Wimdu mit 16,5 Millionen Euro Verlust im ersten Geschäftsjahr

Der Zimmervermittler Wimdu (www.wimdu.com) liegt bekanntlich, angeblich, vermutlich wie Blei in den Regalen des Inkubators Rocket Internet. Zum Hintergrund: Focus Online berichtete kürzlich, dass der Wohnungsvermittler am Markt offenbar nicht zu verkaufen sei. […]
Wimdu mit 16,5 Millionen Euro Verlust im ersten Geschäftsjahr
  • Von Karl Müller
    Freitag, 22. Februar 2013
  • 10 Kommentare
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Der Zimmervermittler Wimdu (www.wimdu.com) liegt bekanntlich, angeblich, vermutlich wie Blei in den Regalen des Inkubators Rocket Internet. Zum Hintergrund: Focus Online berichtete kürzlich, dass der Wohnungsvermittler am Markt offenbar nicht zu verkaufen sei. Das Start-up dementierte umgehend und verwies auf seine Zahlen. Zitat: “Wir sind sehr zufrieden mit unseren Geschäftszahlen und Wachstumsperspektiven”. Im ersten Geschäftsjahr, Wimdu ist seit 2011 aktiv, war das Start-up dagegen ein echter Geldvernichter: Der Jahresfehlbetrag des Unternehmens lag laut Jahresabschluss 2011 bei satten 16,5 Millionen Euro. Mehr Geld als viele andere Start-ups jemals überhaupt sehen werden.

“Das Geschäftsjahr 2011 war das erste Geschäftsjahr für Wimdu GmbH. Die hohen Anlaufkosten und der noch niedrige Umsatz sind die wesentlichen Haupttreiber für das negative Ergebnis i. H. v. EUR TEUR -16.488. Die Anfangsphase des Unternehmens in 2011 war insbesondere von hohen Ausgaben für rechtliche Beratung, Marketing, Kunden- und Vermieterakquisition und für IT-Entwicklung gekennzeichnet”, heißt es im Jahresabschluss. In Probleme bringt Wimdu dieser enorme Verlust selbstredend nicht, immerhin sammelte das Start-up bisher stattliche 90 Millionen US-Dollar ein. Der enorme Verlust in so kurzer Zeit zeigt aber, dass die enorme Expansionspraxis, die Rocket Internet im Startjahr mit Wimdu betrieben hat, einen sehr hohen Preis hatte.

9flats.com mit 5,8 Millionen Euro Verlust

Zum Vergleich ein Blick auf den Jahresabschluss von Mitbewerber 9flats.com (www.9flats.com). Der Jahresfehlbetrag 2011 betrug rund 5,8 Millionen Euro. Und auch 9flats.com liegt bekanntlich, angeblich, vermutlich wie Blei in den Regalen seiner Investoren. Zu denen gehören unter anderem eVenture Capital Partners, Redpoint Ventures und T-Venture. Ein zweistelliger Millionenbetrag floss bisher in das Start-up. “Kern ist: Wir wachsen sehr stark. 9flats wird als kosteneffizientester Player im Markt innerhalb der nächsten 12 Monate profitabel werden und dann sehen wir weiter”, sagte 9flats.com-Macher Stephan Uhrenbacher Ende Januar gegenüber deutsche-startups.de. Zunächst einmal müssen wir alle auf die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr warten – und die gibt es vermutlich erst in einem Jahr. Leider!

Hausbesuch bei Wimdu

Wimdu ist längst flügge geworden und hat den Inkubator Rocket Internet (räumlich) verlassen. Im Berliner Umspannwerk sitzen fast 200 Mitarbeiter des Zimmervermittlungsdienstes. Beeindruckend ist der große Besprechungs- und Freizeitraum mit gemütlicher Couchecke, Kicker und vielen Reisefotos. Einige Eindrücke gibt es in unserer Fotogalerie.

ds_wimdu

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* Exit-Probleme: Liegen Wimdu und 9flats.com wie Blei in den Regalen ihrer Geldgeber?



  1. mike

    Mir tun die Gesellschafter dieser Fonds Leid, die unfähig sind ihr Geld effektiv zuverwalten und auf Ramschinvesitionen aus dem Hause Rocket zurückgreifen müssen. Danach sagen alle die Techblase hatte Schuld, nein! Es waren inkompetente Fondmanager und die mangelnde Bereitschaft der Geschäftsfühtung diszipliniert in Innovation zu investieren.



  2. Sebastian

    Wer so schamlos 1:1 kopiert wie wimdu SOLL BITTE scheitern. DANKE! Unglaublich … wer von der Airbnb Seite auf wimdu kommt meint er hätte die Website nicht gewechselt. Echt peinlich wimdu.

    Der Autor des Artikels sei hiermit auf fehlende Kommas und Tippfehler hingewiesen … stört beim Lesen. Sonst interessanter Artikel.

  3. Ja frei nach dem Motto “lieber gut kopiert wie schlecht erfunden” so gehts natürlich auch, es gibt auch entschieden zu wenig Portale für Pauschalreisen.

  4. Herr/Frau Tessin: So lange es aber noch genug Fewo/Feha-Portale gibt, können wir aber beruhigt sein. *lach*

  5. Pingback: Kurz vor 9: GartenXXL, DailyDeal, Abercrombie & Fitch, Wal-Mart, Amazon, Wimdu, Zalando, Paypal | etailment

  6. Meiner Meinung nach wird Wimdu in den nächsten Jahren schwarze Zahlen schreiben.. Natürlich ist die Idee kopiert, aber wer hat nicht kopiert? Ryanair, Apple, Amazon.. Sie machen es halt besser als der Erfinder..Wenn wimdu das extensive Marketing, die Gutscheinpolitik usw. weiter so durchzieht, dann wird bald keinem mehr Airbnb etc. ein Begriff sein…

  7. @Simon: Geh mal auf Alexa.com und vergleiche den Traffic von Airbnb mit dem von Wimdu. Ich glaube die zittern schon… fast… Oder auch garnicht! ;)

    Bei Twitter ein ähnliches Bild: Airbnb hat über 120k Follower – Wimdu dagegen 7k. Eine seperater Account für die USA wurde sogar bereits im Sommer 2011 aufgegeben.

    Der europäische Hauptkonkurrent, was die Imitation des Models angeht, ist Housetrip.com aus der Schweiz. Und selbst die sind weit davon entfernt Airbnb ernsthaft gefährlich zu werden.



  8. steve

    na dann können samwers nur hoffen dass airbnb auch wimdu kauft und nicht housetrip… :)



  9. ich

    Mal ein rein kosmetischer Kommentar: Für ein journalistisches Magazin finde ich den obigen Artikel leider echt auf niedrigem Niveau, was Zeichensetzung und Sorgfalt anbelangt. Bei einmaligem Gegenlesen wären jedem Autor doch sofort die fehlenden und doppelten Wörter aufgefallen. Wenigstens so etwas sollte meiner Meinung nach vor dem Freischalten neuer Artikel geschehen. Vielleicht bin ich da auch ein Einzelfall, aber mir macht das Lesen solch schlampig geschlurrten Texte kein Spaß.

  10. @ich

    Stimmt, hat hätten wir besser Korrektur lesen müssen.

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