Umfrage zur Bundestagswahl: Gründer wählen FDP

Die deutsche Start-up-Szene hat dann schon einmal gewählt! Über 600 Gründer, Startupper und Mitarbeiter aus jungen Digitalfirmen haben sich in den vergangenen Wochen an unserer Umfrage zur Bundestagswahl, die wir gemeinsam mit SurveyMonkey […]
Umfrage zur Bundestagswahl: Gründer wählen FDP
  • Von Alexander Hüsing
    Freitag, 13. September 2013
  • 22 Kommentare
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Die deutsche Start-up-Szene hat dann schon einmal gewählt! Über 600 Gründer, Startupper und Mitarbeiter aus jungen Digitalfirmen haben sich in den vergangenen Wochen an unserer Umfrage zur Bundestagswahl, die wir gemeinsam mit SurveyMonkey gestemmt haben, beteiligt. Das nicht-repräsentative Ergebnis ist eindeutig: Die FDP kommt auf 21,4 %, die Union aus CDU/CDU auf 20,9 %. Die SPD landet bei 13,7 %.

Die Regierungskoalition kommt in der deutschen Gründerszene somit auf 42,3 %; SPD und Grüne zusammen auf 25,7 %. Die anderen Parteien kommen auf folgende Zahlen: Piraten 12,5 %, AfD 11,5 %, Linke 5,7 %, Sonstige 2,3 %. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und besonders Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler werden diese Zahlen freuen, immerhin buhlt der FDP-Mann seit Monaten um die Aufmerksamkeit der Gründerinnen und Grüner im Lande. Aufgesplittet nach Gründern und Angestellten ist unsere Umfrage zur Bundestagswahl sogar noch eindeutiger: In der Zielgruppe Gründer kommt die FDP auf 26,8 % – gefolgt von der CDU/CSU mit 21,2 % und den Piraten mit 13,2 %. Die SPD kommt auf 12,2 %, Bündnis 90 / Die Grünen auf 10,1 % und die Alternative für Deutschland auf 10,1 %. Zum Vergleich: Bei den Angestellten kommt die FDP nur auf 8,7 %. Die CDU/CSU liegt in dieser Zielgruppe bei 19,9 %, Bündnis 90 / Die Grünen bei 18 % und die SPD bei 17,4 %. Die deutsche Jungunternehmerszene tendiert somit eindeutig zur FDP.

Forschungsgruppe Wahlen sieht FDP bei 6 %

Hier noch einmal ein Vergleich mit dem bundesweiten Zahlen: Die Forschungsgruppe Wahlen sieht CDU/CSU momentan bei satten 40 % und die SPD bei 26 %. Die Grünen kommen demnach auf 11 %, die FDP auf 6 % und die Linke auf 8 %. Die deutsche Digitalszene wählt somit – vermutlich – deutlich anders als der Durchschnitt der Bundesbürger.

In unserer Umfrage haben wir aber auch das berufliche Segment der Teilnehmer angefragt. Hier die Ergebnisse aus der Zielgruppe Social Media: Piraten (19,6 %), SPD (16 %), Bündnis 90 / Die Grünen (12,5 %), FDP (12,5 %), Die Linke (12,5 %). CDU/CSU kommt bei Social Media-Menschen nur auf 8,9 %. Bei Menschen aus dem Segment E-Commerce sieht es ganz anders aus: Dort kommen CDU/CSU auf 24,6 %. Die FDP landet bei 23,4 %, die SPD bei 15,8 %, Bündnis 90 / Die Grünen bei 12,9 % und die Die Piraten nur bei 8,2 %. E-Commercler wählen somit CDU/CSU, Social Media-Macher Piraten. Bei Zeitgenossen aus der Medien- und Kreativwirtschaft kommen CDU/CSU ebenfalls gut an (21,3 %). Gefolgt von Bündnis 90 / Die Grünen (17,5 %) und der SPD (16,3 %).

Bleibt noch ein Blick auf das Segment Technologie: FDP (27,3 %), Die Piraten (15,9 %), Bündnis 90 / Die Grünen (13,6 %). Menschen aus dem Segment Online- und Mobile-Marketing gaben ihre Wahlpräferenz wie folgt an: FDP (27 %), CDU/CSU (21,4 %), Die Piraten (15,7 %). Bündnis 90 / Die Grünen kommt bei dieser Zielgruppe nur auf 7,87 %. Man darf gespannt sein, wie die Gründer im Lande dann tatsächlich wählen. Eine Tendenz ist eindeutig zu erkennen.

Politik und Start-ups

* “Wir brauchen keinen Neuen Markt” – Offener Brief an Wirtschaftsminister Rösler
* Blase 2.0? Rösler will Neuen Markt wiederbeleben
* Hunderte private Kapitalgeber beantragen Staatskohle – Nach 14 Tagen schon 35 Zusagen
* “Wir wollen etwas mitnehmen vom Spirit” – Bundesminister Philipp Rösler über die Start-up-Reise ins Silicon Valley
* Silicon Valley Tour: Unterwegs mit Philipp Rösler – Artikel, Tweets, Fotos und mehr
* Bundesregierung schenkt privaten Investoren 20 % ihrer Investitionssumme

Fotogalerie: Silicon Valley Tour

Im Frühjahr war Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit mehr als 100 Gründern und Unternehmern in den USA unterwegs. Einige Eindrücke der Silicon Valley Tour mit Philipp Rösler und Co. gibt es in unserer Fotogalerie. Vielen Dank an VentureTV, Alexander Piutti und German Valley Week für die vielen Fotos aus dem sonnigen Kalifornien.

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Founder101

    traurig… ein bisschen schäme ich mich dafür schon



  2. Carsten

    Falsche Überschrift: Muss heißen “4 von 5 Gründern wählen NICHT”



  3. Carsten

    Falsche Überschrift: Muss heißen “4 von 5 Gründern wählen FDP NICHT”



  4. Fragezeichen

    Das ist ja ein Desaster!
    Warum verhalten sich Gründer derart egoistisch und wählen inkompetente Klientelparteien??!!

  5. Pingback: Umfrage zur Bundestagswahl: Gründer wählen FDP ‹ startupundvcnews



  6. Elle

    Vergleicht mensch Parteiversprechen vor Wahlen mit tagtäglicher Politik klaffen in der Grafik Welten zur Realpolitik. Startups, Fördergelder, Besteuerung uhhh. Hört hier der Tellerrand auf? Legt man Erstaussagen von Randparteien (zb. Piraten oder AfD) zugrunde, kann ich nicht verstehen, wie eine rechtspopulistische Partei fast so viele Stimmen erhält, wie die “Grundsatzpartei” der Daten-/Meinungs-/Informations-/usw.-Freiheit. Wer so blind ist und aus rein wirtschaftlichen Gründen wählt, sollte lieber mal vor’m PC, Tablet oder Smartphone hervorkriechen und leben!



  7. peinlich

    33% für FDP und AfD zusammen!!!

    Alter Falter, was ist das für eine geistig eingeschränkte Szene, das ist ja mehr als peinlich…



  8. F.X. Stangel

    Wer in Bayern effiziente Wirtschaftspolitik will, der wählt FREIE WÄHLER | LISTE 3. Aber die Frage wurde wohl gar nicht bei der Umfrage gestellt.



  9. Dax

    AfD ist die einzige Wahl für uns im Büro – wenn es nämlich mit der Fiskalpolitik in Europa so weitergeht wie bisher, zahlen wir bald alle mit bemalten Muscheln…



  10. argosy_ops

    11,5% für eine Partei, deren Spitze aus erklärten Nationalisten und Rassisten zusammengesetzt ist? Ich war eigentlich immer der Auffassung, dass rechtes Gedankengut eher in bildungsfernen Schichten Anklang findet, der Startup-Szene hätte ich dann intellektuell doch mehr zugetraut.



  11. Dieter

    @peinlich Die Frage ist wohl eher: was das alles für peinliche Parteien sind, wenn die FDP und AfD 33 % bekämen.



  12. Wähler

    @Dieter: Wenn die Wahlentscheidung aus so diffizilen Erwägungen wie “wenn es nämlich mit der Fiskalpolitik in Europa so weitergeht wie bisher, zahlen wir bald alle mit bemalten Muscheln…” entsteht, dann hielte ich das tatsächlich eher peinlich für die “Gründerszene”. Aber zum Glück ist die Umfrage ja sowohl nicht-repräsentativ als auch eindeutig.



  13. TheRiddler

    Schlimm. Sind wohl viele Ex-WHU`ler befragt worden. Naja, dazu muss man ja nicht mehr viel sagen. So wird es nüscht mir Unternehmenskultur in Start-Ups in Deutschland.

  14. FDP…….ach stimmt, dass war die Partei, die jetzt rausfliegt aus dem Bundestag :-)



  15. Sascha

    Die Koalitionsverhandlungen sind auf jeden Fall spannend.

  16. Was soll man auch erwarten, wenn die Wahlbeteiligung bei nur noch ca 50% liegt. Mal ehrlich, wie viel von euch die sich hier beschweren waren selbst wählen?

  17. Pingback: Warum Gründer nicht FDP wählen sollten :: deutsche-startups.de



  18. Tobias Hartmann

    Dass dieser Artikel 1,1 Tsd. (gekaufte?) Likes hat, spricht wieder mal Bände.

  19. Pingback: Gründer wählen Rösler – oder? | Gründerraum

  20. Im Sinne einer “Eisbrecher-Partei” habe ich entschieden, die AfD zu wählen. Auch habe ich mich mit 50 Euro an der Geldbombe beteiligt. Wie schnell die AfD systemkonform “gedreht” wird, werden wir sehen. So kommt erst einmal etwas Bewegung in die bunte Republik Täuschland. Die Koalitionsverhandlungen der Union mit der AfD werden zügig mit einer Regierungsbildung aus den Schlagzeilen verschwinden. Trotzdem, ausschlaggebend war für mich folgender Pressetext vom 26. August 2013.

    “AfD: Die Alternative für Deutschland ist gegen die preistreibende Energiepolitik”

    Stromverbraucherschutz
    Die gemeinnützige NAEB e.V. gibt in einem Exklusiv-Interview Prof. Dr. Bernd Lucke Gelegenheit, die eindeutige Position der AfD zur gegenwärtigen Energiepolitik der Bundesregierung darzulegen.

    http://www.prmaximus.de/88891

    Bemerkenswert ist auch das dort verlinkte Video mit Beatrix von Storch. Sie begründet, warum sie das EEG Erneuerbare Energien Gesetz ablehnt.

  21. Pingback: Gründer wählen! #gehtwählen :: deutsche-startups.de

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