Eltern tauschen bei Mylittlebigswap Kindersachen

mylittlebigswap aus Berlin (www.mylittlebigswap.de) gibt Eltern die Möglichkeit, Kleidung, Bücher oder Spielzeug ihrer Kinder im Online-Marktplatz zu tauschen. Die Idee basiert dabei auf dem Konzept des “gemeinschaftlichen Konsums” und will vermeiden, dass benutzte, […]
Eltern tauschen bei Mylittlebigswap Kindersachen
  • Von Thorsten Panknin
    Freitag, 15. Februar 2013
  • 10 Kommentare
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mylittlebigswap aus Berlin (www.mylittlebigswap.de) gibt Eltern die Möglichkeit, Kleidung, Bücher oder Spielzeug ihrer Kinder im Online-Marktplatz zu tauschen. Die Idee basiert dabei auf dem Konzept des “gemeinschaftlichen Konsums” und will vermeiden, dass benutzte, aber guterhaltene, Textilien oder Spielsachen auf dem Müll landen. Der Clou ist dabei, dass Eltern ihre Artikel lediglich einschicken müssen, den oft mühsamen Teil des Fotografierens, Beschreibens und Einstellens erledigt dann das mylittlebigswap-Team. Nach der Qualitätsprüfung weist das Team den Artikeln Credits zu, die gegen andere Ware eingetauscht werden können.

Seit Mitte Dezember 2012 gibt es mit mylittlebigswap einen neuen Online-Marktplatz, der sich dem  gemeinschaftlichen Konsum (engl.: “collaborative consumption”) verschrieben hat. Auf der Plattform können Eltern von Kindern bis 12 Jahren Kleidung, Spielzeug und Bücher für ihre schnell wachsenden Racker tauschen. Natalia Yañez-Stiel, zusammen mit ihrem Ehemann Gründerin des Marktplatzes, erklärt die Idee hinter ihrer Unternehmung: “Die Idee von mylittlebigswap fängt mit der Wiederverwendung an. Gemeinschaftlicher Konsum heißt bei uns, dass Dinge, die völlig in Ordnung und hochwertig sind, von mir und anderen weitergegeben werden. Ich profitiere davon, dass alle das so machen und bekomme so, was ich in einer bestimmten Lebensphase meines Kindes brauche.”

Einstellen einfach gemacht: der “Concierge”-Service

Der Wert eines Artikels wird vom Team mit einer bestimmten Anzahl an Credits bewertet, die nicht verfallen und angespart werden können. Der abgebende Nutzer erhält pro Artikel die Credits gutgeschrieben und tauscht diese wiederum gegen andere Artikel ein. Neben der eigentlichen Tauschplattform bietet mylittlebigswap zusätzlich einen “Concierge”-Service, ein Rundum-Paket, das es Nutzern so einfach wie möglich machen soll, ihre Artikel online zu bringen: Dazu übernimmt der Dienst sowohl die Qualitätsprüfung, die Fotoerstellung inklusive Einstellen als auch die Produktbeschreibung und letztlich den Versand. Die Ware muss dabei strengen Qualitätsrichtlinien genügen, die Macher legen zum Beispiel Wert auf sehr gut erhaltene Markenkleidung – Discounterware oder zerschlissene Wäsche kommen bei mylittlebigswap nicht ins Online-Haus.

Yañez-Stiel und Björn Stiel gründeten mylittlebigswap im April 2012 in Berlin, der Launch der Website fand dann im Dezember 2012 statt. Die Plattform ist bislang komplett eigenfinanziert, für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Geschäfts sucht das Team aber nach Investoren. Aktuell ist die Mitgliedschaft beim Dienst kostenfrei, lediglich die Versandkosten übernehmen Nutzer selbst. Später zahlen sie für den Service einen frei wählbaren Betrag. In den kommenden Monaten wird das Team im Auge behalten, wie das “Bezahl’, was Du willst”-Modell angenommen wird.

Mylittlebigswap tritt gegen etablierte Offline- und Online-Marktplätze an

Secondhandkleidung zu tauschen steht offline ja schon lange im Trend und inzwischen auch online. Mylittlebigswap konkurriert somit einerseits mit Offline-Flohmärkten und Kinderbasaren und andererseits natürlich mit anderen Online-Plattformen. Beispiele für andere Tauschbören sind Kleiderkreisel mit seinem Ableger MamiKreisel (www.mamikreisel.de), Mädchenflohmarkt (www.maedchenflohmarkt.de), Kidskarton (www.kidskarton.de) oder kinderado (www.kinderado.de). Mylittlebigswap sieht seine Herausstellungsmerkmale vor allem in ihrem Rundum-sorglos-Paket, das Mädchenflohmarkt allerdings auch anbietet.

Der Ansatz, dass Eltern nicht mehr benötigte Kindersachen tauschen, anstatt gleich neue zu kaufen, ist löblich. Die Website ist zielgruppengerecht gestaltet, einfach zu benutzen und mit den zufällig angezeigten Kinderzitaten ziemlich knuffig. In Sachen Geschäftsmodell bleibt abzuwarten, ob mylittlebigswap mit der zukünftigen und freiwilligen Zahlungsbereitschaft der Kunden wirklich rechnen kann.

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* Gnibble: Alltagsgegenstände auf Basis von “Collaborative Consumption” verleihen

Thorsten Panknin

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.



  1. eymo

    wie kann man seinen kind gebrauchte klamotten anziehen lassen…??

  2. Was hast du denn für Probleme, eymo?Konsumsüchtig?!? ^^

  3. @eymo: Immer wieder interessant, wie breit gefächert die Meinungslandschaft ist.

    Was spricht denn dagegen und in wiefern sollte das ein Problem sein?

    Aber keine Sorge, es will Dir niemand das Recht nehmen, Deine Kids ausschließlich in fabrikneue Klamotten zu stecken. Aber auch diese vorher waschen, da steckt so einiges drin … am Besten alles mit Sagrotan waschen. :-))



  4. wigger

    Verstehe ich auch nicht, verstehe aber auch nicht wieso kleiderkreisel so gut funzt oder wieso die leute billigtextilien bei zalando bestellen, wird aber ja gemacht, hauptsache billig. Qualität passiert dann in einer anderen Welt.



  5. mila

    Na, viel Spass beim Fotos machen und online stellen! ;) Wer soll diese riesen Arbeit bezahlen? Bei Zara bekomme ich super Kinder Kleidung unter 10 Euro. Idee ist nicht zuende gedacht. Trotzdem viel Erfolg.

  6. “Wer soll diese riesen Arbeit bezahlen? ”

    Hört sich für mich alles irgendwie nach viel zu viel Arbeit für viel zu wenig Gewinn an. Aber wie heisst es so schön in der BRD: “Gewinne privatesieren und Verluste sozialisieren”. Zur Not werden halt wohl ein paar 1-Euro-Jobber von der Arge geholt. Wir Leistungsträger finanzieren ja gerne solche Gutmenschen-Geschäftsmodelle.

    “mylittlebigswap aus Berlin”

    Weltfremd in Berlin? Gerade in Berlin wird es wohl massig Flohmärkte und Zweite-Hand-Buden an jeder Ecke geben.

    “gibt Eltern die Möglichkeit, Kleidung, Bücher oder Spielzeug ihrer Kinder im Online-Marktplatz zu tauschen.”

    Bekommt man wohl auf jedem Flohmarkt auch schnell und einfach los und kaufen kann man dort auch.

    Diese ganzen Tauschmodelle finde ich doch sehr fragwürdig. Wenn ich etwas loswerden will, dann verkaufe ich es lieber. Von dem Geld kann ich mir dann anderes kaufen. Aber Billig-Kleidung muss man doch nicht tauschen. Kann man doch auch billig kaufen. Nach paar mal waschen ist das Zeug sowieso schon abgenutzt und potthässlich. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Ich kann mir mittlerweile weder Billigkleidung noch anderen Billigkram leisten, weil ich viel zu arm dafür bin. Macht meiner Erfahrung nach alles ziemlich schnell die Biege. >>> Wer billig kauft, der kauft mehrmals.

    “leute billigtextilien bei zalando bestellen”

    Gibt es dort Billig-Textilien? Wäre mir neu, daß es dort etwas billig gibt. Ich habe mal nach Nike-Schuhe geschaut. Die Modelle, die ich wollte waren woanders preiswerter.

    “wie kann man seinen kind gebrauchte klamotten anziehen lassen…??”

    Wenn man die wäscht, sind die vermutlich weniger eklig als ein gebrauchtes Buch oder Medien mit zerkratzten Hüllen (in denen der Staub sitzt). Muß aber jeder selbst wissen was und ob er gebraucht kauft.

  7. “Bei Zara bekomme ich super Kinder Kleidung unter 10 Euro.”

    Meinst du zara.com? Kannte ich bis jetzt noch nicht. Ich habe da jetzt aber auf die Schnelle nichts für Kinder unter 10 Euro gewohnt.



  8. mila

    Bei Zara im stationören Handel. Aber auch online bekommst du Baby und Kids Ware zum Weg werf Tarif. Einfach mal googeln.

  9. Offline kenne ich Zara nicht. Aber zeig mir mal auf deren Website wo es etwas für unter 10 Euro gibt. Naja, okay habe gerade die Rubrik SCHLUSSVERKAUF entdeckt. Aber so viel ist das auch nicht für unter 10 Euro.

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