Ex-Groupon-Team startet eCabo – Millionenfinanzierung durch Atlantic Capital steht bereits

EXKLUSIV Die ehemaligen und langjährigen Groupon/CityDeal-Macher Philipp Magin und Daniel P. Glasner sowie ihre Mitstreiter Sebastian Moser, Ronny Lange und Tim-Hendrik Meyer wollen nun das Local Commerce-Segment aufmischen. Bereits seit Ende des vergangenen […]
Ex-Groupon-Team startet eCabo – Millionenfinanzierung durch Atlantic Capital steht bereits
  • Von Alexander Hüsing
    Donnerstag, 21. Februar 2013
  • 13 Kommentare
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EXKLUSIV Die ehemaligen und langjährigen Groupon/CityDeal-Macher Philipp Magin und Daniel P. Glasner sowie ihre Mitstreiter Sebastian Moser, Ronny Lange und Tim-Hendrik Meyer wollen nun das Local Commerce-Segment aufmischen. Bereits seit Ende des vergangenen Jahres arbeitet das Team an eCabo (www.ecabo.de), nach den Worten von Magin ein “modulares Betriebssystem für lokale Gewerbetreibende”. Über eCabo sollen lokale Unternehmen künftig ihre “Neukunden akquirieren, Kundenbeziehungen pflegen und Geschäftsprozesse effizienter gestalten” können. Zielgruppe sind unter anderem Gastronomen, Frisöre und Bowlingcenter.

Klassische Retailer, sprich Klamottenläden und Co., sowie mobile Geschäfte wie beispielsweise Klavierstimmer gehören dagegen nicht zur Zielgruppe von eCabo. “Wir glauben, dass Local Commerce eines der wichtigsten Zukunftsthemen im Internet ist. Immer mehr lokale Unternehmer setzen webbasierte und mobile Anwendungen zur Verbesserung ihres Geschäfts ein. Wir wollen die treibende Kraft bei dieser Entwicklung sein”, sagt Magin. Zum Start haben Magin und Glasner eCabo mehrere Monate komplett alleine finanziert. Das Duo ist über ihr Beteiligungsvehikel CRES, steht für Columbus Internet Group, an eCabo beteiligt.

“Um den nächsten Schritt zu gehen”, holten die Berliner nun externe Kapitalgeber an Bord. Nach Informationen von deutsche-startups.de pumpten Alexander und Konstantin Sixt sowie Atlantic Capital Partners rund um Marcus Englert (Ex-ProSiebenSat.1) in der vergangenen Woche eine Millionensumme in die Jungfirma. “Wir sind sehr stolz und glücklich eine Gruppe von erfahrenen Software und Internet Entrepreneurs mit jahrelanger Erfahrung im Aufbau erfolgreicher Unternehmen als Investoren gewonnen zu haben“, sagt eCabo-Macher Glasner. Mal sehen, ob eCabo als Kassen- und Buchungssystem bald die vielen Uraltgeräte in diversen Raetaurants ablöst. Immerhin versuchen derzeit viele Start-ups sich als praktischer Kassen- oder Abrechnuhgsdienst zu etablieren. Die Cloud-Lösung eCabo, die auch ohne permanente Internetanbindung funktioniert, scheint aber eine deutlich größere Lösung zu sein, mit der lokale Unternehmen ihre gesamten internen Geschäftsprozesse abwickeln können.

Ebenfalls neu im Segment ist gastronovi (www.gastronovi.de), ebenfalls eine “webbasierte und sichere Cloud-Softwarelösung” für die Gastronomie. Schon über 100 Betriebe deutschlandweit arbeiten mit dem System, das seit Mitte des vergangenen Jahres nach einer sechsjährigen Entwicklungszeit an den Start ging. Zum Konzept: “Der Gastronom kann per Smartphone oder iPad kassieren, reservieren und was für die Gastronomie so wichtig ist – kalkulieren und zwar rund um die Uhr. Ferner lassen sich mit der neuen Warenwirtschaft, die integriert ist in das Kassensystem die Lagerbestände per iPad abrufen lassen”. Während gastronovi sich somit gezielt an Gastronomen richtet, zielt eCabo auch auf andere Zielgruppen mit Kassensystemen.

Im Fokus: Alle Finanzspritzen und Exits in der Internetbranche gibt es in unserem Deal-Monitor

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Ex-Groupon-MA

    Na, dann wird das wohl zur Feuerprobe für die Jungs. Denn die spezifisch-feinfühlige Art der Mitarbeiterführung von Ronny und Co. (erlebt bei Groupon) wird wohl eine echte Herausforderung. Immerhin gibt es bei eCabo keine unbegrenzten Mittel, dass man nicht vorhandenes Management durch Manpower ausgleichen kann. Ausserdem haben sie für viele Mitarbeiter ihre eigenen Namen ordentlich verbrannt.



  2. Toto

    Die Seite ist ja nett aufbereitet, aber fast jeder klick führt zu einer Anfrage, denke nicht dass man damit eine gute Conversion erreicht. Abgesehen davon sehe ich keinen Vorteil meine Daten einem externen Dienstleister preiszugeben, während man mit den “alten” Systemen alles selber in der Hand hat und keiner außer mir da Zugriff hat. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, oder?

  3. Pingback: Bootstrapping oder Venture Capital ? - Bootstrapping.meBootstrapping.me

  4. “modulares Betriebssystem”, “Geschäftsprozesse effizienter gestalten”, “Programmgestützte Optimierungslogiken”, “Vorteile durch integrierte Gesamtlösung”, “Die Integration von Geschäftsprozessen über mehrere Module hinweg und die individualisierten und multioptionalen Buchungsabläufe steigern deutlich Ihre Effizienz und Ihren Durchsatz.” und und und

    Hier hat jemand leider knallhart an der Zielgruppe vorbei getextet.

    Frisöre, Wirte oder die Betreiber von Bowlingbahnen verstehen nur da Bahnhof.



  5. Lucas

    “CRES, steht für Columbus Internet Group.”

    Das ist aber eine sehr interessante Abkürzung.

  6. Im Bereich Kassen- und Buchungssysteme gibt’s schon einige die da jetzt reindrängen. Zum einen von der Square-Klon-Seite, als zusätzlicher Service neben der Zahlung an sich, und zum anderen, was speziell Gastronomie angeht, von der Orderbird- und Ordify-Seite (wo es auch noch einige Wettbewerber gibt).

    Die Zielgruppe sprechen diese (indirekten) Wettbewerber teilweise auch deutlich besser an. Wie Andreas schon festgestellt hat ist die Sprache doch eher “suboptimal”.



  7. Aladin

    Die Sklaventreiber haben eine neue Galeere zu Wasser gelassen. Schauen wir mal ob sie ein ähnliches Chaos verbreiten wie mit ihrem vorherigen Projekt.



  8. Nikki

    Gluckwünsch Daniel!



  9. wigger

    Gastronovi gibt es nun schon etwas länger, hat orderbird überhaupt schon einnahmen?



  10. Jost

    Orderbird hat mittlerweile 1500 Installationen, das System läuft stabil und die Kunden sind zufrieden…da müssen andere erstmal hinkommen, zur zeit bewegt sich viel, man muss gespannt sein wer nicht nur schöne Worte erzählt sondern auch eine alltagstaugliche Lösung anbietet und diese dann vernünftig supportet!

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