Hertie feiert sein Comeback

Traditionsmarke trifft Start-up! Eine gefühlte Ewigkeit nach der Ankündigung im Sommer des vergangenen Jahres – siehe “Hertie wird Osnabrücker – Telefon.de-Macher übernehmen Traditionsmarke” geht Hertie (www.hertie.de) an diesem Sonntag endlich an den Start. […]
Hertie feiert sein Comeback
  • Von Alexander Hüsing
    Sonntag, 15. September 2013
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Traditionsmarke trifft Start-up! Eine gefühlte Ewigkeit nach der Ankündigung im Sommer des vergangenen Jahres – siehe “Hertie wird Osnabrücker – Telefon.de-Macher übernehmen Traditionsmarke” geht Hertie (www.hertie.de) an diesem Sonntag endlich an den Start. Mit dem Slogan “Viel Spaß beim Einkaufen” wollen Jan Klöker, Nils Klöker und Co. der bekannten Marke zum Online-Comeback verhelfen.

Zumindest haben die Osnabrücker ihre Ankündigung fast termingerecht umgesetzt – fast! Damals hieß es, spätestens Mitte 2013 soll Hertie wiederbelebt werden. Nun ist Hertie zumindest rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft an den Start gegangen. “Hertie wird in Zukunft eine kluge Alternative für Käufer von Sortimenten wie Haushaltswaren, Telekommunikation, Medien, Bücher, Spielwaren, Geschenkartikel, Heimtextilien, Parfümerie und vieles anderes mehr sein”, verkünden die neuen Betreiber, die die Marke vom Hertie-Insolvenzverwalter Biner Bähr übernommen hatten. “Wir erwarten von dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft einen enorm hohen Zuspruch, insbesondere durch das sehr große und umfangreiche Spielwarensortiment“, sagte Nils Klöker zudem der Osnabrücker Zeitung. Ob die “übersichtliche Darstellung des gesamten Shops und der Produkte” allerdings “neue Maßstäbe” setzen kann, bleibt offen. Gerade die farbenreiche Navigation lenkt etwas von den Produkten ab. Die Produktdetailseiten sind dafür aber recht gelungen – und bieten viele Verweise auf andere, ähnliche bzw. passende weitere Produkte.

Mal sehen, ob Hertie als Großangriff gegen Amazon gelingt. Einen Versuch ist es aber wert, zumal die Klöker-Brüder, die sich mit Telefon.de (www.telefon.de) einen Namen gemacht haben, berichten, dass viele Lieferanten dankbar und erfreut gewesen seien, “dass endlich ein zusätzlicher, starker und ernstzunehmender Handelspartner die Online-Bühne betritt und den bekannten Global Playern bereit ist die Stirn zu bieten”. Aber Klappern gehört ja bekanntlich zum Handwerk, gerade wenn man Deutschland mit einem weiteren Online-Shop erobern will. Zumal noch mit einem Online-Shop, der als ganzheitliches Online-Kaufhaus daher kommt. Ein Modell, das Offline immer schlechter funktioniert. Mit Telefon.de und ihren anderen Shops wie serviette.de (www.serviette.de) verfügen die Klökers zumindest aber über Erfahrung im E-Commerce. Ihr 50-köpfiges Unternehmen ist nun quasi die neue Hertie-Gruppe. Auch bei Telefon.de prangt jetzt der Zusatz “Ein Shop der Hertie-Gruppe”. Die Osnabrücker scheinen ihrer neuen Traditionsmarke somit einiges zu.

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* Hertie wird Osnabrücker – Telefon.de-Macher übernehmen Traditionsmarke

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Obwohl die Zeiten von erfolgreichen Kaufhäusern vorbei zu sein scheint, hat das Konzept online bestimmt noch Zukunft. Ich finde, für mich als Kunden hat es entscheidende Vorteile, wie zum Beispiel, dass ich auf einer Website (fast) alles finde, was ich brauche. Meine Bestellung kommt dann in nur einem (!) Paket direkt an meine Haustür. Finde ich sehr praktisch.
    Deshalb drücke ich Hertie die Daumen, dass sie es richtig anstellen und viele Kunden für das neue Konzept des Kaufhauses begeistern können. Super ist schon einmal, dass man auch bequem über das Smartphone Zugriff auf den Webshop hat – ein Feature, das jeder Onlinehändler auf jeden Fall integrieren sollte.

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