RevenueMax vor dem Aus: Yield-Optimizer insolvent

Das Hamburger Start-up RevenueMax (www.revenuemax.de), welches im Sommer 2010 von Kay Schneider und Thomas Promny gegründet wurde, steht vor dem Aus. Bereits Anfang Mai mussten die Hanseaten den schweren Gang zum Amtsgericht antreten […]
RevenueMax vor dem Aus: Yield-Optimizer insolvent

Das Hamburger Start-up RevenueMax (www.revenuemax.de), welches im Sommer 2010 von Kay Schneider und Thomas Promny gegründet wurde, steht vor dem Aus. Bereits Anfang Mai mussten die Hanseaten den schweren Gang zum Amtsgericht antreten und einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jörn-H. Meyn bestellt.

Der sogenannte Yield-Optimizer RevenueMax trat an, um Betreibern von Webseiten und Vermarktern zu helfen, ihre Werbevermarktungserlöse zu steigern. Das Unternehmen arbeitet dabei mit der selbst entwickelten Technologie Orchestra, die auch auf Real Time Bidding-Plattformen eingesetzt wird. Ende 2011 stieg der High-Tech Gründerfonds (HTGF) bei RevenueMax ein. “Online Display Advertising ist weiterhin ein spannender Wachstumsmarkt mit viel Potenzial für effizientere Prozesse und Technologien. Der innovative Ansatz von RevenueMax und vor allem das sehr erfahrene Team hat uns schnell überzeugt. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung des Unternehmens und eine erfolgreiche Zusammenarbeit”, sagt Christine Schmidl, Investment Managerin des High-Tech Gründerfonds, damals zum Investment.

Wie aus dem Umfeld der Investoren, zu denen neben dem HTGF noch einige Business Angels gehören, zu hören ist, sind im weitesten Sinne Managementfehler für das Aus von RevenueMax verantwortlich. 2011 lag der Jahresfehlbetrag des Unternehmen bei rund 385.000 Euro (2010: knapp 52.000 Euro). Zitat: “Die Gesellschaft ist zum 31.12.2011 bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 255.203,11 EUR aus”. Firmengründer Promny, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der RevenueMax AG ist, will sich zum Aus nicht äußern. Offenbar auch, weil es noch juristische Auseinandersetzungen, zu denen bisher keine Details an die Öffentlichkeit gedrungen sind, im Unternehmen zu klären gibt. Seit Februar dieses Jahres führt Ruben Welsch den Yield-Optimizer, dessen Büros bereits bei Immonet zur Zwischenmiete ausgeschrieben wurden. RevenueMax-Mit-Gründer Schneider war bis Ende des vergangenen Jahres beim Unternehmen an Bord. Inzwischen wirkt er bei smartclip. Ebenfalls nicht mehr an Bord ist Markus Siegmann. Insgesamt ein unrühmliches Ende für den ersten deutschen Yield Optimizer.

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  2. Grummel

    Leider habe ich das ganze zu spät bemerkt (schon seit Monaten keine Auszahlung erhalten) und kann mir wohl nun ein paar hundert Euro ans Bein streichen. Auf Mails oder Anrufe reagiert seit Wochen niemand. Besten Dank Herr Promny!



  3. Julien

    Immerhin knappe 120.000 € für Miete rausgehauen.
    Da ist unser Steuergeld hingeflossen. In ein Startup, welches sich in die teuerste Hafencity einquartieren muss. Herrlich.



  4. Dennis

    “Die Gesellschaft ist zum 31.12.2011 bilanziell überschuldet “… den gleichen Satz findet man auch in der aktuellen Bilanz von Searchmetrics bei Bundesanzeiger. Nur eben das da 2013 steht und nicht 2011. ;) Scheint ein schwieriges Jahr für die Online Marketing Branche zu sein, schauen wir mal was sonst noch so passiert. Promny jedenfalls hat heute auf der SEO-Kreuzfahrt “SEOCruise” einen Vortrag zu “Vom SEO zum Unternehmer” gehalten. So langsam sollte man wirklich an seiner Kompetenz zweifeln. Stellt sich als Supermann der OM-Szene hin aber kommt auch nur heiße Luft raus.



  5. Interessant

    Was ist eigentlich aus Gimmahhot geworden? Das war doch schon Ende 2011 kein Senkrechtstarter. Hat Frau Schmidl etwa vergessen in den Akten zum Thema HTGF und Thomas Promny nachzulesen?

    Schon cool, gleich zweimal beim HTGF abzusahnen. Aber Hauptsache, der Eigenanteil kommt wieder raus – und noch ein bisschen Sahne oben drauf.

    “Unternehmer” ist ja heute eh jeder, der ein Büro mietet und Kapital einsammelt, auf Profitabilität scheint es nicht anzukommen. Aber solange “insgesamt erfahrene Investment-Manager” wie Frau Schmidl auf bewährte Teams und Geschäftsmodelle setzen, wird dieses Rad sich wohl noch weiter drehen ;-)

    Also, selbst doof, wenn ihr den Promny nicht als Vorbild nehmt. Mal sehen, welches Modell der HTGF ihm nächstes Mal bezahlt.



  6. John Mu

    Jetzt mal ehrlich: Der Thomas Promny hat doch noch nie etwas ordentliches gemacht.
    Bei Gimahhot wurde er rausgeworfen, bei Produki und Simfy sogar als Gesellschafter.

    Die größte Beteiligung: TRG geht gerade den Bach runter.

    Wie es mit D3Media läuft, würde mich interessieren



  7. Risikor

    Jetzt macht mal halblang, € 694.602,44 Jahresüberschuss im Jahr 2011 in seiner Investmentholding sind jetzt nicht soo übel.



  8. Lukas Hermes

    Wie ist der HTGF haftbar zu machen wenn die schon länger Bescheid wussten bzw. ein totes unternhemen deckten?

    Wenn wer Infos zu der Sache hat, Tipps und eventuell seien Hilfe anbieten kann dann freuen wir uns.



  9. Interessant

    @Risikor: Klar, wahrscheinlich Verrechnungszahlungen aus Gimmahhot, RevenueMax und anderen Gesellschaften für Managementleistungen – hahahaha! Kannst das ja mal mit den Überschuldungen gegenrechnen. Bilanziertes Geld löst sich nicht in Luft auf ;-) Wo bleibt die Revision?



  10. nichlustich

    Hm, was wird wohl “Frau Lustich” dazu sagen…..



  11. Sunrise

    Unlängst schrieb Herr Promny noch einen Artikel “Wann sollte ich Rechnungen bezahlen” und stellte auf seinem Facebookprofil einen nicht solventen Kunden an den Pranger. So, Herr Promny, wann genau wollten Sie oder Herr Welsch jetzt unsere Rechnung begleichen
    oder auf unsere Anrufe reagieren?



  12. Axel

    @Sunrise: Promny wird im Moment auf keine Anrufe reagieren. Der ist im Moment auf einer Kreuzfahrt (seocruise.de)! :D



  13. Sunrise

    @Axel, da ist er dann sehr wahrscheinlich schon seit Monaten. Wir haben die Anrufe auch längst aufgegeben. Es gibt ja auch andere Wege. ;-)



  14. Lukas Hermes

    @Sunrise – kanns du das konkretisieren – wir suchen als geschädigte auch noch Möglichkeiten – melde dich bitte einmal per E-Mail.



  15. Karel

    Insolvenzen gehören nunmal zum Geschäftsleben. Das scheint in der Internetbranche noch ein fernes Thema zu sein. In den seltensten Fällen wird irgendwas “abgezockt”, sondern fast immer ist eine Gesellschaft in die Krise gekommen. Dann wird versucht zu retten, was oft mit Stundungen etc. einhergeht und wenn es nicht gelingt, wartet man als Gläubiger gefühlt schon lange auf sein Geld. Scheint mir hier der Fall.

    Sobald klar ist, ob das Insolvenzverfahren eröffnet werden kann (Masse), wird sich der Insolvenzverwalter melden bzw. zu einer Forderungsanmeldung auffordern. Dann gibt es irgendwann mal eine Quote. Wird das Verfahren mangels Masse gar nicht erst eröffnet, bleibt im Zweifel der zivile Weg. In Summe ist es aber oft so, dass die Kosten des Verwalters einen Großteil der Masse aufzehren. Würde ich generell nicht mehr mit viel rechnen.

    Mir scheint die Krise hier bereits länger gewesen zu sein mit dem Abgang (was es auch immer war) des Ex-GF, das Team danach hat wohl den Dreh nicht mehr bekommen. Klassiker in der Betrachtung.



  16. Hans

    @ Lukas – kannst du dich bitte auch bei mir melden? Ebenfalls betroffen. Mail: hanz ät abwesend Punkt de Würde mich freuen!

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  18. Luis

    Will nicht wissen, wie viele Blender neben dem Mr. Super Thomas Promny durch die Gegend laufen und auf den SEO Veranstaltungen auf Starunternehmer machen.
    Genauso würde mich interessieren, wie viele Unternehmen der Startups die fremdfinanziert (Crowdfunding & Co.) werden schwarze Zahlen schreiben.



  19. Daniel

    Da sieht man mal wieder wie leicht es ist im Internet einen auf dicke Hose zu machen…

    So Leute wie Thomas Promny können nur in diesem Business in dem es um “virtuelle” Dinge geht überhaupt die Möglichkeit bekommen so viel Geld zu verbrennen… Im richtigen Offline Business würden die doch keinen Monat überleben, wo man sich nicht hinter einer schönen Webseite und einer schönen Adresse verstecken kann.

    Auch sieht man das trotz dieser enormen Inkompetenz immer noch Gelegenheit gegeben wir als Redner aufzutreten… Herr Promny müsste eher einen Vortrag darüber halten wie man mit 3-5 Firmen scheitert oder herausgeworfen wird und trotzdem noch anderen Leuten etwas beibringen darf…

    So etwas wie Ehre scheint ein Thomas Promny auch nicht zu kennen, offensichtlich war die Insolvenz ja schon sehr lange in Sicht und trotzdem gibt es noch so viele Geschädigte die ihr Guthaben nicht mehr Wiedersehen werden, ein ehrbarer Unternehmer hätte dafür gesorgt das alle noch ihre Guthaben bekommen anstatt die Miete fürs teure Büro zu zahlen…



  20. Florian

    ““Die Gesellschaft ist zum 31.12.2011 bilanziell überschuldet “… den gleichen Satz findet man auch in der aktuellen Bilanz von Searchmetrics bei Bundesanzeiger.” – das ist mal heftig. Hat Marcus Tober schon eine Stellungnahme dazu abgegeben? Das heißt doch, dass Searchmetrics praktisch pleite ist wenn sie keinen Investor finden. Sieht ja tatsächlich so aus wie bei Promny´s Revenuemax vor 2 Jahren.
    Irgendwas haben die Experten Redner auf den SEO Messen wohl was gemeinsam…



  21. Sebastian L.

    Was ist das denn für eine merkwürdige Diskussion hier? Gerade in diesem schnelllebigen Geschäft gehen Unternehmen nun mal in die Insolvenz. Das ist für alle Beteiligten unschön – jetzt hier Thomas Promny für alles mögliche zum Sündenbock zu machen ist ja wohl etwas kurz gedacht.



  22. Walter

    …auf Onlinemarketing.de / Job Börse sucht Revenue Max noch einen Yield Manager für ab sofort. Da scheints ja drunter und drüber zu gehen. http://onlinemarketing.de/jobs/yield-manager-mw

  23. Ich glaube hier regen sich einige auf, weil sie wohl noch Zahlungen von Promny oder Revenuemax bekommen sollten, sich aber keiner meldet oder auf Anrufe etc. reagiert @Sebastian. Oben schreibt ja einer dass anscheinend die dicksten Büros gemietet wurden, aber die Provis oder was auch immer nicht gezahlt werden. Daher der Unmut. Na ja, geht wohl jeder anders damit um.
    Das bei einer Insolvenz immer jemand leiden muss, ist halt mal so. Promny ist sicherlich auch nicht happy mit dieser Situation.

  24. Welche Möglichkeiten hat man als Geschädigter? Würde mich freuen, wenn sich Andere Betroffene bei mir melden würden: info@mueller-digitalmedien.de

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  26. Ralf Bergmann

    Ich schreibe das mal als Lehrgeld ab. Hätte ich mal auf mein Bauchgefühl gehört – immerhin hatte revenuemax schon länger Schwierigkeiten. Ein schlechtes Bauchgefühl bleibt. Wir haben das Ruder gerade rechtzeitig herumgerissen und neue Kunden für unsere Restplätze gefunden.

    Wir vermarkten übrigens seit 10 Jahren zuverlässig. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit bitte melden.

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  28. Florian

    Für den Thomas Promny kommt es jetzt knüppeldick. Die zweite Firma innerhalb von wenigen Monaten insolvent (TRG – The Reach Group).
    http://www.internetworld.de/Nachrichten/Marketing/Performancemarketing/The-Reach-Group-ist-insolvent-SEO-Optimierer-geht-in-die-Knie-76927.html

    Möchte jetzt nicht sagen dass Hochmut vor dem Fall kommt – aber da sieht man wie schnell ein Speaker der auf so vielen Veranstaltungen als erfolgreicher Entrepreneur dargestellt wird, fallen kann.

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  30. christian

    Die grosse Frage die ich mir stelle ob man ” den Resch ” machen wird oder schon gemacht hat. Infos ?



  31. Tobias

    Heftig, Thomas Promny geht zwei x Konkurs innerhalb knapp 2 Monaten!!!

    http://www.deutsche-startups.de/2013/06/06/trg-the-reach-group-insolvent/

    In seiner Außendarstellung war er doch immer ein erfolgreicher Entrepreneur.

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