Scottish Equity Partners investiert in Mister Spex

EXKLUSIV Das klingt nach ganz, ganz großer Millionenspritze: Scottish Equity Partners (SEP) investiert nach Informationen von deutsche-startups.de in das Brillen-Start-up Mister Spex (www.misterspex.de). An der bisher nicht kommunizierten Finanzierungsrunde nahmen auch etliche Altgesellschafter […]
Scottish Equity Partners investiert in Mister Spex

EXKLUSIV Das klingt nach ganz, ganz großer Millionenspritze: Scottish Equity Partners (SEP) investiert nach Informationen von deutsche-startups.de in das Brillen-Start-up Mister Spex (www.misterspex.de). An der bisher nicht kommunizierten Finanzierungsrunde nahmen auch etliche Altgesellschafter – darunter DN Capital und Xange – teil. Mister Spex sammelte zuletzt in der zweiten Finanzierungsrunde imposante 7 Millionen Euro ein.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Berliner Brillen-Start-up nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz in Höhe von 26 Millionen Euro und freute sich mit diesen Zahlen über ein Wachstum von mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr (17 Millionen Euro). Auch die Kundenzahl liest sich für den E-Commerce-Händler gut: Mit über 200.000 Kunden mehr, nämlich jetzt über einer halbe Million Käufern, sehen sich die Berliner gut im Markt aufgestellt. Seitdem stehen die Zeichen bei Mister Spex auf Expansion: Zuletzt startete ein Ableger in Schweden. Weitere Ableger sollen rasch folgen!

“Wir wollen der führende Online-Optiker in Europa werden. Unser schwedischer Shop ist ein weiterer wichtiger Schritt zu diesem Ziel”, sagt Mister Spex-Gründer Dirk Graber (siehe oben). Für diese Expansionsstrategie ist dann sicherlich auch die neue, zweistellige Millionensumme von SEP. Mister Spex-Unternehmenssprecherin Martina Dier bestätigte der Berliner Morgenpost wenige Stunden nach dem Erscheinen dieses Artikels die Finanzierungsrunde. Insgesamt 16 Millionen Euro, zunächst war nur von 12 Millionen die Rede, fließen nun in Mister Spex. Das frische Kapital stammt unter anderem aus dem SEP IV Fund, der rund 200 Millionen Pfund schwer ist. SEP hält nun knapp 23 % an Mister Spex. 2011 lag der Jahresfehlbetrag vin Mister Spex bei rund 4,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,7 Millionen Euro). Das Start-up ist somit noch mitten in der Wachstumsphase.

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Hausbesuch bei Mister Spex

Im Sommer 2010 besuchte deutsche-startups.de Mister Spex zuletzt. Nun aber auf zur Fotogalerie, in der es bunte Flaggen, bunte Bildschirm-Tierchen und eine knallrote Wand zu bestaunen gibt.

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* Mister Spex sammelt 7 Millionen ein

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  2. Update: Inzwischen bestätigte Mister Spex die Finazierungsrunde! 16 Millionen Euro fließen in Mister Spex. Zitat: “Das Geld wird Mister Spex nutzen, um in weitere Wachstumsprojekte zu investieren. ‘Wir werden vor allem den deutschlandweiten Ausbau unseres Optikernetzwerks von derzeit über 300 auf mittelfristig 400 bis 500 Partneroptiker und die Weiterentwicklung unserer internationalen Online-Shops für Frankreich, Spanien und Schweden vorantreiben’, sagt Mister Spex-Geschäftsführer Dirk Graber. ‘Wir freuen uns, einen neuen erfahrenen europäischen Investor im E-Commerce-Bereich an Bord zu haben. Diese Finanzierungsrunde wird uns dabei helfen, unsere Position als Deutschlands größter Online-Optiker weiter auszubauen.’



  3. McFitti

    Kann mit das jemand mit mehr Ahnung und
    Entrepreneurship-Erfahrung BITTE mal erklären:

    7 Mio Euro sollten ja wohl reichen.
    Ist das ganze nicht ein wenig verrückt, dauernd mehr und mehr Cash in einige, wenige Startup-Buden reinzuwerfen??

    Nochmal: Mit einem Funding von 7 Mio sollte man doch irgendwann mal dynamisch, aus dem Cash Flow wachsen können, oder?

    Über eine ausführliche Erklärung würde ich mich freuen..



  4. Eric

    Es geht nicht in erster Linie um “Wachsen aus dem Cash Flow” oder möglichst schnell profitabel zu werden (Break Even erreichen). Es geht besonders im eCommerce darum schnell den Markt zu besetzen (auch international) und Marktanteile aufzubauen. Solange die COGS deutlich positiv sind und aufgrund von Wachstumsstrategien negative EBITDAs zustande kommen, ist das okay. Z.B. ist TV-Werbung so teuer, dass Mister Spex wahrscheinlich relativ schnell schwarze Zahlen schreiben würde, aber eben das Wachstum einbricht. Es wird also zunächst “auf Pump” Marktanteil gekauft und Infrastruktur aufgebaut (Stichwort Lagerhaltung), in der Hoffnung die Kosten später senken zu können.
    Das ist bei Zalando und Co. nix anderes.



  5. McFitty

    Ok ok, danke erst mal für die Antwort.

    Dann aber immer noch die Frage: Wenn man sich ein wenig limitieren würde,
    wenn man also kein 200 Mio Plus Projekt anstrebt, sondern vielleicht ein 5 – 10 Mio Projekt, dann könnte man erstens, aus Eigen-Umsätzen wachsen und zweitens wäre das Projekt wohl weniger riskant und alles ein wenig realistischer, oder?



  6. Eric

    Das ist sicher ein wichtiger Aspekt wenn es um Risikominimierung geht.

    Wenn es allerdings um Gewinnmaximierung geht, ist in erster Linie die Unternehmensbewertung relevant, da diese im Falle des Exits des VCs oder Gründers Basis für die Kaufpreisverhandlung ist. Drei nützliche Artikel dazu: http://www.gruenderszene.de/recht/share-deal-exit
    http://www.gruenderszene.de/recht/share-deal-exit-2
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ertragswertverfahren

    D.h. Grundlage sind die erwarteten diskontierten zukünftigen Gewinne und Cash Flows. Wo liegen diese wohl höher: bei einem 5 Mio. Projekt oder bei einem 200 Mio. Projekt?

    –> Fazit: wenn du bestrebt bist mit großer Sicherheit für immer Gesellschafter in der Gründung zu sein und davon zu leben –> kleines Projekt und aus eigenem Cash Flow wachsen

    Wenn du aber als Gesellschafter (wie z.B. ein klassischer VC) eine möglichst hohe Rendite haben willst durch einen Exit, dann Umsatzmaximierung mit hohem Risiko.

    Der VC muss natürlich mit den hohen Renditen das hohe Risiko ausgleichen und Verluste gescheiterter Projekte mit abdecken – daher brauch er die hohe Verzinsung über den hohen Verkaufspreis über die hohe Unternehmensbewertung über die hohen erwarteten Gewinne über die hohen Umsätze :)



  7. TheRiddler

    Es geht besonders im eCommerce darum schnell den Markt zu besetzen (auch international) und Marktanteile aufzubauen.

    Bis ein bessere Anbieter kommt vielleicht mit besserer Technologie, besseren Marketing, ggfs. besseren Produkten usw. kommt. Diese Attidtüde, einen Markt zu besetzen ist ein Argument aber nicht das Beste.

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