
EXKLUSIV Ende Januar ging Amorelie (www.amorelie.de) an den Start. Das Berliner Start-up will “auf magische Weise” das Liebesleben seiner Nutzer bereichern. Zum Konzept heißt es auf der Website: “Wir sind ein hochwertiger Lifestyle-Onlineshop für die moderne Frau. Nicht nur spezialisiert auf Deine intimsten Momente, bieten wir Dir auch alles für Dein Wohlbefinden und ein fantastisches Aussehen!” Somit dürfte nun klar sein, dass es sich bei Amorelie um Vibratoren, Dessous und Liebeskugeln geht. Alles aber verpackt in einen sehr mädchenhaften Shop, der frei von allen Sexshop-Klischees ist und im Grunde harmloser daherkommt als Duschcremewerbung im TV.
Sex-Shops für Frauen sind in der realen Welt in den vergangen Jahren vor allen in Großstädten entstanden und waren mehr oder weniger erfolgreich. Einen interessanten Einblick in die die Welt der Sexshop für Frauen bietet der Artikel “Der Laden für die Lust” aus der Süddeutschen Zeitung”. Zitat: “Und jeden Tag kommt mindestens eine Frau in das etwas abseits gelegene Geschäft an der Schwabinger Kurfürstenstraße, die natürlich noch nie in einem “solchen” Laden gewesen ist”. Der Vorteil im Netz: Ein Online-Sexshop ist noch einfacherer zu betreten. Aber auch in der Netzwelt müssen die Frauen den Shop erst einmal entdecken.
Alle Wege führen zu Rocket Internet
Einen Blick wert ist bei Amorelie auch das Team hinter der Theke: Das Startup wird von Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok geführt. Mitgründerin Cramer wirkte zuletzt als Vice President International bei Groupon und war zuvor Vice President International beim Berliner Inkubator Rocket Internet. Pollok wirkte 2009 ebenfalls bei Rocket Internet – zuletzt war er Associate bei BV Capital / eVenture Capital Partners. Das Duo vereint somit reichlich Erfahrung in Sachen Unternehmensaufbau und dem Voranpeitschen von Start-ups. Dennoch dürfte der Sex-Shop für Frauen nicht leicht zu stemmen bzw. zu positionieren sein. Neben dem deutschen Markt scheinen die Berliner – in bester Rocketmanier – direkt auch international zu denken – darauf deuten diverse Twitterprofile für Länderableger in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Russland und Belgien.


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Kommentare
“Produkte bekannt aus VOGUE, InStyle, Brigitte…”
Den Leuten ist auch nichts zu peinlich… hoffentlich hagelt’s da direkt Abmahnungen.
Comment by Frank 12. Februar 2013 @ 13:48Welchen Hintergrund haben eigentlich die ganzen Gründungen von Ex-Groupon / Rocket Mitarbeitern? Ist das die schiere Verzweiflung, oder glauben die wirklich, mit solchen Schnapsideen zu reüssieren?
Comment by Nick 12. Februar 2013 @ 14:13Hat auch einen Vorteil: die können die zalando Werbung gleich übernehmen ;-)
Comment by Dieter 12. Februar 2013 @ 15:44warum wundert es nicht, dass ex-rocket menschen mit einem fremden konzept starten. eigene ideen wären mal angebracht!
Comment by Gustav 12. Februar 2013 @ 17:53@Nick.
6. Setzen. Super interessanter Bereich, der noch viel Spielraum nach oben hat. Und altbackenen Player wie http://www.eis.de oder beathe uhse können mit sicherheit mit einem anspruchsvolleren shopkonzept marktanteile abgerungen werden, insbesondere, wenn vc in die hand genommen wird, um einen brand aufzubauen..
@Gustav
Ebenfalls 6. Ebenfalls setzen.
Lass Dir das Konzept “Wettbewerb” mal durch den Kopf gehen. Es ist keine schützenswerte Idee, einen Erotik Internetstore zu betreiben. Genauso wenig wie es eine schützenswerte Idee ist, eine Kuh auf eine Weide zu stellen. Und darüber kannst Du auch froh sein, ansonsten würde Dein Liter Milch 6 € kosten.
Comment by Petra Panther 12. Februar 2013 @ 20:09Ja, wenn es darum geht, der Konkurrenz durch ekstatisches Verbrennen von VC Marktanteile “abzuringen”, dann hätten die beiden vielleicht einen Pizzamakler gründen sollen. Vorteil: Da gibt es weniger Konkurrenz als auf dem Markt für Erotikspielzeug und sonstigen Schmuddelkram.
Nur, wie will man mit dem Konzept Investoren überzeugen? In Ermangelung jeglicher USPs bleibt der Gründerin da wohl nur voller (Körper)Einsatz.
Comment by Nick 12. Februar 2013 @ 21:28@Nick
Wieder 6, nochmals setzen. Es hat keiner was von ekstatischem Verbrennen von VC Kapital gesagt.
Nochmals 6 für falsch anerzogene Prüderie. Ich weiß nicht, was “Schmuddelkram” sein soll. Das Gespräch musst Du mit den unaufgeklärten Personen Deines Vertrauens führen.
Und wenn Du nicht weißt, dass der USP eines Sextoy Shops schon die Marke sein kann (Vertrauenswürdigkeit, Sympathie des Brands) abgesehen von professionellerem Online-Marketing, besserer Kundenretention, besserer Einkauf usw usf, also sprich: besseren Operations, dann können wir Dir alle sowieso nicht helfen.
Comment by Petra Panther 13. Februar 2013 @ 09:23@petra
Comment by Gustav 13. Februar 2013 @ 17:15natürlich kann keine idee geschützt werden. allerdings ist es schon interessant, wie einige leute versuchen an ideen zu kommen!
gute Idee! und innovativer als die meisten anderen gründungsversuche derzeit. viel erfolg
Comment by philipp 13. Februar 2013 @ 18:06apple schützt ideen
google “icash”
Comment by steve 13. Februar 2013 @ 18:09Und im Lager arbeiten dann osteurop. Leiharbeiter/innen, welche für einen Bruttostundenlohn von 7,00 Euro und ein paar zerquetschten die Dildos verpacken?!
Comment by Jaky 18. Februar 2013 @ 10:41