8select: Curated Shopping-Konzept für Business-Kleidung

8select aus Regensburg (www.8select.de) will beruflich stark eingespannten Männern aus einem Dilemma helfen: Einerseits muss die Business-Kleidung immer korrekt sein, andererseits ist für viele Männer das Shopping eine eher lästige Angelegenheit. 8Select offeriert […]
8select: Curated Shopping-Konzept für Business-Kleidung

8select aus Regensburg (www.8select.de) will beruflich stark eingespannten Männern aus einem Dilemma helfen: Einerseits muss die Business-Kleidung immer korrekt sein, andererseits ist für viele Männer das Shopping eine eher lästige Angelegenheit. 8Select offeriert seinen Kunden, durch die Beantwortung von nur zehn Fragen, ein relativ stressfreies Einkaufserlebnis. Fachverkäufer stellen daraufhin Empfehlungen für das geschäftliche Outfit zusammen, die sich der Kunde nach einigen Tagen im virtuellen Showroom betrachten und auswählen kann. Im Gegensatz zu anderen Anbietern soll dadurch die Retourenrate und somit die Kundenzufriedenheit verbessert werden. Seit Mitte Januar 2013 ist der Dienst online.

Voll im Berufsleben, wenig Freizeit und trotzdem immer gut gekleidet sein. Dieser Situation sehen sich nicht wenige Männer gegenüber und müssen sie irgendwie meistern. Dazu kommt gern noch eine gewisse Abneigung dem Shopping an sich gegenüber, im besten Falle ist es ein notwendiges Übel. Teilweise kauft die eigene Partnerin für den Mann ein, aber auch das ist nicht immer gegeben. 8Select ermöglicht mit seinem Onlineshop, inklusive integrierter Stilberatung, einen Ausweg.

Mit zehn Fragen zur persönlichen Kleidungsempfehlung

Die Bandbreite der angebotenen Kleidungsstücke reicht von Socken über Unterwäsche und Schuhe bis hin zum Business-Anzug. Darauf liegt der Schwerpunkt des Dienstes, allerdings wird auch etwas legerere Kleidung für den Abend angeboten. Mit der Beantwortung von zehn Fragen legt der Kunde den Kurs für den Fachberater bei 8select fest, es werden dabei Bereiche wie Bekleidungsstil, Berufsbranche, Dresscode, Farbtyp, Alter und Passformen behandelt. Sind alle relevanten Fragen beantwortet, erhält der Kunde innerhalb von fünf Werktagen seine persönlichen Empfehlungen, die er im virtuellen Showroom vorfindet. Dort kann in Ruhe eine Auswahl getroffen werden, die dann nachhause geschickt wird. Inzwischen gibt es etwa 10.000 Artikel von bekannten Marken wie Schiesser, Tommy Hilfiger, Burlington oder OLYMP. Abgerundet wird das Angebot durch Informationen zu Kleidungsgrößen, Marken- und Modelexika, ein Mode-ABC sowie Pflegetipps.

Mathias und Michael Stiefel sowie Alexander Grünaur gründeten die 9dot ventures GmbH und Co. KG im April 2012 in Regensburg. Die Firma ist initial privat finanziert und erhielt danach von der KfW-Bank weitere Geldmittel. Inzwischen ist die Firma neuen Investoren gegenüber aufgeschlossen, um das Marketing zu intensivieren und Personalressourcen zu stärken. 8selects Geschäftsmodell basiert auf Verkaufsprovisionen.

Ohne Partner kein Geschäft, ohne Geschäft keine Partner

Die Partnergewinnung war zu Beginn für 8select nicht einfach, da dabei ein Henne-Ei-Problem besteht. Stiefel resümiert seine Erfahrungen: “8select versteht sich als Bindeglied zwischen Onlinehändlern und Kunden. Die ersten Onlinehändler, mit denen wir gesprochen haben, fanden das Konzept spannend und haben den Mehrwert für alle Beteiligten gesehen. Allerdings wollten sie den Service zunächst live sehen, um dann dazu zu stoßen. Ohne Partner kann man 8select aber nicht betreiben, ohne Betrieb von 8select gewinnt man bei dieser Position wiederum keine Partner. Das Problem haben andere Geschäftsmodelle auch. Nach etlichen Gesprächen haben uns einige namhafte Händler zugetraut, dass wir 8select stemmen werden. Dann ging es Schlag auf Schlag, wobei wir unser Partnernetzwerk weiter ausbauen. Zum Start können wir nun schon auf fast 10.000 vorausgewählte Artikel zugreifen.” Laut Stiefel kommen die Händler inzwischen auf 8select zu.

Der virtuelle Showroom als ultimatives Alleinstellungsmerkmal

Der Markt des Curated Shopping ist nicht luftleer, dort befinden sich bereits Firmen wie Outfittery (www.outfittery.de), Amerano (www.amerano.de), Modomoto (www.modomoto.de) und Modemeister (www.modemeister.com). Das Alleinstellungsmerkmal ist für 8select sein virtueller Showroom, den keiner der Mitbewerber zu bieten hat. Bei Outfittery, Modomoto und Modemeister werden die empfohlenen Outfits direkt zum Kunden geschickt, die nur das behalten, was ihnen gefällt und den Rest dann zurückschicken. Dadurch ergibt sich eine Retourenquote, die 8select so nicht erzeugt. Stiefel erläutert: „Die uns bekannten Curated-Shopping-Konzepte arbeiten mit einer nahezu 100%-Retourenquote, da die Kunden die Ware erstmals mit Erhalt der Sendung sehen. Mit unserem Zwischenschritt mit dem Showroom erreichen wir nachhaltig geringere Retourenquoten, als normale Händler im gleichen Segment. So sparen wir unseren Kunden zusätzlich Zeit und Stress.”

Die Idee des Curated Shopping ist nicht neu, der Markt bereits mit erfolgreichen Mitbewerbern besetzt. 8Select sticht durch seinen virtuellen Showroom heraus, durch den Kunden die Empfehlungen der Fachverkäufer vor Versand schon sehen können. Das wird die Retourenquote vermutlich nicht auf Null senken, ist aber ein definitiver Vorteil.

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* Curated Shopping verhilft Männern zu stilsicheren Outfits – Modomoto und Modemeister setzen auf den Trend

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.

  1. Die Showroom-Ideee ist ein echter Benefit für alle Beteiligten. So sehr ich Überraschungen liebe, aber einfach mal auf gut Glück einen Packen Kleidung zugeschickt zu bekommen, das hat mich bisher davon abgehalten, solche Angebote zu nutzen. Hier punktet 8select.

    Muss es aber sein, das man in der PM schreibt “Europaweit erstes Curated Shopping Angebot für Businesskleidung”? Ich halte die Aussage ganz klar für falsch. Andere waren früher da und bieten auch Businesskleidung an!

    Und dann würde mich noch interessieren, wie viele Manntage man aufwenden muss, um vier Fantasienamen für Testimonials zu finden, bei denen es keinen Google-Treffer gibt. ;-) Auf gut deutsch: wenn schon “Kundenstimmen”, dann bitte echte. Die Fotolia-Fotos riecht man auch schon hundert Meter gegen den Wind.

  2. Pingback: Berlin ValleyCurated Shopping - Verliert der Mensch seinen eigenen Geschmack?

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