Groupon und American Express investieren in SumUp – Apple vertreibt payleven-Kartenleser

Das Berliner Start-up SumUp (www.sumup.com) will bekanntlich schneller als Bargeld sein – siehe Interview mit SumUp-Macher Stefan Jeschonnek. Gelingen soll dieses Vorhaben mit Unterstützung von Groupon und American Express. Ein zweistelliger Millionenbetrag fließt […]
Groupon und American Express investieren in SumUp – Apple vertreibt payleven-Kartenleser

Das Berliner Start-up SumUp (www.sumup.com) will bekanntlich schneller als Bargeld sein – siehe Interview mit SumUp-Macher Stefan Jeschonnek. Gelingen soll dieses Vorhaben mit Unterstützung von Groupon und American Express. Ein zweistelliger Millionenbetrag fließt nun in das Start-up. Konkurrent payleven (www.payleven.de) kontert mit einer Koopertation mit Apple. Der Apfelkonzern verkauft ab sofort die Kartenterminals des Start-ups.

Auch die bestehenden Investoren – darunter b-to-v Partners, Shortcut Ventures und Tengelmann Ventures – zücken für SumUp erneut die Geldbörse. Eine zweistellige Millionensumme floss zuvor bereits in SumUp, dass unter anderem von Daniel Klein, Gründer von Moneybookers, vorangetrieben wurde. “Wir sind begeistert, Groupon und American Express als neue Investoren gewonnen zu haben. Beide Unternehmen teilen unsere Vision und unser Engagement, Unternehmer und Selbständige zu fördern. Als einer der führenden Finanzkonzerne weltweit, treibt American Express Innovationen im Zahlungsbereich an vorderster Front voran. Groupon hat gezeigt, dass es möglich ist, ein globales Unternehmen innerhalb kurzer Zeit aufzubauen, von dem Millionen von Händlern profitieren”, sagt Klein. Spannend dabei: Groupon wurde bekanntlich – nach der Übernahme von CityDeal – maßgeblich von Oliver Samwer und Co. – und somit von Rocket Internet vorangetrieben. Dennoch entschied sich Groupon nicht für payleven, den SumUp-Mitbewerber aus dem Hause Rocket Internet. Und American Express hätten die Samwers sicherlich auch gerne als Investor gehabt. Eine ziemliche Klatsche für die erfolgsverwöhnten Raketenbauer aus Berlin. Zu den Geldgebern von payleven gehören bekanntlich New Enterprise Associates, Holtzbrinck Ventures (auch an ds beteiligt), ru-Net und die Kinder von Silvio Berlusconi.

“Wir sind jetzt besser denn je gerüstet, unsere Vision – unternehmerischen Erfolg zu fördern, das POS Erlebnis von Grund auf neu zu definieren und Händler-Kunden Beziehungen zu intensivieren – in die Tat umzusetzen”, sagt SumUp-Macher Klein. “Wir freuen uns, dass wir in SumUp investieren können, da wir SumUp als führendes Unternehmen im aufstrebenden Mobile Payment Bereich außerhalb der USA identifiziert haben. SumUp und Groupon teilen die Vision, die Interaktion zwischen Händlern und ihren Kunden verändern und verbessern zu wollen. Wir haben größtes Vertrauen in das Team von SumUp, diese Vision in die Tat umzusetzen”, sagt Jason Harinstein von Groupon. Klingt wie eine weitere Klatsche für Rocket Internet und payleven. Werner Decker von American Express fügt hinzu: “American Express engagiert sich, einen Mehrwert für kleine Händler zu schaffen und ihnen dabei zu helfen, ihr Geschäft weiter zu entwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass SumUps Fähigkeiten kombiniert mit seiner End-to-End Payment Lösung, die einfache Bedienung und hohe Sicherheit bietet, SumUp eine wichtige Rolle im Mobile Payment Bereich spielen lassen werden.”

Apple vertreibt Kartenleser von payleven

Mitbewerber payleven will unterdessen mit Apple punkten: Der Apfelkonzern verkauft ab sofort die Kartenterminals des Start-ups in seinen Stores und auf seiner Website. “Apples Entscheidung, den Chip & PIN Kartenleser von payleven in sein Sortiment aufzunehmen, ist ein großer Schritt in Richtung Akzeptanz mobiler Kartenzahlung. Wir freuen uns sehr über solche Möglichkeiten, die Chip & PIN-Technologie direkt aus dem Handelsregal an kleine Unternehmer bringen“, sagt Neil Horseman von Visa Europe. “Wir freuen uns, diese Entwicklung aktiv zu gestalten und durch starke Vertriebswege weiter voranzutreiben”, sagt Konstantin Wolff, Gründer und Geschäftsführer von payleven. “Dass Apple unseren Chip & PIN-Kartenleser in sein Sortiment aufnimmt, verdeutlicht die enorme Relevanz mobiler Kartenzahlung. Kleine und mittelständische Unternehmer müssen in der Lage sein, Kartenzahlungen flexibel und sicher umzusetzen.” Der Chip & PIN-Kartenleser kostet bei Apple 129 Euro und beinhaltet ein Startguthaben für Transaktionsgebühren im Wert von 30 Euro.

Hausbesuch bei SumUp

ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich Ende des vergangenen Jahres bei der Jungfirma SumUp einmal ganz genau umsehen. Er fand einen schönen Fensterschmuck, einen stattlichen Tresor und ein Gin-Depot. Einige Eindrücke der kunterbunten SumUp-Welt gibt es in unserer kleinen, aber Fotogalerie.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Der eigentliche Witz ist ja, dass in Afrika das Bezahlen per Handy schon seit Jahren gang und gebe ist und wir jetzt quasi erst nachrücken :)

  2. Pingback: Payleven lässt Apple Kartenleser vertreiben, SumUp erhält zweistellig.



  3. spinner

    wo bleibt eigentlich die nachricht über die massenentlassungen bei sumup?
    1/3 der belegschaft gefeuert und keine Notiz?
    spitzen journalismus

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