Axel Springer Plug and Play: Gleich 8 Start-ups ziehen in den neuen Accelerator

Nachdem endlich alle Verträge unterschrieben sind, startet endlich das erste Accelerator-Programms von Axel Springer Plug and Play. Gleich acht mehr oder weniger junge Unternehmen haben bereits die Räume des Accelerators, eine Mischung aus […]
Axel Springer Plug and Play: Gleich 8 Start-ups ziehen in den neuen Accelerator

Nachdem endlich alle Verträge unterschrieben sind, startet endlich das erste Accelerator-Programms von Axel Springer Plug and Play. Gleich acht mehr oder weniger junge Unternehmen haben bereits die Räume des Accelerators, eine Mischung aus 70er Jahre Funktionsbau und hipper Szeneatmosphäre, in der Berliner Markgrafenstraße – unweit des bekannten Springer-Hochhauses – bezogen.

Die Räume des Accelerators alleine sind schon eine Geschichte wert: Einst war dort eine Notredaktion des Medienhauses untergebracht. Falls das Stammhaus einmal von einer Katastrophe heimgesucht worden wäre, hätte man sofort in die Räume in der benachbarten Markgrafenstraße beziehen können – und die Bild wäre trotz alledem weiter pünktlich erschienen. Im Internetzeitalter braucht man dies alles nicht mehr. Zuletzt tobte sich der Künstler Clemens von Wedel, der die berüchtigte Mailbox-Nachricht des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff in Bilder übertrug, in den Räumen aus. Aus diesem Grund verströmt das Großraumbüro des Accelerators auch eine ganz besondere Atmosphäre. Die Malereien, Graffitis und Schmierereien geben der Fläche einen ganz besonderen Charme – irgendwo zwischen Skaterpark und Künstlerbude. Im Grunde aber eine gute Atmosphäre für Start-ups.

Zwischen merkwürdigen Sprüchen und komischen Wandgemälden residieren nun Asuum (www.asuum.com), eflear (www.eflear.com), mpax (www.mympax.com), nextsocial (www.nextsocial.de), papayer (www.papayer.com), Solid Sound Labs (www.sub-sonic.de) , TickTickTickets (www.tickticktickets.com) und ZenGuard (www.zenguard.org). Diese meisten der acht Start-ups sind noch in einem sehr frühen Stadium, etliche noch gar nicht mit ihrem Produkt gestartet. Mit nextsocial ist aber auch ein Start-up an Bord, dass schon deutlich weiter als die anderen Unternehmen ist – siehe “nextsocial will vom Crowd-Liebling zur Social Commerce-Macht aufsteigen“.

Mit TickTickTickets befindet sich zudem auch eine Last-Minute-Ticket-App unter den Accelerator-Start-ups. Zu diesem Thema gibt es mit Tickethelden (www.tickethelden.de) auch eine Jungfirma, die im ProSiebenSat.1 Accelerator sitzt – siehe “ProSiebenSat.1 Accelerator: 6 Start-ups nehmen am ersten Accelerator-Programm teil“. Zudem baut Epic Companies, der ProSiebenSat.1-Inkubator, mit Todaytickets (www.todaytickets.de) ebenfalls ein ähnliches Konzept auf – siehe “Todaytickets versorgt spontane Feierbiester mit Tickets”. Da deutet sich ein spannender Wettbewerb an.

Die acht Plug and Play-Start-ups

Asuum
Asuum positioniert sich als Plattform zum Entdecken von relevanten, durch eine skalierbare Technologie kuratierten Produkten.

eflear
Ein Online-Marktplatz für Antik- und Vintage-Möbel, mit der Möglichkeit Suchaufträge an ausgewählte Händler zu schicken.

mpax
Anbieter einer Bezahl-App, über die Händler auch Rabatte zur Kundenbindung geben können.

nextsocial
Anbieter einer Software-as-a-Service Lösung, mit der Brands, Labels oder Sportvereine ihren Fans ganz einfach besondere Angebote über Facebook verkaufen können.

papayer
Sicheres Bezahlen für Jugendliche mit Kontrollfunktionen für die Eltern – eine Paymentkarte für Jugendliche, die Eltern online oder per Smartphone-App in Echtzeit steuern können.

Solid Sound Labs
Entwickler einer Software, welche die Klangqualität von Musik individuell auf Kopfhörer, Dockingstations und Lautsprecher anpasst.

TickTickTickets
Die Mobile App zeigt die Event-Highlights der Woche (Konzerte, Theater, Clubnächte, etc.) und bietet auch Last-Minute Tickets zum Kauf an, welche direkt auf dem Handy gespeichert werden.

ZenGuard
Schnelle 1-Klick Lösung um mittels leichtgewichtigem Browserplugin sicher und verschlüsselt im Netz zu surfen.

Für alle, die es interessiert: Der Axel Springer Plug and Play Accelerator spendiert allen Start-ups neben Bürofläche eine Anschubfinanzierung von 25.000 Euro. Im Rahmen dieser Förderung beteiligt sich der Accelerator mit 5 % an den Unternehmen. Das Premierenprogramm schließt am 5. September mit einem Demo Day, bei dem sich alle Teams einem ausgewählten Publikum internationaler Kapitalgeber vorstellen, um Anschlussfinanzierungen zu erhalten. Die zweite Programmrunde startet dann direkt im Oktober.

Hausbesuch im Springer Accelerator

Der Axel Springer Plug and Play Accelerator ist auf jeden Fall einen Besucht wert. Allein die Wände erzählen stundenlang Geschichten. Die Start-ups sind aber auch interessant. Einige Eindrücke in unserer Fotogalerie.

Artikel zum Thema
* Springer startet Accelerator: Plug and Play gibt Start-ups bis zu 50.000 Euro in die Hand

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Der “Acceleration-Effect” kommt dann wahrscheinlich allein schon dadurch zustande, dass kein normaler Mensch sich diese Wandbemalung auf Dauer in flächendeckender Form antun will. ;)



  2. motzki

    soll diese wandbemalung irgendwie cool und kreativ sein? ugly as hell



  3. Rudi Dutschke

    Sau coooool – trotzdem Springer!



  4. mike

    Ich hab ja nichts gegen Bootstrapping und dem arbeiten auf “Türen” aber die Wandkritzelei ist einfach mal geschmacklos und zeigt das sie wenig von Startups verstehen. Startups haben zwar etwas mit führungslosen, leicht chaotischen Handeln zu tun aber auch etwas mit Fokus. Der Accelerator sieht aus wie eine Punkdrogenbude und nicht wie ein Startup / Accelerator. Zudem frage ich mich wirklich was man mit 25k machen soll. Pizzamoney ist was für ein Inkubator und nicht einem Accelerator.



  5. Mike

    Schauen wir uns doch mal das PlugnPlay Portfolio an:

    Asuum – ecommerce
    eflear – ecommerce
    mpax – sinnlos commerce
    nextsocial – social commerce
    papayer – pay commerce
    Solid Sound Labs – sinnlose app (man soll ja innovativ klingen)
    TickTickTickets – mcommerce
    ZenGuard – RFF = Random Investment Filler

    So wie es aussieht investiert PuP hauptsächlich in ecommerce startups, einem der größten Geldverbrennsektoren überhaupt in der dt. Startupszene. Nicht nur wird in diesen Sektor am häufigsten investiert, dieser Sektor hat auch absolut kein Alleinstellungsmerkmal und keine Marktbarrieren. Da aber Umsätze generiert werden, lässt sich leichter Folgefinanzierung auftreiben, was das spätere Risiko eines Totalinvestmentausfalls noch stärker erhöht. Denn statt 500k werden 5M und mehr verbrannt, bevor man einsieht: “Ups, ecommerce hat doch ne sh*t ROI.” Für Inkubatoren ist es natürlich klasse, denn die bekommen ihren Exit dank Vertrag vermutlich schon in Series A.

    Wann sehen die Manager von solchen Inkubs mal ein, dass sie keine weiteren Ecommerce Startups brauchen, sondern echte Technologien, die Synergien mit ihren eigenen Produkten aufbauen. Wenn ein Konerzn wie Axel Springer seinen Umsatz um 1$ optimieren kann, dann sind das wie 80 Kleinexits von solchen Startups. Ich kapiere einfach nicht wie stumpfsinnig die dt. Investoren da sind.

  6. Pingback: Philipp Rösler, Springer, hub:raum.



  7. phillip

    Scheiße, das grenzt schon fast an fremdschämen! Wie peinlich ist das denn? Asuum ist eine copy von sturbock.de, was aber ganz schick und sinnvoll ist… und der Rest? Totalausfall!



  8. Anyonymps

    papayer könnte interessant sein, us vorbild scheint aber schon in der versenkung verschwunden zu sein



  9. Christian

    @Phillip, hab ich auch erst gedacht aber es ist andersrum. Laut Gründerszene wurde Asuum von Sturbock kopiert.
    (www.gruenderszene.de/allgemein/axel-springer-plug-and-play-startups)

    @Fitmit Hartz4, der markt ist sehr umkämpft aber ich wünsche den Jungs alles gute



  10. Christian

    @Phillip, hab ich auch erst gedacht aber es ist andersrum. Laut Gründerszene wurde Asuum von Sturbock kopiert.

    papayer sieht auch ganz gut aus aber der markt ist sehr umkämpft. ich wünsche den Jungs alles gute



  11. Matthias

    Es gibt so viele Investoren die auch in Berlin aktiv sind und viele andere die euch bei der Gründung oder beim Aufbau eures Unternehmen unterstützen also wie kommt man da auf die bescheuerte Idee mit Springer unter eine Decke zu schlüpfen?

    Es scheint wohl immer weniger Menschen zu geben die so etwas wie einen “moralischen Kompass” besitzen denn scheinbar kapieren einige schon lange nicht mehr was Springer mit seinen “Medien” in diesem Land macht oder?

    Glaubt ihr etwa, dass Springer euch gute Reputation bringt?

    Mir persönlich würde schlecht werden und ich würde vor Scham im Boden versinken wenn ich solchen Leuten auch nur die Hand geben würde. Da würde ich lieber einen Accelerator aus Nordkorea vorziehen!



  12. Mike

    @Matthias,

    welche kannst du denn empfehlen. Ich erarbeite gerade eine Grüne Liste von Investoren für Gründer.

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