch alle Vorkommentatoren nicht zusammen in ihrem Leben verdienen.

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