Amen is The Best Start-up Ever. Hell no! Amen ohne Zukunft!?

Jetzt ist es so weit: Die von vielen erwarteten Abgesänge auf Amen (www.getamen.com) gehen los. Auslöser ist der Artikel “Amens letzte Atemzüge” auf Netzwertig.com in dem es unter anderem um den Abgang von […]
Amen is The Best Start-up Ever. Hell no! Amen ohne Zukunft!?

Jetzt ist es so weit: Die von vielen erwarteten Abgesänge auf Amen (www.getamen.com) gehen los. Auslöser ist der Artikel “Amens letzte Atemzüge” auf Netzwertig.com in dem es unter anderem um den Abgang von Amen-Mitgründerin Caitlin Winner sowie Übernahmegerüchte in bezug auf Yahoo (Scherz?) und tape.tv geht. Mit der App Thanks versuchte Amen zuletzt den Wandeel Richtung Empfehlungsplattform.

“Wir haben vielleicht noch nichts verdient, aber wir haben vier Millionen Listen aufgebaut, die uns dabei helfen werden, das Konzept zu monetarisieren. Ähnlich wie Google werden wir die Suchergebnisse um Werbung zu ergänzen und die Werbeplätze versteigern”, sagte Amen-Mitgründer Felix Petersen kürzlich in einem Interview. Ansonsten betonte Petersen gerne, dass Amen nicht für jedermann sei (siehe Video unten). Vermutlich ist dies so! Und auch die Schwester-App Thanks, laut Netzwertig als die “letzte Chance für das Start-up” geplant, kam offenbar nicht an. Mit der iOS-App kann sich jeder Empfehlungen zu bestimmten Themen, Fragestellungen abholen. Als Basis dient dabei die Datenbank von Amen, die mit den Meinungen der Nutzer gefüllt ist. Darüber hinaus sind aber auch eigenständige Antworten bei Thanks möglich – somit ist Thanks quasi eine Art Amen 2.0.

Seit dem Start der App ist aber leider in Sachen Thanks nicht viel passiert. Und auch bei Amen selbst ist kaum noch etwas los. Was aber noch viel schlimmer ist: Die Social Media-Kanäle von Amen sind seit Anfang März verstummt. Alles Anzeichen, dass man sich ernst Sorgen um Amen machen muss. “Für die Berliner Webwirtschaft ist es gut, wenn das Kapitel Amen geschlossen wird. Zu sehr provozierte in letzter Zeit allein die Erwähnung des Namens in Gesprächen und Kommentarspalten zynische und sarkastische Reaktionen”, berichtet Netzwertig.com. Gründerszene geht noch einmal auf Star-Investor Ashton Kutcher ein: “Für den US-Schauspieler und namhaften Startup-Investor Kutcher würden mögliche Probleme bei Amen gleich den zweiten Fehlschlag in Berlin bedeuten”. Der andere Fehlschlag war die Eventplattform Gidsy, die von Getyourguide geschluckt wurde.

Festzuhalten bleibt: Amen verkörperte in den vergangenen Monaten – wie kaum ein anderes Start-up den Hype um Berlin. Amen war eines der bekanntesten Start-ups aus Berlin. Amen sorgte dafür, das Berlin international wahrgenommen wurde. Warum? Weil das Konzept von Amen so undeutsch ist, weil Investoren wie Ashton Kutcher, Sunstone Capital und Index Ventures in das kleine Berliner Unternehmen investierten. Es wäre schön, wenn diese Rechnung aufgegangen wäre. Und allen Dauernörgler sein gesagt: Einen Versuch war es trotzdem wert. Unser erster Artikel über Amen lautete in Anspielung auf das Amen-Prinzip “Amen is The Best German Start-up Ever. Amen? Hell no?” Vermutlich lautet die Antwort Hell no!

Hausbesuch bei Amen

ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich bei der Berliner Jungfirma Amen kürzlich einmal ganz genau umsehen. Alle Eindrücke gibt es in unserer Fotogalerie.

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Amen is The Best German Start-up Ever. Amen? Hell no?

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Tiefentaucher

    Dann kann sich der Mustache-Troll, sich ja endlich wieder auf Kunst konzentrieren. Amen.

  2. konnte das ganze amen-gelabere eh schon nicht mehr hören… amen!



  3. Jörg

    Trotzdem Respekt für die PR-Leistung.



  4. Dieter

    Was hat Ashton Kutcher dazu zu sagen ?

  5. VC aufgenommen, eine Weile sicherlich gut davon gelebt, also alles richtig gemacht!

  6. Pingback: Was bei Amen schief läuft | severin tatarczyks blog

  7. Pingback: Der unvorsichtige Umgang mit dem Berlin Hype am Beispiel Amens



  8. Julien

    @Dieter: Was kümmert es ihn, bei $140 Mio. wenn 200k weg sind. Das sind 0,15% seine Vermögens.
    So what :)

  9. At least Felix is 100% hipster, that’s for sure. Nobody can take that away from him!



  10. paula

    @olaf – sehe ich auch so, berlinstyle, nächste bude hypen, vc geld sammeln, fettes gehalt sichern, partys feiern, bude verschrotten, berlin wird immer provinz bleiben



  11. Julien

    Also die Millionenwohnung in Mitte, die Rolex, die Leica Camera für 10k etc. werden ihm schon bleiben, trotz der Amen Schließung oder?
    Thank you Ashton :)
    P.S. Amen is the fucking best way to live an awesome life, on your investor’s pockets :)



  12. steve

    denkt ihr echt er hat da viel kohle rausgezogen? pfff… reicht vllt für paar tausender extra im monat aber das große geschäft war es sicher nicht



  13. Petra Panther

    @Amen. Before Felix came a Hipster.

    http://vimeo.com/1303835

    That really makes sense..

  14. Ich finde Aberapp.com macht einen vielversprechenden Eindruck.

  15. Pingback: Start-up-Radar: Aber :: deutsche-startups.de



  16. Ole

    Hat Berlin nur geschadet. Dieser ganze Hipster Style und das gehype von Schrott hängt mir seit Jahren zum Hals raus. Möchtegern-Unternehmer… nur Show, nichts Nachhaltiges. Auf gut deutsch: Schei*e für Gold verkauft. Amen. And Good Night.

    Aber es wird genauso weitergehen. Finanziert werden die, die am lautesten schreien. Show Biz.



  17. Thomas P

    100% agreed, Ole. Dann doch lieber was solides, vektorisierte Und angereicherte Karten zu Beispiel, oder?

  18. Pingback: tape.tv übernimmt Amen :: deutsche-startups.de

  19. Aber zum Glück gibt es noch Aber (www.aberapp.com)

  20. Pingback: Project A: Springer steigt endlich ein und 4 neue Projekte :: deutsche-startups.de

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